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Die perfekte Saison: Jetzt auch Pokalsieger

Beim Final Four um den Bezirkspokal am Samstag in der Sporthalle Stadtmitte haben die VfL-Basketballer auch ihre Pflichtspiele Nummer 19 und 20 in der Spielzeit 2014/15 gewonnen. Lohn der makellosen Bilanz der Truppe um Coach Bekim Kukiqi ist das Double aus Landesliga-Meisterschaft und Pokal.

So sehen Sieger aus: Bekim Kukiqi, Desmond Strickland, Chris Laar, Joni Gritschke,
Marsel Sibinovic, Shlezen Bekteshi, Marco Wanzke, Chris Reza, Dominik, Eberle,
Jan Reichmuth, Akant Sengül, Elias Tussetschläger, Eren Sengül, Kevin Wanzke.

Ein Dreier von Elias Tussetschläger, einer von Kevin Wanzke, einer von Marco Wanzke – diese Treffer-Explosion von jenseits der 6,75-Meter-Linie durch drei Bankspieler war der Schlusspunkt der Basketball-Saison 2014/15, und sie brachte in der letzten Minute des Bezirkspokal-Endspiels gegen die TSG Söflingen 2 doch noch den zweiten Hunderter des Final-Four-Samstags – Endstand 100:69.

Wem der Cup gehört, war da längst klar: Der große Favorit VfL Kirchheim hatte zu keinem Zeitpunkt dieses langen Tages irgendwelche Zweifel aufkommen lassen, wer am Ende die Trophäe präsentieren darf. Es war kurz nach neun, als Pokal-Staffelleiter Uli Tangl den Pokal dem Kirchheimer Kapitän Dominik Eberle überreichte und die Feierlichkeiten begannen – wie gewöhnlich gut unterrichtete Kreise berichten, endeten sie am Sonntag kurz vor Sonnenaufgang.

Kurz vor der Pokal-Übergabe: Staffelleiter Uli Tangl, VfL-Kapitän Dominik Eberle und das Team - kurz danach: Chris Reza bringt das Feier-Wulle

Es war übrigens das zweite Double der VfL-Basketballer in jüngerer Zeit, nachdem dasselbe Kunststück auch schon 2012, damals unter Pasko Tomic, gelungen war.

Begonnen hatte das Final-Four-Turnier um den Pokal des Bezirks IV am frühen Nachmittag mit dem ersten Halbfinale VfL Kirchheim gegen TV Derendingen 3, den Dritten der Bezirksliga West 2014/15. Da stand es nach drei Minuten 13:0 und nach neun Minuten 35:11.

Den Rest hätte sich die zu dieser Stunde noch leicht überschaubare Zuschauermenge getrost sparen können. Derendingen erwies sich als zäher, zuweilen überharter Gegner, der die Grenzen des Erlaubten des Öfteren überschritt – Chris Reza, Marsel Sibinovic, Joni Gritschke und Dominik Eberle erlitten Blessuren und mussten behandelt werden –, Kirchheim ließ sich davon beeindrucken, gestattete den Gästen aber nie, wirklich nah heranzukommen und gewann am Ende 100:77 – mit Desmond Stricklands einzigem Dreier dieses Spiels zum Endstand Sekunden vor der Schluss-Sirene.

Beim zweiten Halbfinale hatte der Landesliga-Dritte TSG Söflingen 2 mit Bezirksliga-Champion TSG Balingen noch weniger Probleme, die allerdings stark dezimierten Söflinger (nur sieben Spieler) gewannen 95:55.

Zum Finale trat die TSG-Oberliga-Reserve dann nur noch zu fünft an! Ein Spieler hatte sich verletzt, ein Zweiter noch andere Verpflichtungen.

Fünf tapfere Söflinger: Kaputt nach dem Finale

Der VfL, nach der langen Pause abends um halbacht dann mental sichtbar eingerostet, tat sich vor dann doch über 100 Zuschauern lange erstaunlich schwer, nach dem 9:0-Start (4.) hieß es plötzlich 15:15 (7.), bis zum 35:32 (13.) gelang keine Absetzbewegung. Erst der anschließende 19:4-Lauf bis zur Pausensirene entschied die Partie.

Die in der zweiten Hälfte bis zur Schlussminute (92:69) einigermaßen gemütlich dahinplätscherte – als der Kirchheimer Benchmob doch noch die Dreier-Explosion auslöste… ut   

VfL: Bekteshi (18/2, 19/3), Eberle (5, 6), Gritschke (10, 8/1), Laar, Reichmuth (4, 4), Reza (13/1), E.Sengül, A.Sengül (19, 23),  Sibinovic (8, 9), Strickland (15/1, 19/5), Tussetschläger (4, 3/1), K. Wanzke (-, 3/1), M.Wanzke (4, 3/1).


 

Auch Kukiqi fix

Coach Bekim Kukiqi und die VfL-Basketballer haben sich endgültig auf ein weiteres Jahr plus Option für das zweite geeinigt.

Dabei gibt der 33jährige Albaner den Nowitzki! Ähnlich wie der Superstar der Dallas Mavericks verzichtet er auf eine mögliche Gehaltserhöhung, um sein Team besser zu machen. Für die Neuverpflichtungen aus der Region fallen schließlich deutlich höhere Kosten an wie zuletzt in der Landesliga, dazu trägt Kukiqi nun einen kleinen Teil bei. Dafür hat sich der selbstbewusste Coach tatsächlich eine kleine Aufstiegsprämie in den Vertrag schreiben lassen – als Oberliga-Aufsteiger will Kukiqi gleich eins höher, in die 2. Regionalliga Süd. Auch dort wird der Kirchheimer Trainer höchstwahrscheinlich derselbe sein. Die Perspektive heißt ganz klar zwei Jahre, doch wegen des gar nicht einmal so unrealistischen möglichen nächsten Aufstiegs wurde dieses zweite Jahr noch nicht vertraglich fixiert.

Zum großen Saisonabschluss am heutigen Samstag, wo der VfL beim Bezirks-Pokal-Final-Four seine perfekte Saison vollenden will (Halbfinale 14:45, Finale 19.30 Uhr), gibt es also noch einen Grund zum Feiern. ut


Der letzte Showdown: Finale daheim

Das Double winkt: Für Landesliga-Meister VfL Kirchheim geht es am Samstag beim Final Four um den Bezirkspokal in der Sporthalle Stadtmitte um die Vollendung einer perfekten Saison.

16 Siege in der Liga, zwei im Pokal auf dem Weg ins Final Four: Das ist die Bilanz der Kirchheimer Basketballer in der Saison 2014/15. Dass am Samstag die 20 vollgemacht werden, ist für Coach Bekim Kukiqi nicht selbstverständlich, aber zwingend notwendig: „Wir wollen unbedingt das Double. Meine Jungs sind richtig heiß darauf. Das lassen wir uns nicht nehmen!“

Dafür wurde in den zwei Wochen nach den Osterferien heftig trainiert, durch das Saisonende der Knights konnte dreimal pro Woche die ganze Sporthalle Stadtmitte genutzt werden. Personell gibt es keine Probleme, das Meisterteam steht parat.

Doch wie immer im Sport gibt es ja noch die Gegner, die dem VfL das Finale daheim vermiesen wollen. An erster Stelle ist die Oberliga-Reserve der TSG Söflingen zu nennen. In einer beeindruckenden Rückrunde kämpfte sich die Mannschaft von Coach Memic noch auf den dritten Platz der Landesliga vor. Im Bezirkspokal war alles viel leichter: Im Pool Ost hatten nur fünf Mannschaften gemeldet, so dass die TSG-Zweite nach zwei Freilosen nur das Poolfinale gegen die eigene Dritte aus der Bezirksliga bestreiten musste und da natürlich locker 86:64 gewann. Mit den beiden Topscorern Marcel Friede (mit 19 Punkten pro Spiel viertbester Korbjäger der Landesliga) und Maximilian Winter (Achter mit knapp 19 Punkten) ist die TSG immer gefährlich – wenn das Team heißläuft, ist es zu außergewöhnlichen Leistungen fähig.

Ob das im zweiten Halbfinale um 17.15 Uhr gegen die TSG Balingen zum Einzug ins Finale reicht? Balingen hat schließlich eine noch eindrucksvollere Saison hinter sich, wenn auch eine Liga tiefer: Mit 15:3-Siegen holte sich das von Abteilungsleiter Martin Scheuring als Spielertrainer gecoachte Team sehr souverän die Meisterschaft der Bezirksliga West und damit den Landesliga-Aufstieg. Am meisten punkteten dabei Mathieu Dodelin (Fünftbester Scorer der Liga mit 17,9 Punkten pro Spiel) und Michael Plesse (Siebter mit 14,6). Im Pokal marschierte die TSG mit Siegen beim Kreisligisten KKK Haiterbach 2 (70:56) und gegen den Landesligisten VfL Nagold, der nicht antreten konnte, ins Poolfinale, wo am vergangenen Sonntag beim Liga-Konkurrenten TSV Rottweil mit 71:62 der Einzug ins Final Four perfekt gemacht wurde. Favorit bleibt Landesligist Söflingen, aber auf die leichte Schulter nehmen sollten die Ulmer Vorstädter den Aufsteiger keinesfalls.

Im ersten Halbfinale um 14.45 Uhr trifft der VfL auf den  TV Derendingen 3. Die Tübinger Vorstädter belegten hinter Balingen und der Spvgg Holzgerlingen 2 immerhin Platz drei in der Bezirksliga West und holten dabei elf Siege. Im sehr ausgeglichenen Team von Coach Suarez punkten Habib Zaher (18,7 pro Spiel) und Timo Rojas (16,7) konstant hoch. Im Pokal schlug der TVD in der ersten Runde den Kreisligisten Spvgg Mössingen 93:54, im Halbfinale die eigene Zweite, den Landesligisten, überraschend mit 66:60 und im Poolfinale am vergangenen Samstag den TB Kirchentellinsfurt mit 62:50.

Kampflos wird sich Derendingen nicht ergeben, aber natürlich ist der VfL haushoher Favorit auf den Einzug ins Finale um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist übrigens frei, fürs leibliche Wohl ist den ganzen Nachmittag über gesorgt. ut

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Reichmuth, Reza, Sibinovic, Strickland, Tussetschläger, A. Sengül, E. Sengül, K. Wanzke, M. Wanzke.


Tim Auerbach kommt zurück

Der Kader füllt sich! Dass es das Kirchheimer Eigengewächs Tim Auerbach war, das als Nächster beim Oberliga-Abenteuer dabei sein will, passt natürlich perfekt ins Konzept.

Tim Auerbach und VfL-Geschäftsführer Uli Tangl freuen sich

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren im JBBL-Team der BSH Ludwigsburg kehrt der seit Januar 16-jährige Tim Auerbach zum VfL Kirchheim zurück und wird in der kommenden Saison das Oberligateam von Bekim Kukiqi verstärken. Der Coach, seit dem Wochenende übrigens zweifacher Vater, sieht das als echten Coup an: „Unser Ziel, wieder attraktiv für unsere besten Talente zu werden, ist damit schon erreicht. Tim hat das Potenzial, trotz seines Jugend bereits eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft zu spielen.“

In der vergangenen Saison hat das Kirchheimer Eigengewächs, der 2007 mit acht Jahren seinen ersten Spielerpass für den VfL bekam, in der Oberliga für die 3. Mannschaft der BSG Ludwigsburg schon 13 Spiele bestritten und dabei Leistungen gezeigt, die für einen 15-Jährigen wirklich erstaunlich sind! Er war zweitbester Scorer seines Teams mit 143 Punkten (elf pro Spiel), bester Freiwerfer mit einer sensationellen Trefferquote von 87 %  und auch bester Dreierschütze mit 2,7 erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen pro Spiel. Dennoch stieg die BSG als Tabellenletzter ab.

Weit erfolgreicher war Tim deshalb in der Jugend-Basketball-Bundesliga JBBL, in der in seinem zweiten Jahr zu einem Führungsspieler eines extrem starken Teams wurde. Ungeschlagen in der Vorrunde, steht das Team seit Sonntag im Play-off-Viertelfinale (gegen Bayern München) und damit einen Schritt vor dem „Top-Four“ in Hagen. Scharfschütze Auerbach erzielte bei dieser Reise 221 Punkte in 15 Spielen (14,7/Spiel) und steigerte damit seinen Schnitt aus der Vorsaison (12,3). Mit 42 Prozent Wurfquote aus dem Feld traf er für einen Guard recht gut, 32 Prozent von der Dreierlinie sind ebenfalls überdurchschnittlich.

Auerbach, der vor zwei Jahren nach Ludwigsburg wechselte, um JBBL spielen zu können und im Basketball-Internat Schule und Sport perfekt zu verbinden, kehrt jetzt auch in die Realschule nach Kirchheim zurück. Ob er nebenher auch dem U18-Team helfen kann, in der Oberliga-Qualifikation zu bestehen, steht noch nicht fest. ut


Die ersten Weichen sind gestellt

Mit der Verpflichtung des Topscorers der Basketball-Oberliga, Arber Shabani vom SV Böblingen, und der Zusage der eigenen Schlüsselspieler hat Aufsteiger VfL Kirchheim bereits eine Woche nach Saisonschluss das Gerüst eines vielversprechenden Teams zusammen.

Eingefädelt hatte den Deal natürlich Coach Bekim Kukiqi. Der Albaner hatte bereits seit längerem ein Auge auf seinen Landsmann geworfen, nach der Meisterfeier am Sonntag vor einer Woche ging dann alles sehr schnell. Bereits am Dienstag brachte Kukiqi Shabani nach Kirchheim, im Dreiergespräch mit VfL-Geschäftsführer Uli Tangl wurden beim Mittagessen im „Antica Roma“ die Details geklärt.

Über Ostern besprach der 24-Jährige alles mit seinem Verein SV Böblingen, so dass das endgültige grüne Licht am gestrigen Ostermontag aufleuchtete.

Die Reaktion von Kukiqi: „Ich bin sehr glücklich, dass Arber sich dafür entschieden hat, zu uns zu wechseln. Es ist eine Verpflichtung, die uns helfen wird, unsere Ziele zu erreichen.“

Diese Einschätzung kann man sicherlich teilen! Shabani war in der vergangenen Saison mit 614 Punkten der Topscorer der Oberliga, nahm dabei an allen 22 Spielen teil – was einen Schnitt von fast 28 Punkten pro Spiel ergibt! Er war auch bester Dreierschütze der Oberliga mit 73 Treffern (3,3 pro Spiel) und Siebter bei der Freiwurfquote (137:176 = 77,8 %). Offensichtlich ist der 1,85 Meter große Guard im besten Basketball-Alter angekommen: In den letzten drei Jahren in Böblingen und zuvor beim Regionalligisten KKK Haiterbach hat er seine Zahlen stetig verbessert. Kukiqi: „Arber ist ein unglaublich vielseitiger Spieler mit einem hohen Basketball-IQ. Er macht auch die Spieler um ihn herum besser.“

Und wer ist das in der Saison 2014/15? Als Erster sagte Kapitän und Abteilungsleiter Dominik Eberle, gerade aus dem Amerika-Urlaub zurück, zu, doch noch ein Jährchen dranzuhängen. Mit Center Akant Sengül ist seit Mitte letzter Woche ebenfalls alles klar, die Zusage von Shkelzen Bekteshi ist nur noch Formsache, alles ist besprochen. Und das Paket für Desmond Strickland ist ebenfalls geschnürt. Er soll dem VfL nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer erhalten bleiben und gleichzeitig in der Ganztagesbetreuung an den Schulen als Übungsleiter eingesetzt werden, wo er in seiner bisherigen Funktion als FSJler so viel Begeisterung bei den Kids, aber auch bei den Verantwortlichen ausgelöst hat. Hier wird die Entscheidung, ob das alles so funktioniert, in den kommenden zwei Wochen fallen.

Mit diesen fünf Spielern würde das Gerüst stehen, das das Ziel von Kukiqi und der Basketball-Abteilung realistisch macht: Gleich nach dem Aufstieg ganz oben mitspielen! Die Richtung heißt tatsächlich Regionalliga Südwest Süd. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, können bald die ersten Testspiele vereinbart werden… ut


Jubel, Trubel, Meisterfeier

Natürlich behielten die Kirchheimer Landesliga-Basketballer auch im letzten Saisonspiel ihre weiße Weste und schlugen den TV Konstanz 2 103:65.

16 Spiele, 16 Siege, im Schnitt mit genau 30 Punkten Vorsprung, dazu im Pokal im Final Four, das am 25. April in Kirchheim stattfindet – das alles läuft auf eine perfekte Saison für das Team und Coach Bekim Kukiqi hinaus, der in seinem ersten Jahr unter der Teck offensichtlich alles richtig gemacht hat – und nun bereits nach Höherem strebt.

Der Gegner im Saisonfinale, der TV Konstanz 2, hatte sportlich wie erwartet keine Chance (wie auch 500-Euro-Schütze Firat Ulucay, dessen Halbzeit-Wurf von der Mittellinie immerhin das Netz streifte), verkaufte sich mit seinen nur sieben Spielern aber tapfer. Die einzig offene Frage war die, ob der VfL erneut die 100-Punkte-Grenze überschreiten würde, und die war lange offen. Denn die hundertprozentige Konzentration brachten die Kirchheimer vor der ansehnlichen Kulisse von etwa 150 Zuschauern – womöglich verhinderte das zeitgleiche Fußball-Qualifikationsspiel gegen Georgien eine höhere Zahl – nicht oft zusammen. Doch am Ende war es wie vor einer Woche Jonathan Gritschke, der anderthalb Minuten vor Schluss mit seinem dritten Dreier die Dreistelligkeit herstellte.

Anschließend nahm VfL-Geschäftsführer Uli Tangl in seiner Funktion als Bezirks-Geschäftsführer die Siegerehrung für den Meister der Landesliga vor. Jeder Spieler und natürlich der Coach bekam seine persönliche Urkunde und ein Meistershirt mit der großen Kirchheim-gelben Nummer 1 auf der Brust. Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der Oberliga ist der VfL zurück im (zweigeteilten) Oberhaus des Basketball-Verbandes Baden-Württemberg (BBW).

Geschafft hat er das mit einer toll funktionierenden Mannschaft um die drei Leistungsträger Desmond Strickland, Shkelzen Bekteshi und Akant Sengül. Schön aufgereiht belegen sie die Plätze drei (Bekteshi: 21,6 Punkte pro Spiel), vier (Strickland: 21,5) und fünf (Sengül: 19,5) der Landesliga-Scorerliste. Der VfL-FSJler aus Texas ist zudem bester Freiwurf- (37 Treffer bei 41 Versuchen = 90,2 %) und  Dreier-Schütze (54 in 14 Spielen = 3,9 pro Spiel). Aber auch Bekteshi traf weit überdurchschnittlich: Bei den Freiwürfen wurde er mit knapp 80 Prozent Fünfter der Liga, bei den Dreiern mit knapp zwei Treffern pro Spiel immerhin noch Zehnter. Sengül ist bei diesen Disziplinen nicht ganz vorne zu finden. Sein Coach würde aber wahrscheinlich tausend Eide schwören, dass der Ex-Handballer aus Plochingen der mit Abstand beste Rebounder der Liga ist – nur zählt das in der Landesliga keiner. Die Schätzung, dass er pro Spiel 15 Abpraller von den Brettern klaubt, ist aber sicherlich nicht übertrieben. 

Für die Oberliga wird Kukiqi definitiv Jan Reichmuth (studiert vier Jahre in Zürich) verlieren, bei allen anderen ist noch nichts sicher. Aber dass die drei Stars bleiben wollen und sollen, steht fest. In den nächsten Tagen sollen Entscheidungen fallen – auch in Bezug auf Neuzugänge, die den direkten Weg in die zweite Regionalliga weisen sollen.

Nach der ausgedehnten Meisterfeier mit Freibier vom Geschäftsführer bis nach zwölf ging die Arbeit am neuen Team also schon am Montag munter weiter – es bleibt spannend… ut 

VfL: Bekteshi (28/2), Gritschke (14/3), Laar (2), Reza (2), A.Sengül (25), E.Sengül, Sibinovic (3), Strickland (18/3), Tussetschläger (2), K.Wanzke (4), M.Wanzke (5/1).

 

Da fliegt er, der Meister-Pokal! Von links jubeln: Kevin Wanzke, Elias Tussetschläger, Marsel Sibinovic, Eren Sengül, Marco Wanzke, Akant Sengül, Desmond Strickland, Jan Reichmuth (verdeckt), Jonathan Gritschke, Chris Laar, Chris Reza, Shkelzen Bekteshi, Bekim Kukiqi.


 

Große Sause um die weiße Weste

Zum Abschluss der Landesliga-Meistersaison wollen die Kirchheimer Basketballer ihren Fans am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) schon mal eine Veranstaltung auf Regionalliga-Niveau bieten.    

„Wir werden den Tag und das Spiel genießen!“ Meistertrainer Bekim Kukiqi hat das Motto für den Sonntag ausgegeben. Doch dass da ja auch ein Basketballspiel stattfindet, der TV Konstanz 2 vom Bodensee anreist, der VfL im 16. Landesligaspiel den 16. Sieg einfahren will und seine blütenweiße Weste unbedingt behalten will, geht dabei keineswegs unter. Kukiqi: „Wir machen ernst, die Jungs sind total heiß und wollen den Fans noch einmal etwas zeigen.“ Der Coach war selbst fast ein bisschen überrascht, wie sich seine Spieler unter der Woche präsentierten: „Beim Fünf gegen Fünf war echt Feuer drin, die gingen alle voll zur Sache.“

Bis zur großen Sause steht die Sporthalle Stadtmitte also voll im Zeichen des Sports. Schon vorher absolvieren die drei Kirchheimer Jugendlandesliga-Teams ihre letzten Saisonspiele. Um 10.45 Uhr kämpft die U16 genauso um die Vize-Bezirksmeisterschaft gegen die TSG Reutlingen wie die U14 um 15.15 Uhr, dazwischen (13.00) spielt die U18 gegen die Tübinger Oberliga-Reserve.

Um 17.30 Uhr steigt dann das Meisterspiel. Die Basketball-Abteilung will dabei einen Blick in die (erhoffte) Zukunft bieten, die Veranstaltung auf Regionalliga-Niveau hochpuschen. Vor dem Spiel werden die Teams vorgestellt, in der Halbzeit-Pause bekommt Firat Ulucay die große Chance, mit einem einzigen Wurf 500 Euro zu gewinnen, und nach dem Spiel steigt natürlich die feierliche Siegerehrung durch einen Vertreter des Bezirks IV mit Urkunden für alle Spieler. Danach wird im Foyer kräftig gefeiert, mit Abschluss der Siegerehrung beginnt der Freibierausschank an der Theke.

Noch einmal Bekim Kukiqi: „Es war eine lange, anstrengende, tolle Saison. Wer dabei war, wird sich ewig daran erinnern. Ich denke, jeder Einzelne hat sich dann auch die Party verdient.“ ut

VfL: Bekteshi, Gritschke, Laar, Reichmuth, Reza, A.Sengül, E.Sengül, Sibinovic, Strickland, Tussetschläger, K.Wanzke, M.Wanzke.


Die Dreierschow des Desmond Strickland

Auch im vorletzten Saisonspiel gab sich die Erste der VfL-Basketballer keine Blöße und schlug die TSG Ehingen 101:65.

Vor dem Spiel hatte sich Coach Bekim Kukiqi den VfL-FSJler und Teamstar Desmond Strickland zur Seite genommen und ihm etwa Folgendes erläutert: Zuletzt, auch wegen seiner Verletzung am Sprunggelenk, habe er sich etwas zurückgehalten, heute würde sein Coach von ihm erwarten, etwas mehr Gas zu geben und auch ein bisschen an seine Statistiken zu denken. Was soll man sagen: Auftrag angekommen, Auftrag erledigt! Strickland erreichte eine Liga-Saisonbestleitung von 38 Punkten und schrammte mit neun Dreiern haarscharf am VfL-Rekord von Kai-Uwe Kranz  vorbei, der Anfang des Jahrtausends einmal zehn Dreier in der Regionalliga gegen Crailsheim 2 eingelocht hatte. Kukiqi: „Das war allerdings kein bisschen Ego-Zock, Desmond war wie bisher der totale Teamplayer.“

Aber dieses Spiel, bei dem von vornherein klar war, wer gewinnen würde und das wohl deshalb nur 50 Zuschauer angelockt hatte, konnte noch weitere Geschichten erzählen. Zum Beispiel die des Shkelzen Bekteshi, der berufsbedingt nicht trainieren konnte, sich am Sonntagabend aber doch irgendwie frei machte und eine blitzsaubere Leistung ablieferte.

Oder die des Marsel Sibinovic, der seit dem Eriskirch-Match Anfang Januar studienbedingt gefehlt hatte, jetzt sein Comeback feierte und überzeugte – Kukiqi: „Der Marsel ist unter dem Korb eine echte Kampfsau…!“

Oder die der Basketball-Philosophie des Trainers: „Ich sage den Jungs immer wieder: Die ersten vier Minuten, die vier Minuten nach der Pause und die letzten vier Minuten sind die wichtigsten im Basketball!“ Auch das scheint verstanden worden zu sein: Der VfL startete mit 14:0 – vier Dreier! – und 19:3 (3.), hing im zweiten Viertel etwas durch (15:18), startete in die zweite Hälfte mit einem 16:7-Lauf zum 61:37 (23.) und beendete das Match mit 13:6 in den letzten vier Minuten. Jonathan Gritschke war es vorbehalten, per Freiwürfe die 100 zu übertreffen.

Jetzt geht der Blick natürlich nach vorne: Am kommenden Sonntag steigt beim Spiel gegen Konstanz die große Meisterfeier mit 500-Euro-Schuss und Freibier. Vielleicht kann dann auch schon der erste Neuzugang für die Mission Oberliga vermeldet werden… ut

VfL: Bekteshi (24/2), Gritschke (2), Reza (6), A.Sengül (14), Sibinovic (14), Strickland (38/9), Tussetschläger (1), K.Wanzke, M.Wanzke (2).


 

Pflichtaufgabe mit Fan-Bonbon

Die Frage, wer das Landesligaspiel am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) zwischen dem VfL Kirchheim und der TSG Ehingen gewinnt, scheint klar. Wer aber wird der 500-Euro-Schütze?

Noch zwei Spiele hat der seit einer Woche fest stehende Meister der Basketball-Landesliga zu absolvieren, und so langsam gehen Coach Bekim Kukiqi die Spieler aus. Für Sonntag fehlen Shkelzen Bekteshi (beruflich verhindert), Dominik Eberle und Jan Reichmuth (beide im Urlaub) sowie Chris Laar. Dafür soll jetzt doch noch wieder Marsel Sibinovic zur Verfügung stehen, dessen Comeback zum vergangenen Wochenende verfrüht verkündet wurde: Er war doch noch im Urlaub.

Trotzdem ist klar, dass Kirchheim den 15. Sieg im 15. Spiel einfahren wird, zu gut ist der VfL trotz Dezimierung und zu unterlegen der  Tabellenvorletzte Ehingen, der erst zwei Siege feiern konnte.

Interessanter wird deshalb womöglich die Frage, welcher Fan bei der Auslosung des 500-Euro-Schützen zum Kandidaten wird. Eine Woche später, beim großen Saisonfinale am Sonntag, den 29. März gegen den TV Konstanz 2, hat der dann die Chance, mit einem einzigen Wurf von der Mittellinie die stolze Summe zu gewinnen. Bewerben kann sich jeder Zuschauer, zur Halbzeit wird der Gewinner gezogen. ut

VfL: Gritschke, Mauch (?), Reza, A.Sengül, E.Sengül, Sibinovic, Strickland, Tussetschläger, K.Wanzke, M.Wanzke.


Nach dem Titel ist vor der Oberliga

Das souveräne 88:69 beim TV Derendingen 2 hat den Kirchheimer Basketballern den Aufstieg beschert. Die Planungen für die Oberliga laufen.

Die vielleicht wichtigste Nachricht für die Basketball-Abteilung des VfL Kirchheim gab es bereits zehn Tage vor dem jetzt eingetüteten Aufstieg, sie sollte natürlich erst bei Vollzug verkündet werden: Die Knights werden den Amateurbereich deutlich stärker als bisher schon unterstützen, sich auch finanziell engagieren und mithelfen, so bald wie möglich den Aufstieg in die zweite Regionalliga zu schaffen. Das verkündete Knights-Gesellschafter Michael Schmauder auf der Ausschuss-Sitzung am 5. März. Einen Tag vorher hatten sich die Gesellschafter auf diese Strategie, dem Profiteam endlich einen adäquaten Unterbau zu verschaffen, geeinigt. Schmauder, lange Jahre sportlicher Leiter der Knights, wird sich persönlich um eine optimale Zusammenarbeit kümmern.

Die grundsätzlichen Weichen sind also gestellt, jetzt ist VfL-Coach Bekim Kukiqi am Zug. Er hat natürlich längst konkrete Pläne, sagt zunächst aber nur so viel: „Wir werden viele in der Basketball-Szene überraschen!“ Es ist längst ein offenes Geheimnis, dass der Albaner an einem Team bastelt, das ganz oben in der Oberliga mitspielen kann. Grünes Licht dafür bekam er vom engeren Führungszirkel bereits vor dreieinhalb Wochen, der Abteilungs-Ausschuss stimmte an besagtem 5. März, natürlich stark ermutigt bis euphorisiert durch das Knights-Engagement, dann zu: Es soll investiert werden!

Kukiqi will den Stamm der Meistermannschaft, der viele zugetraut hätten, auch schon dieses Jahr unter den ersten vier der Oberliga zu landen, mit hochkarätigen Basketballern verstärken. Dass der Kern der Truppe dabei bleibt, ist nun natürlich die erste Aufgabe: Desmond Strickland (24 Jahre, 20,4 Punkte pro Spiel) , Shkelzen Bekteshi (24, 20,9) und Senkrechtstarter Akant Sengül (20, 19,5), sämtlich unter den Top-ten der Landesliga, sollen das Gerüst bilden, erste Annäherungsversuche verliefen positiv.

Am Sonntag in Derendingen zeigten die drei wieder einmal ihre Klasse, 69 der 88 Punkte gingen auf ihr Konto. Vor allem der nach seiner Bänderverletzung zurück gekommene Strickland wirkte wie aufgezogen. Aber auch der Rest des Teams trug sein Scherflein bei. Im letzten Viertel, als alles entschieden war, brachte Kukiqi mit Elias Tussetschläger, Chris Laar, Steffen Mauch (alle 18), Kevin Wanzke und Eren Sengül (beide 17), seine komplette Jugend-Combo, die letzten zwei Minuten standen diese fünf tatsächlich zusammen auf dem Feld.

Natürlich würde es Kukiqi auch freuen, wenn Abteilungsleiter und Kapitän Dominik Eberle noch einmal ein Jährchen dranhängen würde. Vor allem studienbedingt wird es natürlich auch ein paar Abgänge geben, aber das müsste durch die Neuzugänge, deren Namen Kukiqi noch unter der Decke hält, mehr als ausgeglichen werden. Spätestens bis zu den Pfingstferien soll das Team dann auch offiziell komplett sein.

Jetzt soll erst einmal bei den zwei verbliebenen Landesliga-Heimspielen die Meisterschaft gefeiert werden. Am kommenden Sonntag gegen Ehingen wird dabei schon ein Kandidat ausgelost, der am 29.3. den legendären „500-Euro-Schuss“ ausführen darf. Und beim Saisonfinale gegen Konstanz gibt es dann Freibier für alle – allerdings erst nach der finalen Schluss-Sirene! ut

VfL: Bekteshi (20/2), Gritschke, Laar (3), Mauch (3/1), Reza (3/1), A.Sengül (18), E.Sengül, Strickland (31/3), Tussetschläger (4), K.Wanzke, M.Wanzke (6).


 

Sorgen vor dem letzten Schritt

Ein einziger Sieg fehlt den VfL-Landesliga-Basketballern noch zu Meisterschaft und Aufstieg. Vor dem Spiel in Derendingen am Sonntag hat Coach Bekim Kukiqi aber reichlich Sorgen.

Kapitän und Abteilungsleiter Dominik Eberle im Urlaub, Jan Reichmuth unabkömmlich, Simon Zimmermann längst ausgeflogen – der ungeschlagene VfL kommt im Saisonendspurt etwas zerzaust daher. Da wird plötzlich Marsel Sibinovic zum Hoffnungsträger. Wegen Prüfungsstress seit Januar nicht mehr im Kader, hoffen die Kirchheimer nun auf das kleine Comeback des Centers, um die Eberle-Lücke wenigstens einigermaßen zu füllen. Stand Freitagnachmittag war noch nicht sicher, ob Sibinovic den dringenden Wunsch seines Trainers würde erfüllen können.

Dabei wäre bei normalen Voraussetzungen ein Sieg beim Tabellensechsten TV Derendingen 2 so sicher wie die Meisterschaft von Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Die Tübinger Vorstädter haben nämlich eine recht eigentümliche Bilanz: Gegen die fünf Teams vor ihnen in der Tabelle setzte es im bisherigen Saisonverlauf ausnahmslos Niederlagen, gegen die drei Kellerkinder hinter ihnen nur Siege. Wer aber beim designierten Vizemeister TSV Eriskirch nur mit elf Punkten (78:89) verliert und gegen Villingen-Schwenningen mit 14 (63:77), den sollte man nicht unterschätzen. Andererseits hat die Regionalliga-Reserve vier der letzten fünf Spiele verloren.

Unterschätzt hat Bekim Kukiqi bisher sowieso noch keinen Gegner. Genauso oft, wie er den Titel seines Teams prophezeit hat, hat er auch vor den Gegnern gewarnt. Und gerade Derendingen ist nicht in bester Erinnerung. Mitte Dezember kam der TV in die Sporthalle Stadtmitte, der VfL hatte eine Spielpause von drei Wochen zu verarbeiten – und tat sich viel schwerer als erwartet. Zur Pause führte man gerade mal mit 39:30, das Team verlor sich in Meckereien und gegenseitigen Vorwürfen. Am Ende bekam man natürlich wie immer die Kurve, das 72:57 war aber einer der schlechtesten Darbietungen des kommenden Oberligisten.

Der Aufstieg wäre ja fix bei einem Sieg am Sonntag! Bei dann noch ausstehenden zwei Spielen könnte Verfolger Eriskirch auch dann nicht vorbei, wenn der VfL seine beiden Heimspiele gegen Ehingen und Konstanz verlieren würde und Eriskirch alles gewinnt – bei Punktgleichheit würde der direkte Vergleich zählen, und da hat Kirchheim beide Spiele gewonnen. Aber der Knopf soll natürlich schon am Sonntag dran gemacht werden! ut

VfL: Bekteshi, Gritschke, Laar, Mauch, Reza, A. Sengül, Sibinovic (?), Strickland, Tussetschläger, M.Wanzke.


Der erwartete Pflichtsieg

Der Countdown geht aufs Ende zu: Nach dem 73:54 in Ehingen fehlt den VfL-Basketballern nur noch ein Sieg zu Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg.

Auf dem Zahnfleisch robben sich Kirchheims Landesliga-Basketballer dem Titel entgegen. Beim Vorletzten TSG Ehingen fehlte neben Desmond Strickland und den mittlerweile studienhalber verabschiedeten Marsel Sibinovic und Simon Zimmermann auch Coach Bekim Kukiqi, den ein Rückfall nach seiner Grippe im Haus hielt. Es fehlen so langsam aber auch Intensität, Spritzigkeit und der letzte Biss. Abteilungsleiter Dominik Eberle, der am Sonntagabend als Spielertrainer einsprang, drückte es so aus: „Es ist ein bissle die Luft raus.“

Beim Landesliga-Kellerkind reichte es trotzdem, zusammen mit dem U18-Spieler Eren Sengül standen neun Spieler zur Verfügung – nachdem sich am Samstag beim U20-Oberligaspiel bei Rot-Weiß Stuttgart noch Steffen Mauch und Chris Laar verletzt hatten.

Der Start war dementsprechend holprig, die Gastgeber von der Alb lagen nach sieben Minuten 9:8 vorne. Dann verletzte sich auch noch Aufbauspieler Jonathan Gritschke, der einen schmerzhaften Schlag aufs Schienbein bekommen hatte. Doch der VfL setzte nun immer konsequenter auf seine Center, denn da hatte Ehingen nichts annähernd Gleichwertiges aufzubieten. Der 17:4-Lauf bis zur 13. Minute und dem 25:13 sorgte für ausreichend klare Verhältnisse, zur Pause war beim 33:22 nur noch wenig Hoffnung bei der TSG – die sich drei Minuten später endgültig in Luft aufgelöst hatte: 42:24.

Der Rest, mit Eberles Worten: „Es war einigermaßen entspannt. Aber schön war es nicht.“

Wenigstens bekamen alle reichlich Spielzeit. Bis auf Gritschke, der es noch einmal versuchte, sofort aber wieder an der gleichen Stelle getroffen wurde. Seinen Job im Aufbau übernahmen Marco Wanzke und Chris Reza, die mit acht und fünf Punkten am Ende klar über ihrem Saisonschnitt lagen. Die Hauptarbeit im Angriff aber verrichteten Akant Sengül und Eberle unter dem Korb, zusammen erzielten beide 41 Punkte. 

Jetzt können die Kirchheimer Korbjäger zwei Wochen lang ihre Wunden lecken, dann geht es zum letzten Auswärtsspiel der Saison zum TV Derendingen. Bekommt man für diesen 15. März eine halbwegs komplette Mannschaft zusammen, dürfte die Meisterfeier fällig sein. Falls nicht, wird der Knopf am 22. März zu Hause, dann wieder gegen Ehingen, dran gemacht. Und eine Woche später, beim Abschluss gegen Konstanz, dann richtig gefeiert. ut 

VfL: Bekteshi (15/1), Eberle (14), Gritschke, Reichmuth (2), Reza (5), A.Sengül (27), E.Sengül, Tussetschläger (2), M.Wanzke (8/1).


Pflichtaufgabe ohne Strickland

Auch ohne ihren wichtigsten Spieler sollten die VfL-Landesliga-Basketballer am Sonntag beim Tabellenvorletzten TSG Ehingen (17.30) keine Probleme bekommen.

Noch zwei! Das ist der offizielle Countdown zur Meisterschaft und zum Oberliga-Aufstieg. Eine auf dem Papier sehr einfache Aufgabe bekommen die Kirchheimer Basketballer am Sonntagabend in der Ehinger Längenfeldhalle. So einfach, dass zwei Siege gegen den Vorletzten der Landesliga schon zu Weihnachten fest eingeplant waren. Was auch nachvollziehbar ist: Ehingen hat bisher erst zwei Spiele gewonnen. Am 15. November, als die ganze Liga aufhorchte bei der Nachricht vom 80:71 beim damaligen Dritten BV Villingen-Schwenningen 2. Mit nur fünf Spielern vollbrachte die TSG dieses kleine Basketball-Wunder. Und am 31. Januar  gegen den Letzten VfL Nagold (71:59). Allerdings scheint sich das Team stabilisiert zu haben, im neuen Jahr gab es keine echten Klatschen mehr, man schnupperte sogar an weiteren Erfolgen. So am 10. Januar beim 75:77 zu Hause gegen Derendingen. Und zweitweise auch bei den witzigerweise total identischen 53:67-Niederlagen in Ravensburg und Konstanz.

Andererseits können einem ungeschlagenen Tabellenführer, der zwölfmal antrat und zwölfmal klar gewann, die Befindlichkeiten und Details so eines Gegners normalerweise völlig egal sein. Gäbe es da nicht dieses Detail auf der eigenen Seite: Erstmals muss Coach Bekim Kukiqi auf seinen Star Desmond Strickland verzichten. Nach seiner Bänderverletzung beim Spiel in Söflingen warf der Amerikaner am Donnerstag zwar seine Krücken in die Ecke, an Sport ist aber noch nicht zu denken. Das nächste Spiel ist dann erst am 15. März in Derendingen, bis dahin sieht der behandelnde Arzt Dr. Christ keine Probleme für Strickland, aufs Feld zurückzukehren.

Jetzt aber in Ehingen muss das Team ohne ihren Anführer auskommen. Und natürlich weiter ohne Marsel Sibinovic,  Simon Zimmermann (beide Studium) und womöglich Jan Reichmuth (Grippe-Nachwirkungen). Und trotzdem darf da natürlich nichts schiefgehen – Kukiqi: „Ich mache mir da überhaupt keine Sorgen. Wir sind auch in dieser Konstellation klar besser als Ehingen.“ ut

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Mauch, Reichmuth (?), Reza, A.Sengül, E.Sengül, Tussetschläger, M.Wanzke.


Sieg geschafft, Star verloren

Hauptthema nach dem 82:69 bei der TSG Söflingen 2 war für die VfL-Landesliga-Basketballer die Verletzung von Desmond Strickland.

Die gute Nachricht: Der VfL ist durch! Es fehlen zwar noch zwei Siege, doch Hochkaräter stehen keine mehr auf dem Spielplan. Stattdessen gleich zweimal der Tabellen-Vorletzte TSG Ehingen.

Die schlechte Nachricht: Desmond Strickland ist verletzt und wird dem Team mindestens eine Woche lang nicht zur Verfügung stehen. Also auch nicht beim ersten Ehingen-Spiel am kommenden Sonntag.

Es war unmittelbar vor Ende der ersten Hälfte, Coach Bekim Kukiqi sagte das System „Five out“ an, Strickland bekam den Ball und sollte eigentlich einen seiner berühmten Dreier von ganz weit draußen nehmen. „Mein Gegenspieler kam raus, deshalb bin ich zum Korb gezogen“, berichtet der 24-jährige Amerikaner. Eigentlich eine gute Idee. Nur nicht in diesem Fall! Auf dem Weg zum Korb wurde Strickland böse gefoult, verlor völlig die Körper-Kontrolle und schlug so auf, dass er seinen rechten Fuß unter sich begrub. An ein Weiterspielen war nicht zu denken, Knights-Arzt Dr. Clemens Christ konnte per Röntgen-Aufnahme am Montagmorgen allerdings teilweise Entwarnung geben: Nichts gebrochen, nichts gerissen, eine Woche Pause auf Krücken könnte ausreichen, um die lockeren Bänder wieder in Form zu bekommen.

Bis dahin hatte die Kukiqi-Truppe die erwartete Vorstellung abgegeben, trotz der vielen Ausfälle. Wozu übrigens noch am Morgen Marsel Sibinovic gekommen war: Überraschend beim Abschlusstraining am Freitag aufgetaucht, nahm Kukiqi den Center in den Kader – nur um am Sonntagmorgen die schlechte Nachricht zu erhalten: Auch Sibinovic hatte die Grippewelle erfasst.

Ein starker Start gelang trotzdem, 26:12 lautete die dominante Führung nach den ersten zehn Minuten. Als Strickland dann ausfiel, war die Führung auf 22 Punkte und den Pausenstand von 50:28 angewachsen.

Der Rest war ein Abnutzungskampf, bei dem sich die Söflinger als das Team erwiesen, das man erwartet hatte – Kukiqi: „Hut ab, das ist eine starke Mannschaft. Mit Winter und Friede haben sie auch zwei echte Topleute.“

Vor allem Center Marcel Friede setzte den VfL-Langen Dominik Eberle und Akant Sengül kräftig zu, kam am Ende auf 25 Punkte. Doch die schlugen vor allem offensiv toll zurück, machten zusammen 36 Punkte. Dabei muss man bedenken, dass der 20-jährige Sengül seine Rookie-Saison bei den Erwachsenen spielt. Seine 26 Punkte und wieder sicherlich über 15 Rebounds sind vor diesem Hintergrund noch sensationeller.

Er und Shkelzen Bekteshi nahmen nach Stricklands Ausfall die Verantwortung in die Hand. Und wie! Alle 32 Punkte der zweiten Hälfte stammten ausnahmslos von den beiden. Bekteshi traf in Ermangelung weiterer Schützen dreimal aus dem Dreipunkte-Land, Sengül ackerte unter den Körben. Trotzdem stand es eine Minute vor Schluss nur noch 77:69. Doch die TSG musste nun foulen, um die Uhr anzuhalten, Kirchheim schaffte es geschickt, ihren besten Freiwerfer (86 % Trefferquote in dieser Saison) an die Linie zu bringen, und Bekteshi lieferte mit fünf von sechs auch. Auf der Gegenseite verfehlten alle Verzweiflungswürfe ihr Ziel, so dass am Ende doch wieder 13 Punkte Vorsprung auf dem Scoreboard standen.

Der Stoßseufzer von Bekim Kukiqi ist natürlich trotzdem nachvollziehbar: „Das war eine echt schwere Geburt. Ein Team, das so ein Spiel noch gewinnt, wird verdient Meister. Allerhöchsten Respekt an meine ganze Mannschaft!“ ut

VfL: Bekteshi (29/4), Eberle (10), Gritschke (4), Reza (2), A.Sengül (26), E. Sengül (n.e.), Strickland (11/3), K.Wanzke (n.e.), M.Wanzke.


Geplant: Der große Sprung

Beim Auswärtsspiel beim Tabellendritten TSG Söflingen 2 am Sonntag (17.30) muss Landesliga-Spitzenreiter VfL Kirchheim noch einmal alle Kräfte mobilisieren.

Vier Stammspieler nicht dabei, wenig Hilfe aus der Jugend, der Coach gerade so eben von der grassierenden Grippe aufgestanden: Die Voraussetzungen für das schwerste der fünf Restspiele der Landesliga könnten besser sein. Schließlich müssen die VfL-Basketballer zur Oberliga-Reserve der TSG Söflingen, zum Aufsteiger, der auf Platz drei steht und bisher erst viermal verloren hat. Zweimal gegen Villingen-Schwenningen, einmal gegen Eriskirch und einmal natürlich gegen den VfL. Damals, beim 97:63 am 22. November, hielten die Ulmer Vorstädter lange mit – 53:43 nach 24 Minuten –, bis sich der Landesliga-Dominator doch noch sehr klar durchsetzte.   

„Das war natürlich keine optimale Vorbereitung mit den vielen Krankheiten und Abwesenheiten“, beschreibt Bekim Kukiqi die vergangene Woche. Simon Zimmermann und Marsel Sibinovic studienbedingt sowieso weg, Jan Reichmuth und Elias Tussetschläger krank, der eine oder andere erkältet: An ein geregeltes Training war in der Faschingswoche nicht zu denken. Bange ist dem VfL-Coach trotzdem nicht: „Wenn jetzt keiner mehr zusätzlich ausfällt, mache ich mir keine Sorgen, dann kann nicht viel schiefgehen. Wir können das kompensieren, wenn es mal nicht optimal läuft.“

Ernst genommen wird der Gegner, der vor zwei Jahren noch in der Kreisliga spielte, natürlich trotzdem. Schließlich würde ein Sieg einen riesengroßen Sprung Richtung Oberliga bedeuten. Mit den beiden eingeplanten Erfolgen gegen das Kellerkind TSG Ehingen im März wären dann nämlich die drei noch nötigen Siege so gut wie sicher.

Kukiqi: „Wir wissen, was zu tun ist, wir wissen, was Söflingen kann.“ Das ist vor allem Werfen! Mit Max Winter (3,4 Dreier pro Spiel) und Philipp Weber (1,7) hat die TSG zwei Scharfschützen, die den Kirchheimern Desmond Strickland (3,6) und Shkelzen Bekteshi (1,7) in nichts nachstehen. Weber allerdings hatte ebenfalls die Grippe erwischt, sein Einsatz ist fraglich. Topscorer Winter (18,2 Punkte pro Spiel) und Söflingen zweitbester Scorer Marcel Friede (17,3) sind nach Aussage von TSG-Boss Andreas Bobbe dagegen „fit und heiß wie Frittenfett“. Der Allesmacher beim Aufsteiger verbreitet Zweckoptimismus: „Natürlich will jeder den designierten Meister schlagen, aber wir wissen, was auf uns zukommt.“ Nämlich vor allem die beste Defensive der Liga, die bisher noch jeden Gegner zur Verzweiflung brachte. ut

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Mauch, Reichmuth (?), Reza, Sengül, Strickland, Wanzke.


Keine Probleme für Rumpfteam

Mit 88:57 gewannen die VfL-Basketballer das Pool-Halbfinale des Bezirkspokals beim Kreisligisten TSV Pliezhausen.

Ohne die sieben erkrankten, verhinderten oder verletzten Stammspieler Bekteshi, Eberle, Gritschke, Reichmuth, Reza, Sibinovic und Zimmermann musste VfL-Coach Bekim Kukiqi, der am Sonntag selbst mit Fieber im Bett lag und durch U16-Coach Marco Wanzke als Spielertrainer vertreten wurde, unter der Woche ein Team um seine verbliebenen vier Landesliga-Spieler basteln. Die U20-Akteure Steffen Mauch, schon in Villingen-Schwenningen erstmals bei der Ersten dabei, und Debütant Vincent Eder sowie aus der U18 Tim Schmauder, Eren Sengül und Kevin Wanzke füllten so die Reihen beim Pliezhausen-Trip am Sonntagabend auf – und mehr als das.

Mauch stand sogar in der ersten Fünf und versenkte gleich mit dem ersten Angriff einen Dreier. Gastgeber TSV Pliezhausen, der eine Woche zuvor beim Qualifikationsturnier knapp die Teilnahme an der Bezirksliga-Aufstiegsrunde verpasst hatte, hatte trotz der Personalprobleme des Landesliga-Spitzenreiters natürlich nie eine Chance.

Plus zehn, plus 13, plus sechs, plus zwei: So gewann der VfL die vier Viertel, und dass es trotz der 50 Punkte zur Pause (50:27) diesmal keinen Hunderter gab, schmerzte niemand. Alle neun Spieler trugen sich auf der Scorerliste ein, fünf der neun trafen Dreier.

Im Poolfinale des Bezirkspokals muss der VfL nun zur TSG Reutlingen 2, die derzeit in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga steht. Wird dort gewonnen, steht man im Final Four – für das Geschäftsführer Uli Tangl bei Bezirkspokal-Staffelleiter Tangl bereits eine Bewerbung zur Ausrichtung am 25. April abgegeben hat… ut

VfL: Eder (1), Mauch (11/3), Schmauder (5/1), A.Sengül (29), E.Sengül (3/1), Strickland (16/2), Tussetschläger (13/1), K.Wanzke (1), M.Wanzke (9).


Der Countdown läuft: Noch drei!

Das Problemspiel endete mit einem „null problemo“! Beim Ex-Verfolger BV Villingen-Schwenningen 2 gewannen die Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim souverän 87:58.

Es hatte Skeptiker gegeben: Würde der VfL auswärts ohne vier Stammspieler bei eine der besten Mannschaften der Landesliga bestehen können? Marsel Sibinovic, Jan Reichmuth, Simon Zimmermann und Elias Tussetschläger fehlten beim Schwarzwaldtrip am Samstagabend aus unterschiedlichen Gründen, Kapitän Dominik Eberle kam direkt aus Köln mit fünf Zugstunden in den Beinen. Die Regionalliga-Reserve aus Schwenningen hatte seit Mitte Dezember mit Kristiyan Borisov (26) einen neuen Aufbau aus der Ersten dabei, der bei allen vier Spielen seither zweistellig gepunktet hatte. Selbst der chronisch optimistische Kirchheimer Coach Bekim Kukiqi hatte vor dem Spiel gemeint: „Das wird unsere schwerste Aufgabe im Restprogramm, die Vorbedingungen sind sehr ungünstig.“

Und dann schickt Kukiqi seine erste Fünf aufs Feld und die zerlegt den Gastgeber im ersten Viertel mit 29:10! Und trifft dabei elf von elf Freiwürfen! Kukiqi: „Das macht mich besonders stolz, das haben wir zuletzt immer intensiver trainiert.“ Am Ende waren es 23 von 25!

Defensiv war die Leistung aber womöglich noch bemerkenswerter. Kukiqi ließ wieder Shkelzen Bekteshi auf den jungen Liga-Topscorer Jonas Dast los. Der macht, wenn es nicht gerade gegen den VfL geht, 24,4 Punkte pro Spiel. Wenn ihm Kirchheims Klette auf den Füßen steht, nur 4,5! Desmond Strickland wurde auf Borisov gehetzt. Das setzte dem dermaßen zu, dass er zu Beginn der zweiten Hälfte die Nerven verlor, er viel zu viel meckerte, zwei technische Fouls bekam und schließlich wegen Schiedsrichter-Beleidigung disqualifiziert wurde. Magere vier Pünktchen hatte er bis dahin auf dem Konto.

Da war das beste Viertel der Gastgeber schon Vergangenheit. Nachdem der VfL „nur noch“ 41:25 führte, hatte Kukiqi seine Truppe in der Kabine beruhigt, die ging nach etwas schwächeren zehn Minuten wieder mit Volldampf aufs Feld. Und bekam, nachdem Borisov draußen war, kaum mehr Widerstand. Gegen Ende des dritten Viertels standen mit Steffen Mauch (U20) und Tim Schmauder (U18) sogar beide „Ersatz-Youngster“, die aufgrund der Personalnot in den Kader kamen, zusammen auf dem Feld – und schenkten dem Gegner jeder einen blitzsauberen Dreier ein.

66:36 nach 30 Minuten, der Rest war reine „Garbage-Time“, wie die Erfinder des Basketball es nennen, bedeutungslose „Müllzeit“.

Kukiqi fasste nach der Schlusssirene und dem 87:58 zusammen: „Das war eine Wahnsinns-Leistung von der ganzen Truppe.“

Jetzt erlaubt er auch den Countdown: Noch drei! Was bedeutet: Der VfL braucht noch drei Siege aus den restlichen fünf Spielen, um Titel und Oberliga perfekt zu machen. Jetzt allerdings ist erst einmal Faschingspause. Am 22. Februar geht es dann nach Söflingen. Da könnte ein ziemlich großer Knopf an die Meisterschafts- und Aufstiegsweste gemacht werden. ut

VfL: Bekteshi (30), Eberle (11), Gritschke (4), Laar, Mauch (9/2), Reza, Schmauder (3/1), Sengül (18), Strickland (12/1), Wanzke.


 

Die größte Hürde vor dem Titel

Am Samstagabend gilt es für die VfL-Landesliga-Basketballer: Beim Tabellendritten BV Villingen-Schwenningen 2 (17.30 Uhr, Deutenberghalle) beginnt eine Serie von vier Auswärtsspielen.

Vor dem voraussichtlich schwersten Spiel im Restprogramm von nur noch sechs Spielen plagen VfL-Coach Bekim Kukiqi die größten Sorgen. Center Marsel Sibinovic fällt wegen Prüfungsstress ja länger aus, nun haben für das womöglich entscheidende Spiel im Schwarzwald gleich drei weitere Akteure abgesagt: Jan Reichmuth fehlt ebenso aus Studiengründen wie Simon Zimmermann, Elias Tussetschläger ist privat verhindert. Zwölf minus vier – plus zwei! So lautet Kukiqis Formel, der die Jugendspieler Steffen Mauch (U20) und Tim Schmauder (U18) mit nach Schwenningen nimmt.

Eine andere Formel lautet: Noch vier aus sechs! Denn noch viermal muss der VfL gewinnen, um den Titel und den Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen – wenn Konkurrent TSV Eriskirch immer gewinnt. Da im Programm gleich zwei Spiele gegen das Kellerkind TSH Ehingen (2:8 Siege) stehen, reduziert sich die Pflicht realistischerweise auf  zwei Siege. Gelingt einer am Samstag, fehlt also nur noch einer. Allerdings stehen vier Auswärtsfahrten bevor. Weiter geht es am 22. Februar beim Vierten TSG Söflingen, nach dem Spiel in Ehingen am 1. März folgt am 15. März der Trip zum Sechsten TV Derendingen 2 – bevor bei den beiden abschließenden Heimspielen nur noch gefeiert werden soll.

Von allen diesen Aufgaben erscheint die am Samstag als die schwerste. Aufsteiger BV Villingen-Schwenningen 2, die Reserve des Regionalliga-Zweiten wiha Panthers Schwenningen, hat bisher eine super Saison gespielt, bisher erst einmal richtig schlecht gespielt: Am 15. November beim 71:80 zu Hause gegen die TSG Ehingen, die damals nur zu fünft antrat. Zwei Niederlagen kamen gegen die Topteams Kirchheim (57:92) und Eriskirch (72:90) zustande, eine am vergangenen Wochenende bei den starken Konstanzern 867:85). Da fehlte Liga-Topscorer Jonas Dast (Fortbildung) – der ist mit 224 Punkten (22,4 pro Spiel) bisher als einziger erfolgreicher als Kirchheims Star Desmond Strickland (191, 21,2).

Strickland nahm sich in der Woche zurück, kurierte sein verstauchtes Handgelenk aus und stieg erst wieder am Freitag ins Training ein. 100-prozentige Fitness kann man von ihm kaum erwarten.

Insgesamt also durchaus Voraussetzungen, die skeptisch stimmen. Im Hürdenlauf zum Aufstieg wird Villingen-Schwenningen so zwar nicht zur  letzten, sicherlich aber zur größten Hürde. ut

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Mauch, Reza, Schmauder, Sengül, Strickland, Wanzke.


Ein hoch konzentrierter Spaziergang

129:41 – solche Ergebnisse gibt es sonst nur im Pokal. Die VfL-Landesliga-Basketballer schafften das im Ligaspiel gegen den TSB Ravensburg – der nur zu fünft antrat…

„Den fünf Ravensburgern kann ich nur meinen allerhöchsten Respekt aussprechen. Dass sie das auf sich genommen haben und nie den Kopf hängen ließen, spricht für ihren Charakter.“ Das Lob von Kirchheims Coach Bekim Kukiqi nach einem sehr ungewöhnlichen Basketballspiel am Samstagabend in der Sporthalle Stadtmitte galt fünf armen Tröpfen, die trotz Verletzungs- und Krankheitsmisere, und trotz der sehr widrigen Witterungsbedingungen nach Kirchheim gekommen waren, um sich eine Deklassierung abzuholen.

Der VfL hingegen nutzte auch dieses Spiel, wie das vor einer Woche in Nagold (122:56), zu vielen Experimenten und als Übung, wie man trotz fehlendem sportlichen Wert dennoch konzentriert und zielstrebig Basketball spielt. Bis auf wenige Ausnahmen gelang das ganz hervorragend! Kukiqi fasste es so zusammen: „Wir haben erneut unsere Klasse gezeigt.“

Highlights gab es für die diesmal nur 100 Zuschauer auf jeden Fall einige zu sehen. Das Beste passierte im dritten Viertel: In der 26. Minute traf Simon Zimmermann (im dritten Spiel nach seinem Comeback) seinen ersten Dreierversuch im Spiel – und drei Minuten später schlug sein fünfter Treffer nacheinander von jenseits der 6,75-Meter-Linie ein! Basketball-Kommentator „Buschi“ Buschmann hätte sicherlich sein berühmtes „Rattattattattaaa“ gleich mehrfach angestimmt, die Fans in der Sporthalle Stadtmitte waren auf jeden Fall angemessen aus dem Häuschen.

Stark natürlich auch die 18 Rebounds von  Akant Sengül, der wie weiland Rebound-Künstler Dennis Rodman eine eingebaute Antenne zu haben scheint, die ihm anzeigt, wohin der Ball nach einem vergebenen Wurf hinfliegt. Sengüls zwei Dunkings waren allerdings auch nicht von schlechten Eltern.

Kapitän (und Abteilungsleiter) Dominik Eberle schnappte sich „nur“ 13 Rebounds, er glänzte darüber hinaus mit einer tollen Wurfquote von fast 80 Prozent – bei 14 Versuchen verfehlte er das Ziel nur dreimal.

14 Treffer von 21 zeigte die Bilanz bei Topscorer Shkelzen Bekteshi, seine Spezialität neben der gnadenlosen Wurf-Effektivität waren allerdings die Ballgewinne: sechs bis zur Pause. Da hat er sich offensichtlich viel von seinem Bruder Besnik (ProA in Gießen) abgeschaut.

Etwas zurück hielt sich dafür Desmond Strickland. Am Freitag war er beim Spielen mit seinen Schulkindern ausgerutscht und hatte sich das Handgelenk verstaucht. Er hat nun die Führung in der Scorerliste der Landesliga verloren und liegt „nur“ noch bei Dreiern (3,9 pro Spiel) und Freiwürfen (92,3 %) an der Spitze.

Zum Spiel gibt es nur zwei Dinge zu berichten. Zwischen der 6. Minute (26:8) und der 11. schlich sich der Schlendrian beim VfL ein, der bis zum 30:24 dauerte. Kukiqi: „Da ging das Spiel an uns vorbei, da hatten fast alle etwas anderes im Kopf.“ Die Schwächephase wurde mit einem 22:2-Lauf zum 52:26 (17.) beantwortet.

In der Pause (65:32) gab Kukiqi dann den Auftrag, den Gegner unter 50 Punkte zu halten. Sein Team nahm das sehr ernst – und legte einen 33:0-Lauf hin! Als Ravensburgs Gernot Voelcker, ein bisschen eine Radi-Tomasevic-Imitation, zwei Freiwürfe traf, war das Viertel vorbei und der VfL98:34 vorn.

Jan Reichmuth war es kurz darauf vorbehalten, mit einem Dreier die 100 voll zu machen, Kukiqi testete immer mal wieder die neue Press-Verteidigung, und am Ende stand das 129:41 – Auftrag erfüllt. ut

VfL: Bekteshi (31/2, 67 % Wurfquote, 6 Steals), Eberle (22, 79 % Wurfquote, 13 Rebounds), Gritschke (15), Reichmuth (3/1), Reza, Sengül (18, 18 Rebounds), Strickland (14/3, 8 Assists), Tussetschläger (4), Wanzke (6), Zimmermann (16/5, 63 % Dreierquote).

Boxscore


Die nächste Pflichtaufgabe wartet

Am Samstagabend, zur „Knights-Zeit“ um 19.30 Uhr, erwartet Landesliga-Tabellenführer VfL Kirchheim den TSB Ravensburg in der Sporthalle Stadtmitte.

Man kann nicht anders als auch dieses Spiel, gegen den Tabellensiebten, als Pflichtaufgabe zu bezeichnen. Der ungeschlagene Spitzenreiter Kirchheim(9:0 Siege) ist natürlich haushoher Favorit gegen ein Team, das erst zwei Erfolge in dieser Saison feiern konnte: Bei den Schlusslichtern Nagold (83:69) und Ehingen (68:57). Dazu gab es ein paar ehrenvolle Niederlagen gegen den Dritten Villingen-Schwenningen (66:73), in Derendingen (88:91) oder gegen Konstanz zuletzt (75:85), vor allem aber gegen den Nachbarn TSV Eriskirch, der beim 85:76-Sieg Ende November ganz schön zu knabbern hatte. Es gab aber auch eher peinliche Schlappen wie das 57:79 in Konstanz oder die 51:104-Heimniederlage gegen die Söflinger Oberliga-Reserve. Nach dem Abgang der beiden besten Spieler nach Eriskirch ist der langjährige Landesligist einfach im Umbruch und wird am Ende froh sein, die Klasse zu erhalten. Dominik Fischer, in der vergangenen Saison für den TSB der zweitbeste Scorer der Landesliga mit 21,2 Punkten im Schnitt, spielt jetzt ebenso für den schärfsten VfL-Konkurrenten um Aufstieg und Meistzerschaft wie Denis Smailagic (16,3).

VfL-Coach Bekim Kukiqi hat zumindest Respekt: „Die Ravensburger sind nicht so schlecht, wie manche Ergebnisse aussagen. Die spielen eine unangenehme Zone, die, wenn man nicht von außen trifft, schon Probleme bereiten kann.“ Er sagt aber auch: „Das alles macht uns sicher keine Angst“, und gibt sieben Spieltage vor Saisonende die Richtung an: „Wir denken weiter von Spiel zu Spiel, alles andere interessiert uns momentan nicht.“

Kukiqi kann auf dasselbe Team zurückgreifen, das beim 122:56 in Nagold so trefflich funktionierte.

Beim Hinspiel in Ravensburg gewann der VfL 87:66, zur Pause stand es im Oktober allerdings nur 42:38. Der klare Sieg wurde erst mit einem 26:14 im Schlussviertel eingetütet. Topscorer war auch damals Desmond Strickland, dessen sechs Dreier letztendlich die Ravensburger Zonen-Verteidigung knackten.

Stricklands Akkuratesse von außen wird sicherlich auch am Samstag gebraucht. Vor allem aber eine disziplinierte Teamleistung in der Defensive. Da sollte man ein Auge auf TSB-Topscorer Kevin Savic werfen. Der Forward hat es bisher auf 15,8 Punkte pro Spiel gebracht und führt die Liga bei den Freiwurf-Versuchen an: 79-mal stand Savic schon an der Linie. Getroffen hat er von dort allerdings nur 37-mal, also weniger als die Hälfte. ut

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Reichmuth, Reza, Sengül, Strickland, Tussetschläger, Wanzke, Zimmermann.


122:56 – Spaziergang in Nagold

Es waren dann doch noch mehr als zwei Klassen Unterschied: Die VfL-Landesliga-Basketballer gewannen beim VfL Nagold 122:56 – und machten es noch gnädig.

102:39! Nach 30 Minuten! Die Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten der Landesliga, dem VfL Nagold, hat Spitzenreiter VfL Kirchheim in beeindruckender Manier gelöst. Ein tiefenentspannter Coach Bekim Kukiqi nach dem Spiel: „Wir wollten hier wie ein Tabellenführer auftreten, das haben wir getan. Das war eine Deklassierung, aber keine Demütigung.“

Immerhin sieben Spieler konnten die Gastgeber aufbieten, das waren schon mal mehr als bei zwei anderen Heimspielen. Die Partie begann mit einem Vier-Punkte-Spiel von Jonathan Gritschke: Bei seinem Dreier-Versuch wurde er gefoult, traf trotzdem und setzte noch den Freiwurf obendrauf. Ansonsten ist es eher müßig, vom Spielverlauf zu berichten, es genügen die Statistik der Viertel und einige Details. 34: 12 nach dem ersten Viertel, 66:24 zur Pause, nach dem fulminanten dritten Viertel, als Kukiqi seine neue Pressdeckung üben ließ, bereits 102:39 – Center Akant Sengül, der mit fortschreitender Spielzeit immer mehr heiß lief, hatte die Ehre (und die Last), den hundertsten Punkt zu machen. Das Spiel endete fast genauso, wie es begonnen hatte: Gritschke traf, wurde dabei gefoult und versenkte den Bonus-Freiwurf zum 122:56.

Vorher hatte U20-Center Christian Laar seine allerersten Landesliga-Punkte erzielt, U20-Flügel Elias Tussetschläger seinen allerersten Landesliga-Dreier. Und Simon Zimmermann im zweiten Spiel nach seinem Comeback mal so eben fünf Dreier eingestreut.

Apropos Üben: „Das war ein sehr gutes Spiel zum Lernen“, gewann Kukiqi dem Abend den wichtigsten Aspekt ab. Alle elf Spieler bekamen reichlich Spielzeit, viel wurde ausprobiert, viel gelang. Da schmerzte es die sonstigen Topscorer Desmond Strickland und Shkelzen Bekteshi nicht allzu sehr, dass sie weit unter ihrem Saisonschnitt blieben. Die letzten 15 Minuten saßen beide schließlich auf der Bank.

Dafür konnten sich die Center austoben: Dominik Eberle mit 26 und Sengül mit 22 Punkten dominierten die Bretter, Kapitän und Abteilungsleiter Eberle konnte dabei seine bisher eher magere Freiwurfbilanz aufbessern: Bei elf Ausflügen an die Linie war er zehnmal erfolgreich.

Wie geht es weiter? Kommenden Samstag kommt der Tabellensiebte TSB Ravensburg in die Sporthalle Stadtmitte. Das wird kein Spaziergang, aber doch eine der leichteren Aufgaben. Anschließend folgt die Reise zum Dritten Villingen-Schwenningen. Wird auch da die weiße Weste nicht beschmutzt, kann der Verein langsam in die Planungen für die Oberligasaison 2015/16 einsteigen. ut

VfL: Bekteshi (9), Eberle (26, 10:11 Freiwürfe), Gritschke (11/1), Laar (2), Reichmuth (7), Reza (4), Sengül (22), Strickland (12/1), Tussetschläger (4/1), Wanzke (8), Zimmermann (17/5).


„Wir sind Tabellenführer!“

Eine Pflichtaufgabe erwartet die Landesliga-Basketballer am Sonntag im Schwarzwald: Beim Tabellenvorletzten VfL Nagold darf man sich keinen Ausrutscher erlauben.

„Wir sind Tabellenführer! Und so wollen wir in Nagold auch auftreten.“ Die Ansage von Coach Bekim Kukiqi ist eindeutig – und die Chance, dass sich sein Team daran hält, relativ groß. Allerdings muss man in den nächsten Wochen einen Ausfall verkraften: Marsel Sibinovic (bisher 33 Punkte in fünf Spielen) steckt beim Studium in Biberach im Prüfungsstress und nimmt sich eine Auszeit bis Ende Februar – das sind immerhin fünf Spiele, darunter die Auswärtsfahrt zum Dritten Villingen-Schwenningen.

Umso mehr stehen seine Kollegen in der Pflicht, die Punkte bei den eher schwächeren Teams zu holen. Viel hat Aufsteiger Nagold schließlich noch nicht gerissen in dieser Saison. Ein Sieg am grünen Tisch gegen den TV Konstanz 2, der am ersten Spieltag vergessen hatte, einen Spieler auf dem Mannschaftsmeldebogen einzutragen, dann am 19. Oktober der einzige Erfolg auf dem Feld: Das 77:72 gegen Schlusslicht TSG Ehingen. In den sechs Spielen seither gab es nur Niederlagen, im Schnitt lautete das Ergebnis 64:100! Bei einigen Spielen trat der VfL nur mit fünf oder sechs Spielern an. Zur Erinnerung: Zum Hinspiel in Kirchheim brachte Nagold nicht einmal fünf Spieler zusammen, die Begegnung musste abgesagt werden!

Einziges positives Merkmal: Beim 69:83 am 1. November gegen Ravensburg machte Lukas Angermüller 31 Punkte – und steht damit auf Platz 1 der Scorerliste. Allerdings wohl nur, weil das sein einziges Saisonspiel war… 

Man übertreibt also nicht, wenn man vor diesem Match einen Zwei-Klassen-Unterschied behauptet: Kirchheim ist oberligareif, Nagold allenfalls Bezirksliga. Und da im Basketball, anders als im Fußball, die bessere Mannschaft fast immer gewinnt, dürfte da nichts schiefgehen – sofern das Team die Bächlenhalle rechtzeitig zum Spielbeginn am Sonntagabend (18.00 Uhr) findet… ut  

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Reichmuth, Reza, Sengül, Strickland, Tussetschläger, Wanzke, Zimmermann.


300 Zuschauer feiern ein Basketballfest

Das „Spiel des Jahres“ der Kirchheimer Landesliga-Basketballer hielt, was es versprach: Dramatik, Spannung, Klasse! Am Ende gewann die bessere Mannschaft, der VfL, mit 80:72 gegen den TSV Eriskirch.

Acht Spiele, acht Siege: Oberliga, wir kommen? Die 300 Zuschauer, die am Sonntagabend die Sporthalle Stadtmitte zum zweiten Mal am vergangenen Wochenende zum Basketball-Tollhaus machten, dürften nicht daran zweifeln. Zu stark war es einfach, dieses Spiel des Ersten gegen den Zweiten, hier wurde, das bestätigten auch die Experten wie zum Beispiel Ex-Coach Pasko Tomic oder die vielen Knights-Profis in der Halle, deutlich über Landesliga-Niveau gespielt. Und die Gäste vom TSV Eriskirch gaben ihren Teil dazu – VfL-Coach Bekim Kukiqi: „Großen Respekt für den Gegner, das ist wirklich eine gute Mannschaft.“

Tatsächlich hatte die Gerüchteküche etwas Wahres verkündet: Der Tabellenzweite kreuzte mit einem im Hauruck-Verfahren verpflichteten Amerikaner auf! Nickolas O’Brian Mosley hatte erst am Mittwoch seine  Freigabe erhalten, die Eriskircher hatten alle dicht gehalten. Und der zwei Meter große, sprunggewaltige Power Forward avancierte gleich zum König unter den Brettern und Topscorer mit 19 Punkten.

Doch der Reihe nach: im ersten Viertel brannten beide Teams ein Basketball-Feuerwerk ab, das die Fans staunen ließ. Offensiv klappte fast alles, beide Kontrahenten trafen aus allen Lagen (extrem wieder einmal Desmond Strickland mit vier Dreiern), das Zwischenergebnis von 27:27 symbolisierte zehn nahezu perfekte Minuten – Kirchheim konnte neun Assists verbuchen!

Kukiqi brachte im zweiten Viertel zunächst seine zweite Fünf, Eriskirch ließ alle Stars auf dem Feld, und so gab es einen kleinen Rückschlag. Doch nach dem 27:32 (12.) kämpfte sich der VfL sofort wieder in die Spur, die Topscorer Desmond Strickland und Shkelzen Bekteshi kamen zurück und erzielten zwölf der 14 Punkte zum 41:42-Anschluss (18.). Zur Pause stand es erneut Unentschieden (46:46), eine gute Pausenansprache war gefragt.

Die Wirkung der Erläuterungen von Kukiqi ließ allerdings auf sich warten: Die Gäste gingen mit einem 9:0-Lauf mit 57:53 in Führung (25.), doch der VfL schlug zurück. Der 11:0-Lauf vom 55:58 (26.) zum 66:58 (27.), der vor allem auf eine deutlich gesteigerte Intensität in der Abwehr und bereits nachlassende Kräfte beim TSV zurückzuführen war, bedeutete eine kleine Vorentscheidung.

Denn im letzten Viertel ging auf beiden Seiten offensiv nicht mehr viel. Zunächst verkürzte Eriskirch auf 70:68 (31.) – und blieb danach geschlagene fünf Minuten komplett ohne Erfolgserlebnis. Aber auch der VfL machte durch Akant Sengül, der insgesamt ein irres „Double-Double“ von 16 Punkten und 16 Rebounds schaffte und sich allein im Schlussviertel acht Abpraller angelte,  magere fünf Pünktchen in dieser Zeit. So wurde es doch noch einmal brenzlig, die Gäste kamen drei Minuten vor Schluss auf 75:72 heran.

Doch Kirchheim hat ja Desmond Strickland! Der Amerikaner, der nach dem Spiel ein „I love Germany“-T-Shirt überstreifte, lochte seinen sechsten Dreier ein. Und zwar vom Parkplatz, wie es seine Landsleute nennen, wenn man von ganz weit draußen den Korb trifft. Es waren fast neun Meter Entfernung, von der Strickland seinen letztlich spielentscheidenden Extrem-Fernwurf zum 78:72 einlochte und seine sagenhafte Sahneleistung krönte.

Bekim Kukiqi lobte natürlich trotzdem alle: „Heute waren wir ein Team, auf dem Feld und auf der Bank. Ich bin unheimlich stolz auf diese  Mannschaft!“

Und? Wird der VfL jetzt Meister und steigt in die Oberliga auf? Bei noch ausstehenden acht Spielen kann er sich zwei Niederlagen leisten. Kukiqi weist natürlich nur auf das nächste Spiel hin: „Ab Dienstag reden wir nur noch über Nagold!“ Und lässt sich dann doch hinreißen: „Wenn wir das noch vergeigen, höre ich mit dem Basketball auf!“ ut

VfL: Bekteshi (17/2), Eberle (2, 5 Rebounds), Gritschke (4), Laar (n.e.), Reichmuth (3), Reza, Sengül (16, 16 Rebounds), Sibinovic (7), Strickland (31/6, 65 % Wurfquote, 7 Rebounds, 4 Assists, 5 Steals), Tussetschläger, Wanzke (n.e.), Zimmermann.

Boxscore


 

Es ist angerichtet: Das Spiel des Jahres

Es klingt verfrüht, ist aber nicht abwegig: Wenn die Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) zum Rückrunden-Auftakt den Verfolger TSV Eriskirch schlagen, steht man mit einem Bein in der Oberliga.

Erster gegen Zweiter, der ungeschlagene Tabellenführer gegen den seit Anfang Oktober ungeschlagenen Verfolger – am Sonntag treffen die beiden Schwergewichte der Landesliga in Kirchheim aufeinander, die Ausnahmeteams, die Überflieger, die nach Expertenmeinung mit ihrem Kader längst locker in der Oberliga mithalten könnten.

Favorit ist dennoch der VfL Kirchheim (bisher 7:0 Siege). Und das nicht nur wegen diesem fulminanten Auftaktsieg am 4. Oktober in Eriskirch, dem kleinen Ort vor den Toren von Friedrichshafen. Das Team von Bekim Kukiqi musste damals auf seinen schwer erkälteten Coach verzichten, auf dem Feld fehlten die verletzten Shkelzen Bekteshi, der das Coaching übernahm, die Center Marsel Sibinovic und Constantin Munz sowie der Flügel Simon Zimmermann. Und dann fegt dieses nur vermeintliche Rumpfteam in des Gegners Halle den damaligen Liga-Favoriten mit 84:60 aus der Halle!

Seitdem haben sich beide Teams weiter entwickelt – und sich keinerlei Blöße mehr gegeben. Gut, die Siege des TSV zum Beispiel in Söflingen (82:73) oder zuletzt Mitte Dezember in Konstanz (84:80) waren relativ knapp - aber was bedeutet das schon? Auch vor dem Hintergrund, dass in der vierwöchigen Spielpause, die beide Teams hinter sich haben, viel passieren kann. Es gibt sogar Gerüchte, der TSV hätte sich noch einen Neuzugang als Präsent unter den Weihnachtsbaum gelegt. Doch auch so hat Coach Franco Spitale einen bärenstarken Kader. Unglaubliche sechs Spieler punkten im Schnitt zweistellig! Es steht zwar keiner davon unter den Top-ten der Landesliga wie die Kirchheimer Desmond Strickland (Zweiter mit 22,3 Punkten pro Spiel) und Shkelzen Bekteshi (4., 20,0). Doch Sasa Nikolic (16,4), Dominik Fischer (14,6), Markus Spitzer (14,5), Damir Kovacevic (13,0), Andre Testa (11,3) und die Smailagic-Brüder Denis (10,2) und Damir (9,0) bilden ein Gerüst, das kaum auszurechnen ist und an einem guten Tag den VfL sicherlich in Schwierigkeiten bringen kann. Coach Franco Spitale jedenfalls freut sich: „Wir hoffen auf ein tolles Spiel mit vielen Zuschauern und guten Schiedsrichtern.“ Aber er schätzt die Chancen auch realistisch ein: „Kirchheim ist der Favorit, hat auch das bessere Team. Aber wir wollen natürlich gewinnen, die Oberliga ist unser Ziel.“

Der TSV kann personell aus dem Vollen schöpfen, der VfL aber auch: Sogar Dreier-Spezialist Simon Zimmermann ist nach langer Verletzungs- und Krankheitspause bereit für sein Saisondebüt. Einen kleinen Rückschlag muss Bekim Kukiqi dennoch verkraften: NBBL-Spieler Yannick Abele wird sich für den Rest der Saison auf sein Engagement in der Jugend-Bundesliga in Tübingen konzentrieren und der Kirchheimer Ersten nicht mehr zur Verfügung stehen. Der dritte Aufbauspieler machte fünf der sieben VfL-Spiele mit und erzielte dabei 1,2 Punkte im Schnitt.

Natürlich ist die Vorfreude in Kirchheim riesengroß! Der Testspielsieg gegen den Oberligisten TV Rottenburg hat das Selbstvertrauen noch einmal verstärkt, bei einem kleinen Trainingsspiel gegen die Knights-Profis am Mittwochabend sah man auch nicht gar so furchtbar aus. „Wir sind bereit! Das Spiel des Jahres kann kommen“, sagt Kukiqi. Und: „Als Basketballer fiebert man so einem Spiel entgegen, dafür lebt man.“

Wenn der VfL gewinnt, kann er sich aus den restlichen acht Spielen zwei Niederlagen leisten und ist trotzdem Meister. Keine Frage: am Sonntag werden Weichen gestellt, womöglich für den ganzen Kirchheimer Basketball.

Über 200 Zuschauer werden erwartet, die Squires unterstützen den VfL, aus Eriskirch kommen sogar ein paar Fans den langen Weg – es ist angerichtet. ut

VfL: Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Reichmuth, Reza, Sengül, Sibinovic, Strickland, Tussetschläger, Wanzke, Zimmermann.


 

Guter Test

Mit einem 76:69-Sieg gegen den Oberligisten TV Rottenburg stimmte sich das Landesligateam der VfL-Basketballer auf das Spiel des Jahres am kommenden Sonntag ein.

VfL-Coach Bekim Kukiqi hatte den Test natürlich anberaumt, um nach der langen Pause (das letzte Spiel war am 14. Dezember) seine Jungs wieder wenigstens etwas in einen Spielrhythmus zu bekommen. Als die Fußballer in der Sporthalle Stadtmitte also am Sonntagabend nach zwei Tagen Hallenturnier abgebaut hatten, konnte noch ein Basketball-Freundschaftsspiel eingeschoben werden. Gegner war der TV Rottenburg, in der Oberliga, also eine Liga höher, derzeit Siebter mit 6:5 Siegen. Kukiqi bestand übrigens darauf, seine Spieler nicht auf dem Spielberichtsbogen einzutragen – er wollte diesmal keine Statistik –, es wurden nur die Trikotnummern notiert.

Der VfL fand sich erstaunlich schnell zurecht, gewann das erste Viertel 22:15. Dann legte Desmond Strickland so richtig los: Fünf Dreier traf er zwischen der 12. und 19. Minute, und so ging Kirchheim mit 47:29 in die Pause.

Nach dem Wechsel gab Kukiqi allen seinen zwölf Spielern viel Spielzeit, was vor allem die jungen wie zum Beispiel Elias Tussetschläger eindrucksvoll nutzten. Rottenburg kam dadurch etwas besser ins Spiel, hatte aber nie eine Siegchance. Nach dem 63:40 (28.) kamen die Gäste noch etwas näher heran und verkürzten bis zur Schlusssirene auf 76:69.

Am Mittwochabend wird der VfL noch einen kleinen Test gegen die Knights-Profis absolvieren, am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) gilt es dann: Der Tabellenzweite TSV Eriskirch kommt zum voraussichtlich entscheidenden Showdown nach Kirchheim. ut


Ungeschlagen in die Winterpause

„Das erste Ziel ist erreicht: Wir sind zu Weihnachten der ungeschlagene Tabellenführer.“ Bekim Kukiqi, Coach der Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim, war nach dem 72:57 gegen den TV Derendingen 2 mit der Jahresbilanz zufrieden.

Mit dem Spiel am Sonntagabend in der Sporthalle Stadtmitte konnte er das nicht zu hundert Prozent. Dafür gab es drei Gründe, und keiner davon hatte mit der Leistung des Gegners zu tun.

Zum einen war das natürlich die mangelnde Spielpraxis. Vor drei Wochen hatte der VfL das letzte Spiel bestritten, die „kleinen Ritter“ waren merklich eingerostet, von Spielfluss und Souveränität war wenig zu sehen.

Zum zweiten stimmte die Einstellung nicht so richtig: Eigentlich war von vornherein klar, dass Kirchheim gewinnen würde – Kukiqi: „Ich wusste nach ein paar Minuten, dass wir nicht verlieren werden.“ Leider führte diese mangelnde Konzentration zu einigen Misserfolgserlebnissen, die den Sieg zwar nicht in Frage stellten, aber auf die Stimmung drückten. So marschierten die Gäste nach dem Spiel lachend und scherzend in die Umkleidekabine, während die Einheimischen die Köpfe hängen ließen, als ob sie verloren hätten.

Der dritte Grund: Mit dem Ausfall von Center Akant Sengül (Operation) und der ungewohnt schwachen Leistung von Desmond Strickland fehlte einfach ein bisschen Qualität, um noch überzeugender agieren zu können. Strickland, wohl schon ein bisschen im Reisefieber wegen seines Abflugs in den Weihnachtsurlaub nach Texas am Montagfrüh, sah selbst ein, dass das nicht das Gelbe vom Ei war: „Ich habe heute einfach keinen Rhythmus gefunden. Deshalb war ich ganz froh, dass ich nicht ganz so viel machen musste.“ Seinen ersten und einzigen Dreier verwandelte er, der bisher fast fünf pro Spiel getroffen hatte, mit der Schluss-Sirene. Es spricht für Stricklands Klasse, dass er trotzdem auf 19 Punkte kam.

Die Hauptlast für Kirchheims Topscorer übernahm Shkelzen Bekteshi, der zwar viel warf, aber auch viel traf: 33 Punkte standen am Ende auf seinem Konto. Da musste man ihm auch den einen oder anderen möglicherweise etwas erzwungenen Versuch verzeihen.

Nach holprigem Start (4:11, 4. Minute) kam der VfL ins Rollen, erzielte 27 Punkte in den nächsten sechs Minuten und entschied das Spiel praktisch im ersten Viertel (31:19).

Der Rest war, siehe oben, nicht ganz so toll. Die Center Dominik Eberle und Marsel Sibinovic reboundeten zwar stark, blieben offensiv aber nahezu wirkungslos: Von beiden zusammen kam gerade mal ein einziger Feldkorb.

Sorgen machen muss man sich um den Tabellenführer trotzdem nicht. Auch Verfolger Eriskirch riss in Konstanz keine Bäume aus, gewann mit Hängen und Würgen 84:80, nach 59:67-Rückstand vor dem Schlussviertel.

Vor dem großen Showdown am 18. Januar gegen den Tabellenzweiten will Kukiqi unbedingt noch ein Testspiel absolvieren, um den Rost loszuwerden. Die Einstellung wird dann sicherlich sowieso stimmen. Akant Sengül wird zurück sein. Und Desmond Strickland wird wieder treffen – genug Gründe, optimistisch ins neue Jahr zu blicken… ut

VfL: Abele, Bekteshi (33/2), Eberle (3), Gritschke (8), Laar, Reichmuth (5/1), Reza (2), Sibinovic (2), Strickland (19/1), Tussetschläger, Wanzke.


Pflichtaufgabe zum Jahresschluss

Mit dem TV Derendingen 2 empfangen die Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) ein Team aus dem grauen Mittelfeld. Probleme bereitet eher der Spielplan.

Es ist nicht leicht für den ungeschlagenen Tabellenführer der Landesliga im Herbst 2014. Aus einem einzigen Grund: Zu wenig Spiele! Vor vier Wochen das Heimspiel gegen Söflingen, am 18. Januar das „Finale“ gegen Eriskirch. Und dazwischen, als einzigem Ernstfall innerhalb von neun (!) Wochen, das Heimspiel gegen den Liga-Fünften TV Derendingen 2.

Die Gründe für diese Situation, die VfL-Coach Bekim Kukiqi zu dem Stoßseufzer „Das ist doch eine Scheiß-Liga!“ veranlasst, sind vielschichtig. Das vergangene Wochenende war für Kirchheim frei, weil da das Spiel beim TSV Dettingen-Wallhausen geplant war. Die Truppe vom Bodensee hat aber unmittelbar vor Saisonbeginn zurückgezogen: Dem Team, bei dem eine Saison davor noch Ex-Knights-Kapitän Gordon Scott sporadisch mitgewirkt hatte, waren die Spieler ausgeflogen.

Am Wochenende zuvor belegten die Ötlinger Sportschützen die Sporthalle Stadtmitte. Zwar nur am Samstag, aber die Aufräumarbeiten waren offensichtlich so umfangreich, dass man die Halle bis Sonntagabend reserviert hatte und der VfL sein Heimspiel gegen Ehingen ins nächste Jahr verlegen musste…

Und nach dem Derendingen-Spiel folgt die Weihnachtspause.

Klar, dass das weder der Mannschaft noch dem Coach gefällt, und der Hinweis auf ein relativ normales Programm von Januar bis März tröstet da kaum. Kukiqi: „Man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass man in einem Wettkampf steht.“

Am Sonntag allerdings findet ein Wettkampf statt, und da geht Spitzenreiter Kirchheim natürlich trotz völlig fehlender Spielpraxis als Favorit in die Sporthalle Stadtmitte (für das Catering ist übrigens wieder gesorgt, der Eintritt ist frei).

Gegner TV Derendingen 2, die Reserve des Regionalligisten, hat bisher eine durchwachsene Saison gespielt: Siegen gegen Ehingen, Nagold und Ravensburg stehen Niederlagen gegen Söflingen, Eriskirch, Villingen-Schwenningen und zuletzt, sogar zu Hause, gegen Konstanz gegenüber. Aus dem Kader, der extrem ausgeglichen ist, hat es übrigens noch keiner auf einen Einsatz in der Ersten in der Regionalliga Südwest Süd geschafft.

Also eine leichte Aufgabe für den VfL? Nur dann nicht, wenn sie zu leicht genommen wird!

Vom Kirchheimer Kader fällt allerdings Center Akant Sengül definitiv aus. Der bisher unter den Brettern dominierende Zwei-Meter-Mann (Sechster der Scorerliste der Landesliga mit 17,8 Punkten im Schnitt) musste sich Mitte der Woche eine schmerzhafte Geschwulst aus dem Rücken operieren lassen, ihm kommt der löchrige Spielplan also sogar entgegen.

Mit Erkältungen kämpfen Chris Reza, Tim Schmauder und Simon Zimmermann. Letzterer, seit vergangenen Sonntag auch schon 26 Jahre alt, wird sein Landesliga-Debüt also womöglich erneut verschieben müssen. Er wird dann wohl erst am 18. Januar sein Comeback feiern. Der Rest der Mannschaft hat es da viel besser – von wegen zu wenig Spiele… ut

VfL: Abele, Bekteshi, Eberle, Gritschke, Laar, Reichmuth, Reza (?), Sibinovic, Schmauder (?), Strickland, Tussetschläger, Wanzke, Zimmermann (?).


Kukiqi: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft!“

Der sechste Sieg ist eingetütet: Mit einer souveränen Teamleistung überrollte die Erste der VfL-Basketballer die Zweite der TSG Söflingen mit 97:63 (48:36).

„Wir wollten nichts anbrennen lassen, und wir haben nichts anbrennen lassen. Ich bin stolz auf diese Mannschaft!“ Landesliga-Tabellenführer VfL Kirchheim lieferte am Samstagabend in der Sporthalle Stadtmitte in der Tat ein weiteres eindrucksvolles Statement ab für die These, dass die Rückkehr in die Oberliga möglich ist – oder sogar erwartet werden muss.

Vor eine Woche hatte Söflingen zu Hause gegen Verfolger TSV Eriskirch (4:1 Siege) nur mit 73:82:73 verloren, dieses Ergebnis galt es (auch) zu übertreffen. Dass das gelingen würde, war nicht zu jeder Minute klar. Im ersten Viertel spielten die Gäste munter mit, trafen fast aus allen Lagen – allerdings auch begünstigt durch eine Art 75-Prozent-Defensive des VfL, der sich womöglich etwas zu sicher in seiner Favoritenrolle fühlte. Vorne allerdings lief es sehr ordentlich, Shkelzen Bekteshi und Desmond Strickland trafen ihre ersten Dreier (15:8, 4.), doch die 20 kassierten Zähler zur ersten Viertelpause (25:20) schmeckten dem Coach natürlich nicht. Söflingen kam sogar auf 27:26 (13.) heran, bevor zwei weitere blitzsaubere Strickland-Dreier durch die Reuse flutschten. Der VfL setzte sich langsam ab, unabhängig davon aber spielte sich die spektakulärste Szene in der Schlusssekunde der  ersten Hälfte ab: Die Uhr tickt runter, Strickland wird Richtung Mittellinie gedrängt, im Rückwärtsfallen feuert er aus etwa elf Metern, scheinbar unkontrolliert, die Kugel irgendwie Richtung Korb – und die findet über das Brett tatsächlich den Weg in den Korb!

In der Pause musste Kukiqi seine Jungs doch etwas beruhigen: „Wir sind Tabellenführer, wir spielen zu Hause, wir liegen in Führung: Lasst uns doch mal das Spiel genießen!“

Die Jungs folgten, die wieder gut 150 Zuschauer genossen es auch immer mehr, und eine große Hilfe war dabei Marsel Sibinovic. Kukiqi schickte ihn kurz nach Wiederbeginn aufs Feld, mit einem Spezialauftrag: Der 1,93-Meter-Forward sollte den quirlig-schnellen Aufbauspieler der Gäste decken. Komischer Plan, durchschlagende Wirkung! Der VfL legte vom 53:43 (24.) einen 11:0-Lauf zum 64:43 (27.) hin, der Söflingen demoralisierte und die Partie jetzt schon endgültig entschied. Das dritte Viertel gewann der VfL so 25:16, das letzte 24:11 – nur der hundertste Punkt gelang dann am Ende doch nicht.

Das störte die kleine, nachgeholte Geburtstags-Party für den Coach am Tresen des Sporthalle-Stadtmitte-Foyers aber in keinst Weise. Außer dem Geburtstag gab es schließlich zu feiern: Den sechsten Sieg im sechsten Spiel, eine Korbdifferenz von plus 150, die Tabellenführung – und ein bisschen auch die kommende Spielpause bis zum Heimspiel am 14.12. gegen den TV Derendingen 2. Bis dahin sollte Kukiqi dann auch seine hartnäckige Erkältung endgültig auskuriert haben. ut

VfL: Bekteshi (18/2), Eberle (12), Gritschke (2), Reichmuth (3/1), Reza (2), Schmauder (5/1), Sengül (22), Sibinovic (9), Strickland (20/6), Wanzke (4).


 

„Wir freuen uns total auf dieses Heimspiel!“

Mehr als eine Pflichtaufgabe: Gegen die Oberliga-Reserve der TSG Söflingen wollen die Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) ihre makellose Bilanz verteidigen.

Krank am Geburtstag! Statt Training gab VfL-Coach Bekim Kukiqi Mitte der Woche eine Ehrenrunde im Bett, seine hartnäckige Erkältung, die er seit Wochen mit sich herumschleppt, hatte wieder einmal die Oberhand gewonnen. 33 Jahre alt ist der Albaner aus Wendlingen seit Mittwoch, und die Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag, am „Knights-Termin“ um 19.30 Uhr, war so etwas holprig.

Dabei ist der Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen! Die zweite Mannschaft des Oberligisten TSG Söflingen hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Erst vor eineinhalb Jahren setzte sich das Team in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga durch – kurioserweise punktgleich mit den Kontrahenten der eigenen Dritten sowie (man erinnert sich!) der Kirchheimer Zweiten und Vierten. Abteilungsleiter Andreas Bobbe: „Dieser doppelte Aufstieg hat dem ganzen Klub einen unglaublichen Schub gegeben!“ Diesem denkbar knappen Erfolg folgte ein denkbar klarer: In der Bezirksliga Ost gewannen die Söflinger alle 18 Spiele (!), der Durchmarsch in die Landesliga war fulminant. Damals wie jetzt (nach vier Spielen) prägen das Team die Schützen, vor allem Maximilian Winter (27) und Marcel Friede (26). Winter hat sich im Vergleich zur Aufstiegssaison von 12 Punkten pro Spiel auf 20 gesteigert, statt zwei Dreier pro Spiel trifft er jetzt 3,5 und ist damit in der Liga hinter VfL-Scharfschütze Desmond Strickland (4,5) der zweitbeste Dreierschütze. Friede steigerte seinen Punkteschnitt von 17 auf 18, trifft auch gelegentlich einen Dreier (einen pro Spiel) – doch dahinter kommt nicht mehr so viel. Rodrigo Barbanos (34) Punkteschnitt ist von 14 auf 6 gefallen, auch sonst ist keiner für regelmäßig zehn Punkte gut.

Diese mangelnde Tiefe war sicher auch mitverantwortlich für die beiden bisherigen Saisonniederlagen gegen die Spitzenteams Villingen-Schwenningen (58:71) und am vergangenen Sonntag gegen Eriskirch (73:82). Dennoch ist Andreas Bobbe bisher zufrieden mit dem Abschneiden: „Als Aufsteiger können wir nicht zu viel erwarten. Aber wenn wir nicht so große Verletzungsprobleme hätten, wäre mehr drin gewesen. Wir haben derzeit nur fünf, sechs Leute im Training. Am Samstag wären wir sicherlich mit einer knappen Niederlage schon zufrieden.“

Oberliga-Absteiger VfL will natürlich mehr als einen knappen Sieg. Fünf Spiele, fünf Siege bisher, Spitzenreiter – da steigen die Ansprüche. Bekim Kukiqi: „Natürlich sind wir der Top-Favorit, zu Hause sollten wir nichts anbrennen lassen. Wir dürfen die Söflinger aber nicht unterschätzen, das ist ein intelligentes Team.“

Es ist leicht vorhersehbar, dass Shkelzen Bekteshi die Kreise von Winter einengen soll – der vielleicht defensiv beste Guard der Liga müsste diese Aufgabe bewältigen können.

Bis auf den Langzeitverletzten Simon Zimmermann hat Kukiqi übrigens alle Mann an Bord, er wird voraussichtlich mit zwölf Spielern antreten können. Man rechnet übrigens mit einigen Zuschauern, und so ist leicht nachzuvollziehen, was der Coach sagt: „Wir freuen uns total auf dieses Heimspiel!“ ut

VfL: Abele, Bekteshi, Eberle, Gritschke, Reichmuth, Reza, Schmauder, Sengül, Sibinovic, Strickland, Tussetschläger, Wanzke.


Der Spitzenreiter wackelt – und hält stand

Auch im fünften Spiel gewann die Landesliga-Truppe der VfL-Basketballer. Das 91:75 beim TV Konstanz 2 war aber eine schwere Geburt.

Das ist noch einmal gut gegangen! Tabellenführer VfL Kirchheim hat das „Abenteuer Bodensee“ mit Bravour überstanden, Coach Bekim Kukiqi litt aber eher unter einem „Abenteuer Schiedsrichter“: So etwas habe ich noch selten gesehen – was Schiedsrichter Haug vor allem im dritten Viertel abgezogen hat, war wirklich abenteuerlich.“

Doch der Reihe nach. Nach der langen Anfahrt benötigte der VfL eine gewisse Zeit, sich gegen die sehr ausgeglichene Regionalliga-Reserve des TV – Kukiqi: „Eine gute und tiefe Mannschaft, die unverdient da unten steht“ – durchzusetzen. Dazu kam, dass es in der Halle am Paradies absolut nicht paradiesisch war, sondern nur etwa zwei Grad „wärmer“ als draußen vor der Tür; die Bankspieler, der Coach sowieso, froren während der gesamten Spielzeit.

Nach dem ersten Viertel  lag der VfL trotzdem 26:23 vorne, vor allem an der Freiwurflinie wurden trotz des hohem Scores aber zu viele Punkte liegen gelassen: sechs Fahrkarten sind eines Tabellenführers doch eher unwürdig.

Doch in den zweiten zehn Minuten wurde vor allem in der Defensive das Tempo deutlich angezogen, Konstanz erzielte nur zwölf Punkte und der VfL lag relativ bequem mit 19 Zählern in Führung – 53:34. Die Entscheidung?

Von wegen! Denn nun übernahm Kollege Markus Haug (Riedlingen) wie schon in Ravensburg – zumindest nach der Einschätzung des Kirchheimer Coaches – das Kommando. Konstanz wurden in den nächsten zehn Minuten 17 (!) Freiwürfe zugesprochen, der VfL wusste nicht mehr, wie er verteidigen sollte.

Kukiqi: „Jedes Mal, wenn ein Konstanzer zum Korb zog, kam sofort der Pfiff – egal, was wir gemacht haben.“ Auf der anderen Seite wurden dem VfL ein paar seltsame Schrittfehler angekreidet, die Gastgeber profitierten also doppelt.

Nach zwei Minuten hatte Kirchheim die Teamfoul-Grenze überschritten, der Vorsprung schmolz, und in der 33. Minute betrug er beim 70:69 nur noch ein winziges Pünktchen.

Kukiqi versuchte es nun mit einer „langen“ Aufstellung: Dominik Eberle (1,97 m), Akant Sengül (2,03 m) und Comebackler Marsel Sibinovic (1,93 m) zusammen mit den Guards Desmond Strickland und Shkelzen Bekteshi. Und mit einer Rückbesinnung: „Ich habe ihnen gesagt, sie sollen jetzt die Schiedsrichter ignorieren und sich nur noch aufs Basketball konzentrieren.“

Beides funktionierte: Sengül, Sibinovic und Eberle machten die sechs Punkte zum 76:69, Strickland traf einen Freiwurf zum 77:69 – und dann machten zwei Dreier der beiden Guards zum 83:69 (37.) den Sack zu. Kukiqi: „Ich bin so stolz auf mein Team, wie es sich aus dieser schwierigen Situation befreit hat!“

Mit nun 5:0 Siegen hat sich der VfL in der Landesliga etwas Luft verschafft, nur noch der TSV Eriskirch (3:1) ist ihm dicht auf den Fersen. Verfolger BV Villingen-Schwenningen 2 verlor zu Hause gegen das Schlusslicht TSG Ehingen, das nur mit fünf Spielern angereist war, sensationell mit 71:80 und scheint in der Krise.

Am kommenden Samstag steigt das zweite Heimspiel, zum „Knights-Termin“: Um 19.30 Uhr kommt der Tabellenvierte TSG Söflingen 2. ut

VfL:  Abele, Bekteshi (16/2), Eberle (12), Gritschke (5), Reichmuth, Reza (2), Schmauder, Sengül (14), Sibinovic (13), Strickland (29/5), Wanzke.


 

Kukiqi: „Das wird schwerer!“

Natürlich reist Landesliga-Tabellenführer VfL Kirchheim am Sonntag (17.30 Uhr) als Favorit zum TV Konstanz 2. Unterschätzen dürfen die Basketballer die Regionalliga-Reserve aber nicht.

Die Euphorie war nach dem 92:57 im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten BV Villingen-Schwenningen 2 natürlich groß, doch als Coach Bekim Kukiqi seine Truppe am Dienstag zwei Tage nach dem Triumph wieder in der Halle hatte, stellte er unmissverständlich klar: Jetzt zählt nur noch Konstanz! Allem Anschein nach war die Reaktion: Wir haben verstanden! Es fällt ja auch nicht schwer, der zweiten Regionalliga-Reserve der Liga – Konstanz’ Erste  steht hinter Schwenningen auf Platz drei der Regionalliga Südwest – ein gewisses Überraschungspotenzial zuzuschreiben. Dafür spricht zum einen der bisher einzige Sieg gegen den TSB Ravensburg. Am 11. Oktober gewann die Mannschaft vom See 79:57, und das unterscheidet sich nun wirklich nicht dramatisch vom 87:66-Auswärtssieg des VfL eine Woche später. Dass bisher noch kein weiteres Erfolgerlebnis auf dem Konto steht, liegt an einem schweren Verwaltungsfehler am ersten Spieltag. Nach dem Sieg beim Aufsteiger VfL Nagold am 4. Oktober stellte sich heraus, dass Nachwuchsspieler Lukas Schmid am Tag zuvor zwar seinen Teilnehmerausweis für den TV erhalten hatte, man es aber versäumt hatte, ihn auf dem Mannschaftsmeldebogen einzutragen: Spielverlust! Ansonsten haben die Konstanzer, die im Frühjahr zusammen mit dem VfL aus der Oberliga absteigen mussten, in Villingen-Schwenningen 60:88 und zu Hause gegen die TSG Söflingen 2 71:76 verloren.

So oder so, Kukiqi warnt schon die ganze Woche: „Konstanz wird schwerer als Villingen-Schwenningen!“ Gründe: Die lange Anfahrt, die  Auswärts-Atmosphäre, die Ausgeglichenheit der Gastgeber, die in allen ihren Spielen bisher verschiedene Topscorer hatten.

Personell gibt es beim VfL auch etwas zu vermelden: Nicht mehr zum Team gehört aus disziplinarischen Gründen Constantin Munz, zurück kehrt Marsel Sibinovic, der bisher erst einmal mitwirken konnte und nach Urlaub und Erkrankung einen erheblichen Trainingsrückstand aufweist. Die Favoritenrolle wird der VfL natürlich trotzdem nicht los. Wetten sollte man also eher nicht auf einen Konstanzer Sieg… ut

VfL: Abele, Bekteshi, Eberle, Gritschke, Reichmuth, Reza, Schmauder, Sengül, Sibinovic, Strickland, Wanzke.


Kantersieg im Spitzenspiel

Seit Sonntagabend gibt es nur noch einen Favoriten in der Basketball-Landesliga: Spitzenreiter VfL Kirchheim demontierte den Zweiten Villingen-Schwenningen 92:57 (46:32).

„Das war eine Werbung für den Kirchheimer Basketball!“ Trotz der schweren Erkältung, die sich Coach Bekim Kukiqi in der Nacht nach dem Triumph eingefangen und die ihm den Schlaf geraubt hatte, war die Euphorie noch da. Den anscheinend stärksten Verfolger 37 Minuten lang total beherrscht, den gut 150 Zuschauern – darunter Knights-Headcoach Michael Mai, ein Großteil der Knights-Profis und die Trommler der Squires – eine tolle Show geboten, alle elf Spieler zum Einsatz gebracht: Oberliga-Absteiger VfL Kirchheim rauscht schon nach dem vierten Spieltag auf beeindruckende Weise zurück Richtung württembergisches Oberhaus.

Aufsteiger BV Villingen-Schwenningen 2 hatte dem viel zu wenig entgegenzusetzen. Erschwerend kam für die Schwarzwälder hinzu, dass Liga-Topscorer Jonas Dast (19) zwei Wochen wegen einer Verletzung nicht trainieren hatte können und sichtbar nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Dass er statt der bisher 25 Punkte im Schnitt diesmal nur auf kümmerliche vier Zähler kam, lag aber auch an der Defensive von Shkelzen Bekteshi. Der ältere Bruder des ProA-Profis Besnik spielte seine NBBL- und Regionalliga-Erfahrung voll aus – Kukiqi: „Shke hat Jonas vollkommen aus dem Spiel genommen, das war schon Abwehrarbeit auf sehr hohem Niveau.“

Kirchheim startete sehr flüssig, der Ball lief gut, die Folge war die 15:10-Führung nach sechs Minuten. Doch dann zog die Defensive erst so richtig an! Ein 12:2-Lauf zum 27:12 bis zur Viertelpause bedeutete schon eine Vorentscheidung. Bis zur 17. Minute wurden der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut (45:21), dann kamen die einzigen etwas schwächeren drei Minuten. Der Basketball-Verein verkürzte bis zur Pausensirene auf 46:32.

In der Kabine sprach Kukiqi den leichten Schlendrian deutlich an, das Team reagierte: In zwei Minuten legte es einen 9:0-Lauf zum 55:32 hin, damit war der Käse gegessen. In den verbleibenden 18 Minuten muss vor allem ein Spieler hervorgehoben werden: Akant Sengül ließ trotz der gefallenen Entscheidung keinen Jota nach, beherrschte vorne wie hinten die Bretter und erzielte 17 seiner 29 Punkte in diesem Zeitraum. Klar, dass sein Coach begeistert war: „Akant rackert ohne Ende, er verdient es sich – das war ein Mordsspiel von ihm.“  Da auch Centerkollege Dominik Eberle „brutal gearbeitet hat“ (Kukiqi), war die Zone Kirchheimer Reich. Von außen waren Desmond Strickland und Bekteshi brandgefährlich, alle anderen verrichteten ihren Job bravourös. Kukiqi: „Das war eine super Teamleistung, wir haben gut gepasst, die Systeme gut durchgelaufen. Und mit elf Spielern konnten wir auch eine konstant sehr starke Defensive spielen.“

Wer also will den VfL auf dem Weg zurück in die Oberliga stoppen? Das kann man wohl nur selbst hinbekommen. Doch man darf sicher sein, dass der Coach seine Jungs spätestens am Dienstagabend im Training wieder von Wolke sieben herunterholt – trotz dickem Schädel und triefender Nase. ut 

VfL: Abele (2), Bekteshi (19/3), Eberle (12), Gritschke (2), C.Munz (7), Reichmuth (1), Reza, T.Schmauder (3/1), A.Sengül (29), Strickland (17/3), M.Wanzke.


Spitzenspiel Absteiger gegen Aufsteiger

Am Sonntag wird es für die Landesligatruppe der VfL-Basketballer ernst: Der Tabellenführer empfängt den Zweiten, die BV Villingen-Schwenningen 2 (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte).

Es ist das Duell Oberliga-Absteiger gegen Bezirksliga-Aufsteiger, aber auch das der zweiten Mannschaften von erfolgreichen Vereinen. Bildet die Kirchheimer Mannschaft den (noch zu) unterklassigen Unterbau des ProA-Ligisten Kirchheim Knights, gilt annähernd dasselbe für die Gäste – BV-Geschäftsführerin Christine Schell-Deking: „Mittelfristig soll das Team natürlich Anschluss an unser Regionalliga-Team finden.“ Das steht derzeit mit 6:1-Siegen auf Platz zwei der Regionalliga Südwest und schielt durchaus Richtung Profi-Bereich und ProB.

Doch am Samstag heißt es Landesliga, und da haben die beiden Kontrahenten bisher voll überzeugt. Kirchheim hat beim Meisterschafts-Konkurrenten TSV Eriskirch (84:60) und beim TSB Ravensburg (87:66) klar gewonnen, zum Heimspiel gegen den VfL Nagold traten die Gäste nicht an. Der VfL brennt nun, nach drei Wochen Spielpause, auf die Heimpremiere. Coach Bekim Kukiqi: „Bis auf Simon Zimmermann, den wir nächste Woche zurück erwarten, sind wir das erste Mal komplett. Alle sind total heiß auf unseren ,Home-Opener’, wir erwarten einige Zuschauer.“ Erstmals dabei ist nach seinem Muskelfaserriss NBBL-Champion Constantin Munz, dessen Comeback vergangenen Sonntag bei der U20 schon einigermaßen spektakulär ausfiel (32 Punkte beim 62:60 in Marbach). Trotzdem bleibt Kukiqi vorsichtig: „Das wird ein schweres, sehr intensives Spiel, aber wir sind tiefer und besser besetzt, deshalb erwarte ich einen Sieg.“

Die Schwarzwälder werden etwas dagegen haben, vor allem ein ganz Junger und ein ziemlich Alter. Bester Spieler bei den drei Siegen bisher – 73:66 in Ravensburg, 71:58 gegen Söflingen 2 und 88:60 gegen Konstanz 2 – war nämlich Small Forward Jonas Dast, der im September erst 19 geworden ist. Kukiqi kennt ihn aus Tübingen sehr gut, wo er Assistant-Coach des NBBL-Teams von Dast war: „Das ist ein sehr sehr guter Spieler, der absolute ,go-to-guy’ der BV, sehr athletisch, sehr schnell. Das ist ein Ausnahmespieler, aber wir haben auch Leute, die ihn verteidigen können.“ 24,7 Punkte hat Dast bisher pro Spiel gemacht, in der Aufstiegssaison in der Bezirksliga waren es sogar 31,6 im Schnitt. Angeleitet wird er von Georgi Bujukliev, mit 43 Jahren Spielertrainer – und immer noch ein ausgefuchster Basketball-Könner.

Alles ist also angerichtet für den ersten großen Showdown dieser Landesliga-Saison. Auch für das leibliche Wohl: Das Livestream-Team der Knights sorgt für die Bewirtung – das Basketball-Fest kann beginnen. ut

VfL: Abele, Bekteshi, Eberle, Gritschke, C.Munz, Reichmuth, Reza, A.Sengül, Sibinovic, Strickland, M.Wanzke.


Tabellenführung verteidigt

Zwischendurch etwas müde im Kopf, am Ende aber souverän: Die VfL-Landesligabasketballer bleiben nach dem 87:66 beim TSB Ravensburg an der Tabellenspitze.

Am Wochenende des großen Lokführerstreiks hatte Coach Bekim Kukiqi einen Ausfall zu beklagen: Marco Wanzke, mit seiner U16 noch als Coach in Böblingen beschäftigt, schaffte es wegen der vollen Straßen nicht zur Abfahrt nach Ravensburg. Doch auch so hatte der VfL noch elf Spieler dabei, und die schafften es auch pünktlich zum Warm-up in die Sporthalle bei den Gymnasien in Ravensburg. Die Reisenden kamen gut rein (13:3, 5. Minute), dann aber fehlte die geistige Frische in der Defensive, so dass Ravensburg zu einigen Punkten kam, die nicht nötig gewesen wären (13:13, 7.). Zwischenstand nach zehn Minuten: 25:21 für den VfL, Desmond Strickland hatte da bereits drei Dreier getroffen.

Ravensburg blieb bei seiner Zonenverteidigung, lautstark unterstützt von etwa 30 Zuschauern. Darunter auch ein Großteil der Eriskircher Landesligatruppe mit einigen Ex-Ravensburgern, die den Nachbarn fanatisch unterstütze. Kirchheim zog nach dem 25:27 (14.) in der Abwehr etwas die Zügel an. Obwohl das schwierig war, denn einer der beiden Schiedsrichter fand nicht so recht zu einer klaren Linie bei der Bewertung der Fouls – auf Kirchheimer Seite. Kukiqi: „Da konnten wir uns ganz schlecht darauf einstellen, da wurden Sachen gepfiffen, die kein Mensch in der Halle verstanden hat.“

Nach dem 27:29 (14.) legten Dominik Eberle, Strickland (Dreier Nr. 4 + 5) und Shkelzen Bekteshi den 10:0-Lauf zum 37:29 hin (17.). Doch der Abstand blieb zur Pause der gleiche, Kirchheim ging mit einer 42:38-Führung in die Kabinen – wo der Coach vor allem für Ruhe sorgte: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen und ihr Ding durchziehen sollen.“

Trotzdem sah sich Kukiqi zu Beginn des dritten Viertels (43:43, 22.) gezwungen, ein technisches Foul zu riskieren, indem er den Schiedsrichter auf seine einseitige Auslegung aufmerksam machte. Das zeigte tatsächlich Wirkung. Der VfL zog auf 53:46 davon (27.), gewann das dritte Viertel 19:14, lag 61:52 vorne – und legte dann, wie geplant, noch mindestens eine Schippe drauf! Ravensburg wurde immer müder, immer langsamer, und nach dem 74:63 beendete Kirchheim das Spiel mit einem 13:3-Lauf zum Endstand von 87:66.

Ein Sonderlob hatte Coach Kukiqi, der in erster Linie die Teamleistung lobte, noch für Center Akant Sengül: „Ich bin sehr stolz auf ihn. Er hat sich für seinen tollen Einsatz im Training belohnt, in der zweiten Hälfte die Bretter total dominiert.“ Stark auch Desmond Strickland, dessen sechs Dreier gegen die Ravensburger Zone extrem wichtig waren, Kapitän Dominik Eberle, der das Team zusammen hielt, und Shkelzen Bekteshi in seinem ersten Saisonspiel. Offensiv noch etwas rostig nach anderthalb  Jahren ohne Pflichtspiel, zeigte er seine Sonderklasse diesmal vor allem in der Defensive.

Mit dem zweiten klaren Auswärtssieg und den kampflosen zwei Punkten gegen Nagold steht der VfL da, wo er erklärtermaßen hin will: Auf Platz eins der Landesliga. Die härtesten Konkurrenten dürften nach aktuellem Stand die Regionalliga-Reserve der BV Villingen-Schwenningen und Eriskirch sein. Gegen die Schwarzwälder geht es in drei Wochen, nach der durch die Herbstferien bedingten Pause.  Dann, am 9. November, stellt sich das Kukiqi-Team endlich den eigenen Fans vor. ut

VfL: Abele, Bekteshi (14/2), Eberle (13), Gritschke (4), Parlapanis, Reichmuth (7/1), Reza (5), A.Sengül (18), Sibinovic (2), Strickland (23/6), Tussetschläger (1).


Als Favorit nach Ravensburg

Zweites Saisonspiel, zweite Auswärtsfahrt, zweiter Sieg? Die VfL-Landesliga-Basketballer wollen am Sonntag (17.15 Uhr) in Ravensburg ihre Spitzenposition verteidigen.

Nach der Zwangspause vom vergangenen Wochenende, als der VfL Nagold keine Mannschaft für die Fahrt nach Kirchheim zusammen bekam, ist das Team von Coach Bekim Kukiqi natürlich heißt wie Frittenfett auf ihren zweiten Landesliga-Auftritt. Auf dem Papier ist Tabellenführer VfL Kirchheim klaren Favorit gegen den sieglosen Vorletzten TSB Ravensburg. Der verlor bisher gegen die Reserve-Teams der Regionalligisten BV Villingen-Schwenningen (66:73) und TV Konstanz (57:79) – und das verwunderte im Ernst auch niemand in der Szene. Vom Vierten der Saison 2013/14 sind nämlich die Topscorer weg: Dominik Fischer (Liga-Zweiter mit 21,4 Punkten pro Spiel) und Denis Smailagic (Zwölfter/16,3) wechselten zum TSV Eriskirch, es blieben Gernot Voelcker (9,4) und Daniel Pieper (8,0).

Auch für VfL-Coach Bekim Kukiqi ist damit klar: „Natürlich fahren wir als Favorit nach Ravensburg. Ich warne aber davor, dieses Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Das Team vom tollen Auftakt in Eriskirch (84:60) wird noch durch Shkelzen Bekteshi, dessen Rücken sich stabilisiert hat, und Marsel Sibinovic, der aus dem Urlaub zurück ist, verstärkt. Weiterhin fehlen werden also nur die verletzten Constantin Munz und Simon Zimmermann. Übrigens: Eriskirch gewann sein zweites Saisonspiel 108:65 in Ehingen… ut

VfL: Abele, Bekteshi, Eberle, Gritschke, Parlapanis, Reichmuth, Reza, Sengül, Sibinovic, Strickland, Tussetschläger.


Nagold sagt ab

Die schlechte Nachricht kam am Mittwochabend um 21.20 Uhr, Absender: Wolfgang Plattner, Abteilungsleiter des VfL Nagold: „Nach einer erneuten Verletzung und einer Krankmeldung zusätzlich zu den schon bestehenden beruflichen Verhinderungen  haben wir am Samstag nur vier einsetzbare Spieler. Deshalb müssen wir das Spiel VfL Kirchheim 2 – VfL Nagold  absagen.“

Damit fällt die Heimpremiere der Kirchheimer Landesliga-Basketballer  aus. Coach Bekim Kukiqi war darüber, trotz eigener Personalprobleme, gar nicht glücklich: „Es wird jetzt natürlich schwer, in den Rhythmus zu kommen. Zudem haben sich alle auf das erste Heimspiel gefreut.“ Das Spiel wird nun mit 20:0-Korbpunkten für Kirchheim gewertet.

Landesliga-Aufsteiger VfL Nagold hatte das erste Saisonspiel gegen den TV Konstanz 2 klar verloren, die Niederlage wurde aber nachträglich in einen Sieg umgemünzt, da Konstanz einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte.

Auf dem Mannschafts-Meldebogen des VfL stehen übrigens 16 Akteure. Dass davon zwölf gleich beim zweiten Saisonspiel nicht zur Verfügung stehen sollen, verwundert – nicht nur in Kirchheim. ut


Ein Paukenschlag zum Auftakt

Ohne vier und ohne Coach Kukiqi sorgten die Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim beim Aufstiegsfavoriten TSV Eriskirch für eine Überraschung und gewannen 84:60.

So schnell wird aus Depression Euphorie! Ganz geknickt, dass er wegen seiner schweren Erkältung das Team nicht zum Saisonauftakt nach Eriskirch bei Friedrichshafen begleiten konnte, und ernüchtert durch gleich vier hochkarätige Ausfälle hatte Neu-Coach Bekim Kukiqi noch am Freitag völlig verständlich geklagt: „Jetzt arbeiten wir seit Juni auf diesen Tag hin, und dann so etwas!“ Diese Stimmung kippte schlagartig am Samstagabend gegen acht: Da rief Interimscoach Shkelzen Bekteshi an und kündete vom 84:60-Sieg – Kukiqi: „Ich lag erst schlapp im Bett und hing plötzlich unter der Decke vor Freude…“

Damit hatte wirklich kaum jemand rechnen können! Ohne Coach, ohne Bekteshi (Rückenprobleme), ohne Constantin Munz (Muskelfaserriss), ohne Marsel Sibinovic (Urlaub) und ohne Simon Zimmermann (Fußprobleme) fehlten vier der ersten Sechs. Und dann nimmt diese nur vermeintliche Rumpftruppe den Ligafavoriten von der ersten bis zur letzten Minute dermaßen auseinander, dass womöglich die ganze Liga erschrickt. Das begann mit einem 10:0 nach vier Minuten. Jonathan Gritschke (noch 19) traf, dann zweimal Desmond Strickland aus dem Dreipunkte-Land, anschließend Center Akant Sengül (20). Der letztjährige Tabellendritte Eriskirch fühlte sich völlig überrumpelt. Bekteshi: „Vielleicht haben die uns unterschätzt, als sie uns gesehen haben. Die sind alle groß, wir fast alle klein…“ Die Gastgeber erholten sich in den nächsten fünf Minuten, kamen auf 16:17 heran. Doch dann schnappte die Defensiv-Falle des VfL erneut zu und auf der anderen Seite konnten die Kirchheimer nur durch Fouls gestoppt werden: Acht Freiwürfe ohne Fehlversuch führten zum 25:16.

Spielentscheidend war dann allerdings erst der nächte kleine Lauf. Nach dem 29:23 (15.) trafen Jan Reichmuth – der vom Guard bis zum Center alles spielte! – und Chris Reza zwei Dreier, Sengül lochte unter dem Korb ein – 37:23. Das veranlasste TSV-Coach Franco Spitale, eine Auszeit zu verlangen. Bekteshi wies die Schiedsrichter darauf hin, dass Eriskirch bereits zwei genommen hatte: Technisches Foul gegen die TSV-Bank, 38:23 durch Strickland.

Vielleicht hatte das dem Favoriten endgültig den Zahn gezogen, ein echtes Aufbäumen gab es anschließend nicht mehr.

Toll war es dennoch, wie alle Kirchheimer zum souveränen Sieg beitrugen – Bekteshi: „Egal, wer reinkam, alles hat funktioniert.“ Gelegentlich spielte der VfL sogar mit fünf „Kleinen“, mit Jan Reichmuth auf der Center-Position und Marco Wanzke (beide 1,86 m) als Power Forward: Es funktionierte!

Klar, dass nun die Euphorie groß ist. Dennoch ist allen ebenso klar, dass noch 15 Spiele vor dem Team liegen. Jetzt geht es erst einmal darum, die Verletzten wieder aufs Feld zu bringen. Und den Gegner am kommenden Samstag, den VfL Nagold (67:87 gegen Konstanz) ernst zu nehmen. ut

VfL: Abele (4), Eberle (14), Gritschke (15/2), Parlapanis, Reichmuth (5/1), Reza (7/1), Sengül (6), Strickland (26/4), Tussetschläger (4), M.Wanzke (3).


 

Kukiqi krank, Team ohne vier?

Was für ein Pech! Ausgerechnet zum Saisonstart muss die Erste der VfL-Basketballer mit Ausfällen kämpfen – allen voran der Coach. Am Samstag geht es zum Mitfavoriten TSV Eriskirch.

„Da freuen wir uns seit Wochen auf den Start, und dann so etwas!“ Der Stoßseufzer von Neu-Coach Bekim Kukiqi bezieht sich zum einen auf sich selbst: Den Albaner hat eine schwere Erkältung erwischt, Stand Freitag war sehr zweifelhaft, ob er die Reise in den Süden überhaupt würde antreten können. Dazu kommt der Ausfall zweier „Langer“: Constantin Munz hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen, fällt mindestens drei Wochen aus, Marsel Sibinovic ist noch nicht aus dem Urlaub zurück. Nächster Patient: Shkelzen Bekteshi konnte seit fast zwei Wochen wegen Rückenbeschwerden nicht trainieren, bei ihm besteht aber noch eine geringe Hoffnung, dass er sich aufs Feld schleppt. Simon Zimmermann fällt dazu schon seit Wochen verletzt aus.

Kukiqi sagt zwar: „Auch ohne die vier hätten wir noch eine ganz gute Mannschaft“, aber ob das für den TSV Eriskirch reicht? Der Klub hat sich wie der VfL den Aufstieg in die Oberliga vorgenommen. Was sicher keine Phantastereien sind. Schließlich war der TSV in der vergangenen Saison Dritter, Meister Illertal und Vize Tübingen 2 sind in der Oberliga, das Team wurde noch einmal verstärkt.

Ein schwerer Gang also für den Oberliga-Absteiger, der unbedingt zurück will. Spielbeginn in Eriskirch ist um 18.00 Uhr. ut

VfL: Abele, Bekteshi (?), Eberle, Gritschke, Parlapanis, Reichmuth, Reza, A.Sengül, Strickland, Tussetschläger, M.Wanzke.


Vierter Platz beim Turnier in Marbach

Starker Auftritt

Siege gegen Landesligisten, knappe Niederlagen gegen Regionalligist Marbach und Oberligist Rottenburg – VfL-1-Coach Bekim Kukiqi war nach Platz vier beim Vorbereitungsturnier in Marbach stolz auf sein Team.

Die VfL-Basketballer sind zwei Wochen vor Saisonbeginn in der richtigen Spur. Beim – allerdings sehr schlecht organisierten – Vorbereitungs-Turnier beim TV Marbach zeigte der Oberliga-Absteiger in allen sechs Spielen gute bis sehr gute Leistungen. Und das trotz einiger Ausfälle. Ohne die erkrankten Dominik Eberle und Simon Zimmermann, am Samstag auch ohne Marsel Sibinovic, gewann die Kukiqi-Truppe ihre ersten drei Vorrundenspiele gegen Teams aus dem Bezirk 3 souverän. Beim Finale um den Gruppensieg am Sonntagmorgen hatte man Gastgeber TV Marbach aus der 2. Regionalliga fast schon im Sack. Doch nach einem Dreier des überragenden Desmond Strickland zum 24:21 entschieden die Schiedsrichter zweimal auf Offensiv-Foul gegen den VfL, Marbach traf zwei Dreier und zwei Freiwürfe und gewann 29:24. Im Halbfinale gegen den etablierten Oberligisten TV Rottenburg kam es noch härter. Mit sechs Punkten führte Kirchheim kur vor Schluss, als Constantin Munz in höchster Bedrängnis seinen Ellenbogen zu aggressiv nutzte, ein unsportliches Foul kassierte und dem TVR so die Wende ermöglichte – Endstand 31:35, das Finale war verpasst.

Im Spiel um Platz drei ließ Kukiqi verstärkt seine Bank ran, aber auch in der Revanche gegen Marbach agierte der VfL auf Augenhöhe, trotz der 31:37-Niederlage. Das Fazit des Coaches: „Das war ein tolles Turnier. Ich bin wirklich sehr stolz auf die Jungs.“ ut

 

Gruppenspiele:

VfL 1 - TSG Backnang (Bezirksliga) 41:31
VfL 1 - BG Remseck (Landesliga) 41:32
VfL 1 - TSB Schwäbisch Gmünd (Landesliga) 35:25

VfL 1 - TV Marbach (2. Regionalliga) 24:29
Halbfinale:

VfL 1 - TV Rottenburg (Oberliga) 31:35

Spiel um Platz drei:

VfL 1 - TV Marbach 31:37


Holpriger Sieg in Marbach

In ihrem dritten Testspiel gewann die Erste der VfL-Basketballer mit 59:33 beim Landesligisten TV Marbach 2.

Coach Bekim Kukiqi sah eine sehr durchwachsene Leistung seiner diesmal neun Spieler, die große Schwierigkeiten haben, sich an den neuen Spielstil zu gewöhnen. Nach einem starken ersten Viertel wurden im zweiten die Defizite sehr deutlich: Die Marbacher Regionalliga-Reserve gewann diese zehn Minuten 9:8, der VfL fiel durch Hilflosigkeit im Angriff und viel Gemecker untereinander auf, was dem Trainer natürlich überhaupt nicht gefiel. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel zwar wieder etwas besser, der Sieg war sowieso nie gefährdet, aber Kukiqi wähnte sich wie im falschen Film und prognostizierte: „Die Saison wird eine harte Nummer.“ ut

VfL: Bekteshi (13/1), Eberle (2), Gritschke (4), Parlapanis, Reza, Sengül (12), Sibinovic (8), Strickland (18/3), Wanzke (2),


Testspiel-Niederlage in Tübingen

Gegen fast das komplette NBBL-Team führt unsre Erste zu Beginn 17:4, dann beginnt es zu knirschen. Endergebnis 64:72. Coach Kukiqi: "Sicherlich eine Niederlage zur richtigen Zeit. Natürlich passt da noch nicht viel zusammen, nachdem viele Spieler im Urlaub waren, aber das Potenzial, das dieses Team hat, war klar zu erkennen. Wir sind auf dem richtigen Weg."


High Noon am Sonntag: Erste und U20 im Stadion

Alle lauschen konzentriert den Anweisungen des Coaches

Zufrieden mit dem Engagement seiner Jungs: Bekim Kukiqi

Stretching mit Desmond Strickland

Trotz Schmerzen gut gelaunt: Shke Bekteshi

Gute Arbeit: Huddle zum Abschluss des Sonntagmittag-Trainings


Erster Test - Desmond Strickland gibt Debüt

Schon nach einer Woche Vorbereitung wagte sich die erste Mannschaft der VfL-Basketballer ans erste Testspiel. Landesligist TuS Stuttgart, dem allerdings noch viele Stammkräfte fehlten, war dabei kein echter Gegner. Interessanter als das Endergebnis von 94:54 (44:24) war der erste Auftritt von Desmond Strickland (kleines Bild), der in der kommenden Saison als FSJler beim VfL arbeitet und gleichzeitig die Erste unterstützt. Der neue Headcoach Bekim Kukiqi, der den zurückgetretenen Pasko Tomic ersetzt, war fürs erste ganz zufrieden: „Ich denke, er kann uns bei unserem Ziel Wiederaufstieg entscheidend helfen.“ Strickland, der zuvor noch kein einziges Training absolviert hatte, war mit 22 Punkten gleich Topscorer, gefolgt von Rückkehrer  Constantin Munz (im Bild, 17 Punkte). Eindeutig verbesserungswürdig war natürlich die Freiwurfquote von 7:15.

VfL: Abele (3), S.Bekteshi (9/1), Eberle (8), Gritschke (6), C. Munz (17), Reichmuth (6/2), Reza, Sengül (12), Sibinovic (4), M.Wanzke, Zimmermann 5/1).


Trainingsauftakt

Gleich 13 Spieler konnte Headcoach Bekim Kukiqi zum Trainingsauftakt für die Saison 2014/15 begrüßen - einige sind natürlich noch in Urlaub. Mit mindestens fünf Trainingseinheiten pro Woche wird nun vier Wochen lang so richtig Gas gegeben, dann beginnt die Schule und es sind nur noch drei Einheiten möglich. Saisonauftakt ist am 4. Oktober bei einem der größten Konkurrenten um den Aufstieg in die Oberliga, dem TSV Eriskirch.

Die erste Ansprache von Bekim Kukiqi

Wieder da: Shkelzen Bekteshi: "Das Training von Bekim hat mich überzeugt!"

Alle Mann nach vorn!

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