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In der Bundesliga angekommen

Vier Spieler, die im vergangenen Juni mit dem VfL Kirchheim bei der Qualifikation zur Jugend-Basketball-Bundesliga gescheitert sind, haben anschließend doch einen Platz in der JBBL gefunden. Die Ausbildung in Kirchheim kann also nicht so schlecht gewesen sein.

Zwei Jahre Vorbereitung hatten nicht gereicht: Am 23. und 24. Juni 2013 verlor das Team von Coach Uli Tangl alle drei Spiele beim JBBL-Qualifikations-Turnier in Augsburg, der Traum Bundesliga war ausgeträumt – aber nicht für alle. Damals schon nicht mehr dabei war Kapitän Tim Auerbach, dessen Wechsel ins Basketball-Internat nach Ludwigsburg bereits feststand und der mit einer Teilnahme für den VfL womöglich seine Spielberechtigung beim neuen Verein riskiert hätte.

Ausgerechnet Auerbach ist nun der individuell erfolgreichste der vier – vielleicht auch, weil er als Internatsschüler mit Abstand die besten Bedingungen hat. Oder einfach über das meiste Talent verfügt.

Das sind die vier:

Tim Auerbach (18.1.1999)

                      

Tim Schmauder (21.2.1998)                         Max Hinitschew (30.4.1999)

Marco Bjelosevic (24.8.1999).

Wobei Letzterer ein Spezialfall ist, da er kein Kirchheimer ist, sondern aus Böblingen kommt und damals als Gastspieler antrat. Er spielt nun für den SV 03 Tübingen erfolgreich in der JBBL (über 23 Minuten Einsatzzeit pro Spiel), sein Team hat als Vierter allerdings die Hauptrunde verpasst.

Aber alle vier sind in der Bundesliga angekommen, gehören fest zu ihren Teams – und können bis auf Schmauder sogar noch im nächsten Jahr mitmachen.

Tim Auerbach hat jedenfalls seinen Wechsel nicht bereut: „Da ich nicht der beste Schüler bin und nicht soviel Lust auf Schule habe, hilft mir das Internat dabei sehr, mich in der Schule gut zu halten. Dabei hilft natürlich das Vertrauen der Coaches, mit denen man sehr offen auch über die Schule reden kann.“ Er bekam in der nun abgelaufenen regulären Runde von Coach Cesar Kiersz gut 21 Minuten Spielzeit, war bei allen zehn Spielen dabei, traf 18 (von 44) Dreiern, verwandelte 13 von 14 Freiwürfen und war mit elf Punkten im Schnitt trotz seiner Jugend zweitbester Scorer im Team. Das landete mit 7:3-Siegen auf Platz drei und qualifizierte sich damit für die Hauptrunde.

Erster mit 8:1-Siegen wurde Cybex Urspring, also das Basketball-Internat Urspringschule. Die Bedingungen für die beiden Kirchheimer sind dabei nicht ganz so optimal: Sie gehen weiter in Kirchheim zur Schule und fahren jeden Mittwoch und Freitag gen Osten ins Training. Die beiden Familien Schmauder und Hinitschew wechseln sich dabei ab, so dass die Belastung erträglich ist. Dienstag und Donnerstag trainieren beide im Landesligateam des VfL unter Coach Jan Reichmuth, das Bezirksmeister werden will, am Wochenende gibt es oft gleich zwei Spiele.

Und beide kommen gut mit dem zurecht, was sie da unter so großem Aufwand tun.

Tim Schmauder: „Es gefällt mir sehr gut, ich komme mit allen gut klar und wir sind eine gute Mannschaft.“

Max Hinitschew: „Die Trainings sind sehr intensiv und machen Viel Spaß. An dieses Trainingskonzept habe ich mich schon gewohnt. Vielleicht kann ich nächstes Schuljahr sogar aufs Internat.“

Tim, der zunächst nur zur Probe mitmachte, sich dann aber mit eisernem Willen durchgesetzt hat, bekam bei seinen neun Spielen (von zehn) im Schnitt 16 Minuten Spielzeit und war mit 4,3 Punkten sechstbester Scorer des Südwest-Spitzenreiters.

Max war siebenmal dabei, stand im Schnitt elf Minuten auf dem Feld, verteilte einen Assist und holte einen Rebound pro Spiel. Von ihm sagt Ehingens ProA-Coach Ralph Junge, der an diesem Samstag mit seinem Team in der Sporthalle Stadtmitte auf die Knights trifft, der aber auch Gründer und Chef des Basketball-Internats ist: „Auf ihn freue ich mich besonders in der nächsten Saison, da kann man einiges erwarten.“

Doch zunächst geht es für die Urspringschule wie für Ludwigsburg in die Hauptrunde gegen Freiburg, Gießen, Frankfurt und Langen. Alle drei Kirchheimer haben mit ihren Teams Chancen, sogar in die Play-offs zu kommen.

Und wer weiß: Vielleicht folgt einer dem Kirchheimer Constantin Munz, der gerade erst bei der Kirchheimer Sportlerehrung als Deutscher Meister 2013 der U19 (mit Urspring) geehrt wurde.

Aber bis dahin fließt noch viel Schweiß in der Halle – in Urspring, Ludwigsburg, Tübingen und Kirchheim. ut

 

54 Basketball-Kinder beim 14. Knights-Camp

Angefangen hat alles zum 50. Geburtstag der Kirchheimer Basketballer mit dem ersten Camp im Frühjahr 2007. Jetzt sind schon zum 14. Mal zahlreiche Kinder über drei Tage in der Sporthalle Stadtmitte mit dem rotbraunen Ball aktiv.

Die Liste der Orte, aus denen die Kids zwischen sechs und 15 Jahren kommen, zeigt, welchen Ruf sich das Kirchheimer Camp in diesen sieben Jahren in der Region erarbeitet hat: 54 Teilnehmer aus Filderstadt, Göppingen, Ludwigsburg, Nabern, Nürtingen, Möhringen, Stuttgart, Neidlingen, Hochdorf, Backnang, Remseck, Köngen, Jesingen, Bissingen, Schlierbach, Leinfelden, Nellingen, Freiberg, Weil der Stadt und natürlich Kirchheim tummeln sich von Donnerstag bis Samstag in der Halle. Von Anfang an dabei war Camp-Headcoach Pasko Tomic, und er hat es auch diesmal wieder geschafft, eine illustre Mannschaft von Trainern zusammenzubringen: Knights-Coach Frenki Ignjatovic ist sowieso immer dabei, am Donnerstag halfen die Profis Michael Baumer, Max Rockmann, Björn Schoo und Ivan Buntic dabei, den in Leistungsgruppen eingeteilten Kindern und Jugendlichen die Grundlagen und Feinheiten des Basketballs näher zu bringen. Am Freitag unterstützte Ben Beran das Camp, am Samstag wird Bryan Smithson erwartet. Aus Ehingen kamen die NBBL-Coaches Nico Drmota und Michael Spöcker. Nicht zu vergessen die zahlreichen Kirchheimer Basketball-Trainer und Übungsleiter, die dafür sorgen, dass sich alle 42 Jungs und zwölf Mädchen immer optimal betreut fühlen.

Die ersten Anmeldungen fürs Ostercamp (24.-26. April) liegen übrigens längst vor – die Erfolgsgeschichte geht weiter. ut

Pasko Tomic und Danny Fischer passen genau auf

Dribbelstaffel mit links und rechts

FSJler Joni Gritschke lehrt und lernt

Gespannte Erwartung: Was kann jetzt noch kommen?

Mädchen voraus - auch beim Sprinten. Und ganz vorne: Pia

Pflichtprogramm Stretching: Und hoch das Bein

 


 

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