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Furiose zweite Halbzeit führt zum Auftaktsieg

Die Eingewöhnung in die Oberliga dauerte nur 20 Minuten. Durch eine furiose zweite Halbzeit gewann die Erste der VfL-Basketballer ihren Auftakt gegen die TSG Reutlingen 2 72:64 (26:37).

Coach Miguel Rodriguez war die Erleichterung anzumerken: „Vor der Pause waren wir gehemmt, doch nach der Kabinenansprache haben Intensität und Körpersprache gestimmt!“ Tatsächlich war dem Aufsteiger bei seiner Oberligapremiere am Sonntagabend in der Sporthalle Stadtmitte lange eine gewisse Nervosität anzumerken. Gegen das blutjunge Team des Mitaufsteigers TSG Reutlingen 2 gelang vor etwa 80 Zuschauern zwar die erste Führung durch einen Dreier von Youngster Mirsad Haziri (5:4, 3. Minute), danach aber war viel Krampf zu sehen, was zu vielen Fehlern vorne und hinten führte. Bis zur 18. Minute (24:28) brannte trotzdem nicht viel an, auch die Gäste hatten ihre Probleme, doch in den nächsten zwei Minuten wuchs der Rückstand auf 24:37. Zum Glück setzte Constantin Munz, der acht der 26 Punkte der ersten Hälfte erzielte und nach seiner Rückkehr vom SV Möhringen in kämpferischer Hinsicht voranging, mit dem 26:37 noch ein positives Zeichen vor der Pausensirene.

Constantin Munz

In der Kabine muss Rodriguez dann wohl die richtigen Worte gefunden haben, wie verwandelt kam der VfL aufs Feld! Kapitän Tim Auerbach, in den ersten 20 Minuten noch glücklos und mit zwei mageren Pünktchen, traf gleich einen Korbleger, Munz legte per Dreier und verwandeltem Offensiv-Rebound zum 35:38 (34.) nach – und der Rest der Mannschaft folgte. Da holte sich auch Youngster Drilon Pllana ein Sonderlob des Coaches ab. Rodriguez: „Drilon hat seine Sache sehr gut gemacht!“ Ein paar geblockte Würfe, vor allem zweimal gegen den Star der Reutlinger, Noel Tomas-Duarte, schüchterten die Gäste ein und halfen seinem Team ungemein. Drei Dreier von Auerbach und Haziri führten zum 44:43 (28.), der ersten Führung nach dem 5:4.

Doch es blieb weiter spannend in der Sporthalle Stadtmitte, Reutlingen ließ sich nicht abschütteln. Zwei Dreier von Speidel ergaben das 58:57 nach 35 Minuten, die Crunchtime begann. Und da zeigten die Leistungsträger des VfL Charakter: Munz, Auerbach und Knights-Center Andi Nicklaus erhöhten auf 65:57 (36.), was aber nichts genützt hätte, wenn das ganze Team nicht so leidenschaftlich verteidigt hätte. Die TSG-Zweite gab sich zwar nicht geschlagen, aber Kirchheim spielte die letzten Minuten erstaunlich abgeklärt zu Ende. Taktisch überragend: Die letzten neun Punkte wurden durch die Center erzielt: Nicklaus, Pllana und Kiri Engonidis bekamen den Ball unter dem Korb und erledigten den Job endgültig.

Wie viel dieser gelungene Saisonauftakt wert ist, wird sich am kommenden Samstag zeigen. Die Reise geht zur BG Remseck, die ihren Start mit dem 76:90 bei der TG Nürtingen verpatzte. Dann wird der VfL auf Rodriguez und einige Spieler verzichten müssen, die zeitgleich mit den Knights bei deren Heimauftakt beschäftigt sind. ut

VfL: Auerbach (19/4), Eder (n.e.), Engonidis (4), Haziri (9/3), Munz (17/1), Nicklaus (12), Palmieri, Pllana (8), Schmauder, Schmidt (3/1).

Viertelergebnisse:

12:16, 14:21, 26:10, 20:17

Stats

Vorschau


Programm 28./29.9.

28.9.

15.15:  Ehingen 2 – VfL 3

16.00:  Reutlingen 3 – VfL 2

17.00:  Bad Boll – VfL 4

19.30:  BG Remseck – VfL 1

19.00:  Knights – Trier

29.9.

14.30:  Böblingen – U12 gelb (Hermann-Raiser)

15.50:  Reutlingen 1 – U12 gelb (Hermann-Raiser)


Wir trauern um Bernd Mauch

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