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Pechvogel wird zum Glücks-Mirsad

Endlich! Im vierten Saisonspiel gelang der Ersten der VfL-Basketballer mit dem 72:69 nach Verlängerung gegen den  TV Derendingen 2 der erste Sieg in der Landesliga. Matchwinner war Youngster Mirsad Haziri (17) mit seinem einzigen Dreier des Spiels drei Sekunden vor Ende der Verlängerung.

Natürlich musste Spielertrainer Marco Wanzke wieder auf mehrere Spieler verzichten: Marco Gligoric setzte aus disziplinarischen Gründen ein Spiel aus, Hector Alanis Sanchez, Max Mauch und Vincent Eder waren aus unterschiedlichen Gründen verhindert. Und dann kommt Angstgegner TV Derendingen 2 am Sonntagabend in die Sporthalle Stadtmitte, gegen den es in der letzten Saison auch mit Gligoric und Tim Auerbach, der inzwischen für den Ex-Knight Radi Tomasevic in Nellingen Oberliga spielt, zwei deutliche Klatschen gegeben hatte.

Doch der Start strafte die Pessimisten Lügen. Der VfL spielte strukturiert, verteidigte engagiert und machte vieles richtig – 20:13 nach zehn Minuten. Die Gäste erwiesen sich allerdings als das erwartet gut eingespielte Team und gewannen die Viertel zwei (22:19), drei (14:12) und vier (11:9) jeweils knapp – was beim 60:60 zur Verlängerung führte.

Da trumpfte Cveti Bozic groß auf. Der Center, der im vierten Viertel gar nichts mehr zustande gebracht hatte, dabei siebenmal unter dem Korb verworfen hatte, legte nun einen nach dem anderen seiner unnachahmlichen Zwirbelwürfe in den gegnerischen Korb. Was auch nötig war, denn Derendingen legte mit zwei Dreiern und einem Drei-Punkte-Spiel los (64:69, 43.) und schien bereits gewonnen zu haben. Acht der neun Punkte zum 69:69 35 Sekunden vor Schluss aber kamen durch Bozic, und als der letzte Angriff der Gäste abgewehrt war, hatte Marco Wanzke in einer Auszeit Gelegenheit, einen Spielzug für die letzten 18 Sekunden zu planen.

Ob das dann aber wirklich so gedacht war? Denn ausgerechnet Mirsad Haziri, mit etwa 7-8 verballerten Drei-Punkte-Würfen bis dahin der Pechvogel des Abends, bekam die Wurfchance jenseits der 6,75-Meter-Marke – und traf!

Noch drei Sekunden! Aber die letzte Chance des TVD verpuffte, neun Kirchheimer lagen sich in den Armen, und die Saison hat nun auch für den VfL begonnen. ut

VfL: Bozic (22), Engonidis (11), L. Haziri (n.e.), M.Haziri (7/1), Palmieri (19/1), Schmauder (6/2), Schmidt, M.Wanzke (7), K.Wanzke.


 

Wanzke: „Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden“

Es geht aufwärts – nur Punkte gibt es immer noch keine: Im dritten Saisonspiel verlor die Erste der VfL-Basketballer bei der TSG Reutlingen 2 unglücklich 80:84.

Wenn man als siegloser Tabellenletzter 38 Minuten lang führt und am Ende mit vier Punkten subjektiv unverdient verliert, kann man schon mal emotional werden. VfL-Spielertrainer Marco Wanzke, unmittelbar nach dem Spiel, war jedenfalls außer sich: „Ich bin auf 180! Der erste Schiedsrichter war schrecklich, der hat das Spiel entschieden.“

Nach zwei eher desaströsen Auftaktniederlagen (40:86 und 72:90) in der Landesliga war zweifellos ein großer Aufwärtstrend bei den Kirchheimern zu entdecken. Wobei natürlich die Saisondebüts von Marco Gligoric und Cveti Bozic eine große Rolle spielten. Das Passspiel des VfL wird durch Gligorics Anwesenheit zwar weniger flüssig, seine Punkte helfen aber wahrscheinlich mehr als seine gelegentlich egozentrischen Fehler schaden. Und die Präsenz von Bozic unter dem Korb verleiht dem Kirchheimer Spiel auf beiden Seiten des Feldes natürlich deutlich mehr Stabilität und Qualität.

So führte die Wanzke-Truppe 22:17 nach dem ersten, 45:42 nach dem zweiten und sogar 66:58 nach dem dritten Viertel. Wanzkes Ansage: „Lasst uns weiter ordentlich Abwehr spielen, dann halten wir die unter 70 Punkten und gewinnen.“

Der erste Schiedsrichter hatte jedoch etwas dagegen. Er stand nun meist auf der Kirchheimer Verteidigungsseite und pfiff bei jedem Zucken Foul. So marschierten nacheinander Gligoric (38.) und auch Wanzke (39.) mit fünf Fouls vom Feld, es gab in den letzten zehn Minuten 14 Freiwürfe für die TSG (zwei für den VfL) und die Gastgeber gewannen, nachdem der VfL in der 38. Minute noch 78:72 geführt hatte, 84:80.

Trotz der dritten Niederlage nacheinander  scheint eine Wende in Sicht, im Training waren zuletzt sogar zwölf Spieler und das Team findet sich langsam. Das sah auch Reutlingens Coach Bülent Veznikli so: „Wir hatten am Ende viel Glück. Kirchheim hat eine gute Mannschaft, mit dem Abstieg werdet ihr nichts zu tun haben.“ ut

VfL: Bozic (13), Engonidis (4), Gligoric (22/3), L. Haziri, M.Haziri (13/3), Mauch, Palmieri (26/1), Raizner (1), M.Wanzke (1), K.Wanzke.


Besser, aber nicht gut genug

Beim Heimauftakt in der Landesliga konnte die Erste der VfL-Basketballer ihre Ligatauglichkeit beweisen, gegen die TS Göppingen gab es wegen eines schwachen dritten Viertels dennoch eine klare 72:90-Niederlage.

Von den sechs Fehlenden des ersten Katastrophenspieltags in Söflingen waren wenigstens Spielertrainer Marco Wanzke (der nach dem Ausstieg von Frank Acheampong wieder die alleinige Verantwortung übernommen hat), Hector Alanis Sanchez und Vincent Eder wieder dabei, die Leistungsträger Marko Gligoric (schaute von der Tribüne aus zu) und Cveti Bozic sowie Markus Lowski fehlten weiter aus unterschiedlichen Gründen. Dennoch zeigte der VfL deutliche Fortschritte: Strukturierte Angriffe, reichlich Biss in der Abwehr, wenige Fehler – das reichte, um gegen die favorisierten Göppinger drei Viertel ausgeglichen zu gestalten.

Youngster Mirsad Haziri startete gleich mit zwei blitzsauberen Dreiern, das Geschehen wogte hin und her und zur Halbzeitpause war beim 32:31 noch alles offen. Das dritte Viertel geriet jedoch zum Desaster: Die Gäste unter dem Ex-Knights-Co-Trainer Ljubomir Petkovic erhöhten die Schlagzahl auf beiden Seiten des Feldes, die Folge waren viele Ballverluste und Fehlwürfe der Kirchheimer und daraus folgend viele einfache Körbe der Göppinger. 21:36 gingen diese zehn Minuten verloren, vor dem Schlussabschnitt gab‘s beim 53:67 nur noch wenig Hoffnung auf ein glückliches Ende.

Der VfL fing sich zwar wieder, doch unter zehn Punkte konnte der Rückstand nicht mehr gedrückt werden. Am Ende machte TS-Topscorer Cedric Lauster (27 Punkte) noch sieben Punkte in Serie vom 63:78 (36.) zum 65:85 (38.). Das Spiel endete, wie es begonnen hatte: Mit einem, dann allerdings wertlosen Dreier von Haziri.

Fazit: Es wird besser, aber es ist noch lange nicht gut genug.

Wichtig: Auf die 17-jährigen Haziri und Tizziano Palmieri (Topscorer) ist Verlass, hier wächst etwas heran.

Ausblick: Wenn Gligoric und Bozic regelmäßig spielen können (wollen?), müsste der Klassenverbleib möglich sein. ut

VfL: Alanis Sanchez (4), Eder, Engonidis (14), L. Haziri, M.Haziri (19/5), Mauch, Palmieri (22/1), K.Wanzke (3/1) M.Wanzke (10).


Panne plus Abfuhr

Ohne fünf der Besten, dafür mit zwei nicht eingetragenen Jugendspielern, ging die Erste der VfL-Basketballer zum Landesliga-Auftakt bei der TSG Söflingen 3 40:86 unter. Das Spiel wird voraussichtlich aber 0:20 gewertet.

Kapitän und Spielertrainer Marco Wanzke auf einem Kongress in Karlsruhe, Marko Gligoric, Hector Alanis Sanchez, Cveti Bozic und Markus Lowski aus unterschiedlichen Gründen verhindert – Coach Frank Acheampong führte ein Himmelfahrtskommando ohne fünf Leistungsträger zum ersten Landesligaspiel nach Söflingen. In der allgemeinen Hektik wurde dann auch vergessen, die beiden U20-Spieler Noah Gere und Jonathan Raichle bei Geschäftsführer Uli Tangl zu melden – oder sie selbstständig auf den Mannschaftsmeldebogen zu setzen. Das kam erst am Abend heraus – und macht das 40:86-Debakel mit Sicherheit zum 0:20 am grünen Tisch.

Zum Spiel lässt sich wenig sagen, außer: Es war ein Klassenunterschied. Acheampong: „Wir haben gegen die Söflinger Zone leider wie im Handball gespielt, immer außen rum.“

Es bleibt die Hoffnung, dass mit den fünf diesmal Fehlenden wenigstens die Landesliga gehalten werden kann. Angreifen will man ja eh erst wieder in der Saison 2019/20.  ut

VfL: Engonidis (6), Gere (6/1), L. Haziri (4), M.Haziri (10/2), Mauch (2), Palmieri (10), Raichle (2), K.Wanzke (2).


 

 

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