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\"Ergebnisdienst\" Ergebnisse
beim DBB

Zum Pflichtsieg durchgewurstelt

Gegen den Landesliga-Letzten TV Konstanz 2 tat sich die Erste der VfL-Basketballer schwerer als erwartet, gewann am Ende aber ungefährdet 68:53.

Immerhin wurde die Serie der letzten Spiele auf 5:1-Siege ausgebaut, und das war zusammen mit dem nun beruhigenden Abstand von drei Siegen zum Relegationsplatz acht, auf dem derzeit der TSV Rottweil mit fünf Siegen sitzt, die einzig wirklich wichtige Erkenntnis   dieses Sonntagabends in der Sporthalle Stadtmitte.

Gründe für die unterdurchschnittliche Performance des VfL gab es allerdings auch genug. Zum einen fehlten mit Marko Gligoric und Cveti Bozic zwei absolute Leistungsträger. Dann konnte Spielertrainer Marco Wanzke nach seiner hartnäckigen Erkältung höchstens 50 Prozent leisten. Und Scharfschütze Tim Auerbach hatte sein Visier völlig verstellt, so dass ihm zum ersten Mal im achten Spiel für den VfL kein einziger erfolgreicher Dreipunktewurf gelang.

Dafür sprangen andere ein, vor allem Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt, der zwischen der 6. und der 15. Minute alle seine vier Dreier traf und damit viel zur beruhigenden 37:20-Führung zu diesem Zeitpunkt beitragen konnte.

Begonnen hatte alles mit zwei Dreiern von Knights-Betreuer Tim Schmauder, die den schlechten Start kaschierten (6:9, 3. Minute), nach dem 10:11 (4.) folgte ein wohl spielentscheidender 17:0-Lauf, der den Einheimischen zur Viertelpause das 27:11 bescherte.

Stark dabei die Reboundarbeit von Kiri Engonidis, der zudem mit einigen überraschenden Pässen glänzte, sowie die Abgeklärtheit von Erik Weßelborg, der am Ende der einzige war, der über 40 Minuten konstant gut spielte und deshalb mit 18 Punkten auch Topscorer wurde.

Nach dem erwähnten 37:20 ließ es der VfL etwas ruhiger angehen – 42:25, 17. Minute, um dann mit dem 48:27 zur Halbzeit den Deckel draufzumachen.

Die zweite Hälfte: zum Vergessen. Nur jeweils zehn Punkte gelangen den Kirchheimern in den Vierteln drei und vier, ein besserer Gegner hätte das womöglich ausgenutzt. So aber kam Konstanz, nur mit sieben Spielern angereist, nie in Schlagdistanz, der kürzeste Vorsprung betrug zehn Punkte beim 60:50 – doch da waren nur noch fünf Minuten zu spielen. Und zudem netzte Schmidt seinen fünften Dreier zum 63:50 ein, diese Messe war gelesen.   

Noch sind vier Spiele zu absolvieren, am kommenden Samstag geht es zum Tabellenzweiten SV Böblingen zwei. Allerdings steckt der VfL endgültig im grauen Mittelfeld fest.ut

VfL: Auerbach (8), Engonidis (4), L. Haziri (2), M.Haziri (8/2), Palmieri (6), Schmauder (7/2), Schmidt (15/5), M.Wanzke, Weßelborg (18).


 

Dreiergewitter und Punkteklau in Derendingen

Letztlich wegen eines Fehlers des Anschreibers ging die Siegesserie der Landesliga-Mannschaft der VfL-Basketballer zu Ende. Beim TV Derendingen 2 gab es ein äußerst unglückliches 81:83.

Dass Spielertrainer Marco Wanzke erneut mit Fieber im Bett lag, erwies sich bei diesem Landesliga-Auswärtsspiel nicht nur auf dem Feld als eine Schwächung. Denn zum Ende des ersten Viertels ergab sich eine Situation, die die Erfahrung des Abteilungsleiters nötig gehabt hätte. Denn es fiel auf, dass der Anschreiber des Heimvereins beim Punkte-Notieren die Seiten vertauscht hatte – und die Schiedsrichter mussten nun klären, wer welchen Korb nun wirklich gemacht hatte. Leider entdeckten sie nicht die eigentlich offensichtliche Wahrheit: Ein Korb der Kirchheimer Nummer 16, Kiri Engonidis, war für den TVD notiert worden. Offensichtlich deshalb, weil sich jeder Kirchheimer noch an diesen Korb erinnern konnte – und vor allem, weil auf Derendinger Seite kein Spieler die Nummer 16 auf dem Trikot hatte. So wurde dieser Fehler nicht korrigiert – und Interims-Spielertrainer Tim Auerbach (20) unterließ es in der allgemeinen Hektik, sofort Protest einzulegen.

So ging es mit dem Spielstand von 16:18 aus Kirchheimer Sicht in die erste Viertelpause.

Der Ärger wirkte wohl nach: Nach dem 22:22 (13.) wurde den Gastgebern ein 10:0-Lauf zum 22:32 gestattet, dem der VfL bis zur 27. Minute vergeblich hinterherlief – 44:59.

Was dann allerdings bei den nächsten sechs Angriffen passierte, ist wohl einmalig in der Kirchheimer Basketball-Geschichte: Alle diese sechs Angriffe wurden mit einem erfolgreichen Dreier abgeschlossen: Auerbach, Auerbach, Mirsad Haziri, Tim Schmauder, Auerbach, Schmauder – Rattattattatta!

Doch nicht einmal dieses phänomenale Dreiergewitter reichte zur Führung vor dem Schlussabschnitt (62:63). Doch nun wurde es ein Krimi mit ständig wechselnden Führungen. Eine Minute vor Schluss hatte sogar der VfL mit 81:77 die Nase vorn. Doch Derendingen machte die letzten sechs Punkte der Partie und beendete damit die Serie von vier Siegen nacheinander des VfL – obwohl der in diesem Spiel zwei Punkte mehr als der Gegner erzielt hatte.

Chancen auf eine Korrektur oder Spielwiederholung gibt es fast keine. Die Schiedsrichter haben das Endergebnis unterschrieben, ein Protest – mit durchaus zweifelhaften Chancen – wurde keiner eingelegt. Normalerweise hat die Staffelleitung also keinen Grund, einzuschreiten. Gerecht erscheint es den Kirchheimern, die jetzt endgültig Platz zwei und die Oberliga-Relegation abschreiben müssen, natürlich trotzdem nicht. ut

VfL: Auerbach (20/5), Engonidis (15), L. Haziri, M.Haziri (3/1), Palmieri (9/1), Schmauder (14/4), Schmidt (6/2), Weßelborg (14).


Es läuft: Siegesserie auf Vier ausgebaut

Trotz Personalnot und Startproblemen haben die Landesliga-Basketballer des VfL auch ihr viertes Spiel in Folge gewonnen. Gegen den Tabellenvierten TSG Reutlingen 2 gelang ein 75:70-Sieg.

Spielertrainer Marco Wanzke mit hohem Fieber im Bett, die Center Bozic, Alanis Sanchez und Mauch weiter unabkömmlich, so geschwächt startete die 1. Mannschaft ins Sonntagabendmatch gegen die Zweite der TSG Reutlingen. Das Hinspiel hatte Kirchheim 80:84 verloren, da war also noch eine Rechnung offen.

Doch der Start missriet fast wie erwartet. Offensichtlich etwas verwirrt vom Fehlen des Chefs, den der 20-jährige Tim Auerbach vertrat, klappte weder vorne noch hinten etwas. Die Gäste strotzten vor Selbstvertrauen und nutzten den Moment, um das erste Viertel 24:13 zu gewinnen. Wenig deutete darauf hin, dass sich der in diesen zehn Minuten offenbarte Leistungsunterschied ändern sollte.

Doch im zweiten Viertel passierte Entscheidendes! Nach dem 13:26 ging einerseits ein Ruck durch das Heimteam. Konzentration, Disziplin und Einsatzbereitschaft verdoppelten sich plötzlich, die Verteidigung agierte plötzlich aggressiv und im Verbund – und auf der anderen Seite nahmen alle diese Faktoren fast im gleichen Maße ab. Gäste-Coach Bülent Veznikli wechselte allerdings auch viel, brachte seinen Bankspieler, was offensichtlich dem VfL in die Karten spielte.

So war bis zur Halbzeitpause der Anschluss mit dem 32:34 wiederhergestellt.

Größtes Manko bis dahin: Von außen wollte gar nichts fallen! Das ging noch bis zur 26. Minute und dem 40:46 so weiter – und plötzlich war der Knoten geplatzt! Tiziano Palmieri, Chris Schmidt und Tim Schmauder trafen vier Dreier, die erste Führung war beim 47:46 (27.) perfekt. Und als nach der letzten Viertelpause auch Auerbach sein Visier richtig eingestellt hatte und drei Dreier eingenetzt hatte, war die Partie beim 71:60 (37.) praktisch entschieden.

Und wirklich gefährlich wurde es auch nicht mehr. Reutlingen schickte in der Schlussminute Auerbach an die Freiwurflinie, der traf ordentliche vier von sechs, der vierte Sieg nacheinander war mit dem 75:70 in trockenen Tüchern.

Die nächsten zwei Aufgaben – Auswärtsspiel beim Siebten TV Derendingen 2, Heimspiel gegen den Letzten TV Konstanz 2 – erscheinen machbar. Dann folgt der Gang zum Zweiten Böblingen. Das leichte Schielen nach dem Relegationsplatz lebt weiter… ut

VfL: Auerbach (22/3), Engonidis (6), Gligoric (11), M.Haziri (2), Palmieri (11/1), Schmauder (8/1), Schmidt (9/1), Weßelborg (6).


Vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam

Mit einer sensationellen Freiwurfquote und starken Nerven in der Schlussphase gelang der Ersten der VfL-Basketballer die 86:82-Sensation bei Landesliga-Primus TS Göppingen.

Es war der dritte Sieg nacheinander für das Team von Spielertrainer Marco Wanzke, doch nach den Heim-Erfolgen gegen die Kellerkinder Ravensburg und Söflingen hatte dieser doch eine ganz andere Qualität. Schließlich ging es zum zu Hause noch ungeschlagenen Spitzenreiter, der sich zudem mit dem Ex-Kirchheimer Max Hinitschew verstärkt hatte. Doch seitdem Knights-Physiotherapeut Erik Weßelborg zum Team gestoßen ist, hat diese Mannschaft eine andere Qualität. Da machte es auch nichts, dass erneut die drei Center Cveti Bozic, Hector Alanis Sanchez und Max Mauch fehlten. Wenn man Bozic noch hinzunimmt und den von seiner Knöchelverletzung langsam genesenden Mirsad Haziri, muss der VfL wirklich gar keinen Gegner mehr in der Landesliga fürchten.

Doch von vorne. Sechs der ersten neun Punkte zum 9:5 kamen von Wanzke, was schon mal ein gutes Zeichen war, hat der Spielertrainer bisher doch eher als Organisator denn als Scorer geglänzt. Fast überraschend kam hinzu, dass erst der achte Freiwurf (10. Minute) daneben ging: Mit unter 54 Prozent stellte der VfL bis zu diesem Tag das schlechteste Team der Liga, diesmal waren es am Ende fast 87 Prozent (26:30).

Doch nach dem 22:21 gab es im zweiten Viertel einen Einbruch: Den Gastgebern wurde ein 15:0-Lauf vom 24:25 (12.) zum 24:40 (15.) gestattet, der Favorit setzte sich ab. Kurz danach waren drei weitere Dreier des Gegners durch die Reuse gerauscht, das 32:51 (17.) schien bereits eine Vorentscheidung. Doch Kirchheim rappelte sich auf, Göppingen traf auch nicht mehr alles, und der 11:0-Lauf zum 43:51 (20.) war die perfekte Reanimation.

Die Aufholjagd ging auch nach der Pause weiter, nach 27 Minuten gelang endlich wieder die Führung – 62:59. Doch Göppingen blieb dran, zeigte, warum es vorne steht, und beim 69:71 (33.) begann die Zeit der Nerven. Und da war Kirchheim an diesem Abend besser! Erik Weßelborg, Tim Auerbach und Kiri Engonidis schafften bei gleichzeitig starker Abwehrleistung alles Akteure den entscheidenden 12:2-Lauf zum 81:73 zweieinhalb Minuten vor Schluss. Die Turnerschaft wehrte sich zwar noch einmal, kam in der 39. Minuten auf 81:77 heran, doch der VfL konterte zum 86:79, so dass der letzte der sechs Dreier des Ex-Kirchheimers Turan Cal nur noch Ergebnis-Kosmetik bedeutete.

Kirchheim steht jetzt auf dem 5. Tabellenplatz, der Abstand zum Abstiegsrang neun beträgt vier Siege – nach oben zum Relegationsplatz in die Oberliga nur drei. Geht da noch was? ut

VfL: Auerbach (18/3), Engonidis (13), Gligoric (9/1). M.Haziri, Palmieri (13/1), Schmauder (3), Schmidt (3/1), K.Wanzke, M.Wanzke (12), Weßelborg (15).


 

Starker Rückrundenstart und Sprung auf Platz sechs

Auch ohne zwei der Besten, dafür mit einem starken Neuen, gewannen die VfL-Basketballer den Rückrundenauftakt gegen die TSG Söflingen 3 75:63 – und verließen den Relegationsplatz.

Marko Gligoric und Cveti Bozic schafften es nicht zum Spiel am Sonntagabend in die Sporthalle Stadtmitte, da kam Neuzugang Erik Weßelborg gerade recht! Dass der Ex-Essener dann aber gleich zum Topscorer wurde, damit musste man nicht unbedingt rechnen. Unterm Strich: Ohne den Neuen hätte es kaum den fünften Saisonsieg gegeben.

Doch von vorn: Nach holprigem Beginn (2:5, 3. Minute) legte das Team von Spielertrainer Marco Wanzke los wie die Feuerwehr – und Söflingen schien von allen guten Geistern verlassen! Der 18:0-Lauf zum 20:5 bedeutete so etwas wie eine Vorentscheidung, doch dieser Parforce-Ritt, bei dem Center Kiri Engonidis mit viel Wucht und Energie eine Hauptrolle gespielt hatte, kostete viel Kraft: Wanzke musste zu Beginn des zweiten Viertels seine Bankspieler bringen. Söflingen nutzte das, traf auch sofort einige Dreier und schon sechs Minuten später war die Partie beim 25:21 wieder völlig offen. Zum Glück hatte nun Tim Auerbacher sein Visier justiert, seine drei Dreier zwischen der 16. und 18. Minute sicherten die Führung. Doch der Abstand von vier bis sechs Punkten hielt bis zur 22. Minute (39:34) – als plötzlich Weßelborg ganz groß aufspielte. Unter dem Korb nicht zu stoppen, zwischendurch mal ein Mitteldistanzwurf, ihm gelang fast alles: Zwölf Punkte vom Neuen zwischen der 25. und der 30. Minute halfen entscheidend zur Absetzbewegung – vor dem letzten Viertel war die Führung mit 59:45 fast komfortabel. Söflingen kam dennoch noch einmal auf 66:60 heran (36.), doch der fünfte Dreier von Tim Auerbach beerdigte die Partie und lupfte den VfL vor den sonntäglichen Konkurrenten. Da auch der TV Derendingen 2 zu Hause gegen die TSG Reutlingen 2 verlor, gelang sogar der Sprung von Platz acht auf Platz sechs.

Am nächsten Sonntag geht’s zum Tabellenführer TS Göppingen. Ex-Knights-Assistant-Coach und TS-Trainer Ljuba Petkovic, der am Samstag beim Tabellenletzten TV Konstanz 2 überraschend die zweite Saisonniederlage kassierte, schaute sich den VfL gestern hoch interessiert an. Wenn Bozic und Gligoric noch dazukommen, ist auch in Göppingen alles möglich. ut

VfL: Auerbach (17/5), Engonidis (12), L. Haziri, Palmieri (11), Schmauder (3/1), Schmidt (8/2), K.Wanzke (1), M.Wanzke (3), Weßelborg (20).


Die Problemzone liegt unter dem Korb

Mit gedämpften Hoffnungen, aber klaren Zielen geht die Landesliga-Truppe der VfL-Basketballer in die Rückrunde. Vom Relegationsplatz soll der Sprung ins Mittelfeld geschafft werden. Am Sonntag um 18 Uhr geht es in der Sporthalle Stadtmitte los – und einen Neuzugang gibt es auch!

Vier Siege, fünf Niederlagen: Das war die fast ausgeglichene Bilanz der ersten Mannschaft der VfL-Basketballer in der Vorrunde der Landesliga, der höchsten Klasse im Bezirk.  

Doch statt eines netten Mittelfeldplatzes gibt es in dieser Saison dafür Platz acht, was nach 18 statt neun Spieltagen den Gang in die Relegation bedeuten würde. Die andere Seite der Medaille: Platz vier ist gerade mal einen Sieg entfernt! Deshalb sagt Abteilungsleiter Marco Wanzke, der gleichzeitig als Spielertrainer fungiert: „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, doch durch die sehr ausgeglichene Liga ist möglicherweise sogar mehr drin.“ Tatsächlich fehlen biss zum Dritten SV Böblingen auch nur zwei Siege, lediglich nach ganz vorne geht nichts mehr: Da machen die TS Göppingen (8:1) und SB Heidenheim (7:2) voraussichtlich Meisterschaft und Aufstieg unter sich aus.

Will man sich nach oben orientieren und die extrem knifflige Relegation gegen die hungrigen Vizemeister der Bezirksligen Ost und West vermeiden (nur einer kommt durch!), muss allerdings vieles besser werden. Die Besetzung im Training und in den Spielen ließ doch oft zu wünschen, wobei das Problem sicher nicht mangelndes Engagement oder gar Lustlosigkeit darstellt, sondern die schiere Verfügbarkeit der Spieler. Beruflich oder vom Studium belastet, muss Wanzke froh über jeden seiner Schützlinge sein, wenn sie an einer der drei Trainingseinheiten und am Wochenende bei den Spielen dabei sein können.

Da traf es sich gut, dass über die Winterferien mit Erik Weßelborg ein Neuzugang zum Team stieß, der erstens regelmäßig verfügbar ist und zweitens die Qualität hat, den VfL zu verstärken. Für die zweite Mannschaft des ETB Schwarz-Weiß Essen absolvierte er seit 2015 immerhin 60 Spiele in der Oberliga, im Herbst stand er im Kader des Regionalligateams – bevor es den seit dem 7. Januar 22-jährigen Power Forward nach Kirchheim verschlug. Mit 1,94 Meter Körpergröße ist er nicht gerade ein Basketball-Riese, gilt aber als starker Rebounder.

Was der VfL zufälligerweise derzeit am allernötigsten hat! Denn die Problemzone des VfL im Jahr 2019 liegt unter dem Korb. Von den vier „Großen“ sind Kiri Engonidis und Max Mauch seit Mitte Dezember verletzt, Hector Alanis Sanchez kam gerade erst vom Mexiko-Heimat-Urlaub zurück und der mit Abstand Beste, Cveti Bozic, ist als Münchner immer nur sehr eingeschränkt verfügbar.

Laufen alle Kirchheimer Leistungsträger auf Hochtouren, kann man sich mit jedem Team der Liga messen – gerade nach der Rückkehr von Eigengewächs und Scharfschütze Tim Auerbach vom Oberlisten Nellingen. Die drei VfL-Topscorer sind alle unter den Top-Ten der Liga – aber eben nur vom Punkteschnitt her, da sie wenige Spiele haben: Marko Gligoric (28 Punkte pro Spiel) war in vier der neun Spiele dabei. Tim Auerbach (20,3) nur bei drei, Cveti Bozic (19,2) bei ebenfalls vier.

So führt die interne Korbjägerliste der zuverlässigste Kirchheimer an – und der ist erst 17 Jahre alt: Tiziano Palmieri machte alle neun Spiele mit, stand dabei fast ständig auf dem Feld und belegt mit 168 Punkten (18,7 im Schnitt) Platz drei der Landesliga! Das zweite 17-jährige Talent, Mirsad Haziri, konnte wegen einer hartnäckigen Knöchelverletzung nur fünf Spiele mitmachen, zeigte da aber unter anderem mit 14,2 Punkten und drei Dreiern im Schnitt, dass er für höhere Aufgaben bereit ist.

Schaut man sich die Statistiken der Liga an, gibt das ebenfalls Anlass zur Hoffnung – und zur Sorge… Mit 609 kassierten Punkten hat der VfL die beste Defensive der Liga! Normalerweise ist das der Ausweis und die Fahrkarte in höhere Regionen. Allerdings haben nur zwei Teams weniger Körbe als der VfL (575) erzielt. Die größten Probleme hat Kirchheim an der Freiwurflinie: Niemand in der Landesliga ist da schlechter als der VfL mit seinen 53 Prozent. Und nur die TSG Reutlingen 2 (194) foult häufiger als die Teckstädter, gegen die 177 Fouls gepfiffen wurden.

Am Sonntag geht es nun los, Gegner in der Sporthalle Stadtmitte ist Tabellennachbar TSG Söflingen 3. Wanzke: „Der Start sollte auf keinen Fall verschlafen werden! Nur mit Siegen gegen die direkte Konkurrenz kommen wir ins Mittelfeld.“ Gleichzeitig  soll natürlich auch die Schlappe vom Hinspiel ausgebügelt werden: Zum Saisonauftakt verlor der VfL mit einer Rumpfmannschaft 40:86 – und kassierte hinterher sogar das 0:20 und einen schmerzhaften Minuspunkt, weil zwei kurzfristig mitgenommene Jugendspieler nicht auf dem Mannschaftsmeldebogen eingetragen waren. Jumpball ist um 18.00 Uhr. ut

Spielplan


 

Überwintern auf dem Relegationsplatz

Dieser Sieg war wichtig! Im Abstiegskampf glänzte die Erste der VfL-Basketballer beim 78:75 gegen den Vorletzten TSB Ravensburg zwar nicht, fuhr aber die Punkte ein. Das Ergebnis wird voraussichtlich aber sowieso in ein 20:0 umgewandelt.

Die Voraussetzungen für den VfL waren alles andere als optimal. Spielertrainer Marco Wanzke schleppte sich schwer erkältet gerade mal so zum Coachen auf die Bank, dazu fehlten der weiter verletzte Mirsad Haziri, der beruflich verhinderte Cveti Bozic und Hector Alanis Sanchez, der bereits zum Heimaturlaub in Mexiko weilte. Noch übler waren allerdings die Ravensburger dran, die mit gerade mal sechs Spielern die Reise nach Kirchheim angetreten hatten. Die sowieso dünne Personaldecke war am vergangenen Wochenende weiter reduziert worden, da Trainer Benjamin Burg und Spieler Damir Smajlagic im Landesliga-Heimspiel gegen den TSV Rottweil wegen Schiedsrichter-Beleidigung disqualifiziert worden waren und eine Sperre bekamen.

Der Start ins Kellerduell für den Favoriten unter diesen Umständen war dann auch passend. Nach dem 0:4 legte der VfL einen 19:0-Lauf hin, Gegenwehr kam wenig und manche dachten sicher, das würde so weitergehen. Doch nach dem 21:8 nach dem ersten Viertel wurde Ravensburg immer besser, traf traumwandlerisch von draußen und der VfL baute immer mehr ab. So kamen 28 Punkte der Gäste zum 43:36 zur Pause zustande.

Auch im dritten Viertel änderte sich dieser Trend nicht. Nach 24 Minuten gab’s den ersten Gleichstand (49:49), vor den letzten zehn Minuten stand die Partie Spitz auf Knopf (60:59). Zum Glück fand dann Tim Auerbach sein Zielwasser wieder: Drei Dreier von ihm sorgten für das 78:71 anderthalb Minuten vor Schluss. Doch beim VfL ging nun gar nichts mehr, vier Freiwürfe brachten den TSB auf 78:75 heran. Ein Dreier fehlte zur Verlängerung! Doch Andrijevic verfehlte erst, dann bedrängte Auerbach Fischer bei dessen Versuch von draußen.– Auerbach: „Ich denke, ich habe ihn gefoult…“. Doch die Schiedsrichter sahen das anders und der VfL behielt die Punkte.

Wanzke meinte danach erleichtert: „Zum Glück hatte Kiri Engonidis einen super Tag, seine vielen Rebounds haben uns sehr geholfen. Jetzt haben wir Zeit, uns zu sammeln. In der Rückrunde gibt‘s hoffentlich personell etwas weniger Probleme.“

Im Moment steht der VfL (vier Siege) auf dem achten, dem Relegationsplatz. Vor ihm sind allerdings gleich vier Teams in Reichweite: Reutlingen 2 und Rottweil mit fünf sowie Söflingen 3 und Derendingen 2 mit vier Siegen. Hinter dem VfL stehen Ravensburg mit zwei und Konstanz mit null Siegen. Fatal für den TSB könnte werden, dass das Spiel beim VfL voraussichtlich mit 0:20 und minus eins Punkten gewertet werden dürfte. VfL-Geschäftstführer Uli Tangl stellte nämlich bei der Auswertung fest, dass der sechste Gast gar nicht auf dem Meldebogen steht… ut

VfL: Auerbach (28/4), Engonidis (10), M. Gligoric (10/2), L.Haziri, Mauch (2), Palmieri (24/2), Schmauder (2), K.Wanzke (2).


Toller Kampf ohne Belohnung

Gegen den Landesliga-Zweiten SB Heidenheim kämpfte die Erste der VfL-Basketballer bis kurz vor Schluss um die Überraschung. Vergeblich – 79:90.

Ohne Geburtstagskind Marko Gligoric, dafür wieder mit Center Cveti Bozic und mit Heimkehrer Tim Auerbach bei dessen Heimdebüt  trat das Team von Spielertrainer Marco Wanzke am Sonntagabend gegen den Tabellenzweiten der Landesliga, den SB Heidenheim, an. Der HSB hatte nach der Auftaktniederlage in Rottweil nur noch einmal verloren, das war vor einem Monat beim 78:84 beim Tabellenführer TS Göppingen.

Mit entsprechend viel Selbstvertrauen startete die Mannschaft des Ex-Bundesligaspielers Jürgen Maaßmann in die Partie, unter anderem drei Dreier führten zum 7:17 (9.) aus Kirchheimer Sicht. Beim VfL lief noch nicht viel zusammen, was vielleicht auch daran lag, dass man das Freitagstraining kurzerhand wegen mangelnder Beteiligung und der Mandelentzündung von Wanzke abgesagt hatte. Doch die ersten Punkte von Bozic und ein irrer Buzzerbeater von Tim Auerbach gestalteten das Ergebnis nach zehn Minuten etwas freundlicher – 12:17.

Punkte reichlich gab’s im zweiten Abschnitt. Und Fouls! Die Schiedsrichter pfiffen 16 Mal in diesen zehn Minuten, was die Akteure aber nicht daran hinderte, fleißig einzunetzen. Der VfL machte das zunächst besser, ging sogar 32:30 (18.) in Führung. Doch die Gäste konterten mit einem 12:0-Lauf zum 32:42-Pausenstand – den erneut Auerbach mit einem noch verrückteren Fernwurf mit der Halbzeitsirene zum 35:42 verschönerte.

Zwischen der 22. Und der 26. Minute gelang dem VfL seinerseits ein 9:2-Lauf, der Anschluss war beim 46:48 wiederhergestellt. Vor den letzten zehn Minuten war beim 49:54 alles drin.

Doch der Heidenheimer Duckic lief jetzt plötzlich heiß: Elf Punkte von ihm halfen den Gästen zum vorentscheidenden 51:67, sieben Minuten vor Schluss schien die Sache gelaufen. Doch der VfL gab nicht auf, kämpfte wie besessen – und in der Schlussminute schaffte Wanzke mit einem Dreier das 79:82. Doch das war’s! Der VfL punktete nicht mehr, Heidenheim zeigte sich an der Freiwurflinie perfekt (6:6), und so entsprach das Ergebnis von 79:90 nicht dem hoch spannenden Spielverlauf. ut

VfL: Alanis Sanchez, Auerbach (18/5), Bozic (21), Engonidis (8), L. Haziri,  Mauch, Palmieri (17/1), K.Wanzke (2), M.Wanzke (13/1).


Drei Geschichten und ein sagenhafter Schlussspurt

Einiges zu erzählen gab es vom doch überraschenden 95:90 der Ersten der VfL-Basketballer beim Landesliga-Konkurrenten TSV Rottweil.

Samstagabend, 1. Dezember 2018, 20.00 Uhr? Da war doch was? Genau, das Highlightspiel der Knights in der Scharrena mit 1850 Zuschauern. Es hätten ein paar mehr sein können, doch zeitgleich war das Landesligaspiel TSV Rottweil – VfL Kirchheim angesetzt. Dort gab es zwar ein paar Zuschauer weniger, Siebt- statt Zweitliga-Niveau und deutlich weniger Spektakel – dafür aber einen extrem wichtigen Sieg für Kirchheim.

Und ein paar Geschichten, die es sich zu erzählen lohnt. Als erstes die zweite Rückkehr von Tim Auerbach zum VfL. Nach neun Spielen für den TV Nellingen in der Oberliga, in denen Tim im Schnitt 18 Punkte bei fast vier Dreiern pro Spiel  erzielte, war der Rückzug von Coach Radi Tomasevic ausschlaggebend für das Comeback in der Landesliga. Am Mittwoch wurde der Vereinswechsel über die Bühne gebracht, am Samstag griff Tim ein. 15 Punkte, 6:6 Freiwürfe, davon vier sehr wichtige im letzten Viertel: Der Kunstschütze konnte nach nur einem gemeinsamen Training schon einiges beitragen.

Fast die Hälfte der Punkte trug Marko Gligoric bei! Und traf fünfmal von ganz draußen! Da war seine schon chronisch schwache Freiwurfquote (13:29) zu verschmerzen, auch wegen ihm mussten schließlich drei Rottweiler mit fünf Fouls auf die Bank.

Story Nummer drei: Das Comeback von Spielertrainer und Abteilungsleiter Marco Wanzke als Scorer! Bisher mit 26 Punkten in fünf Spielen auch unter den eigenen Erwartungen, fand er im zweiten Viertel seine Korbgefährlichkeit wieder, machte zwischen der 13. und der 18. Minute acht Punkte und auch im furiosen Schlussviertel noch einige sehr wichtige.

Womit wir beim 30:20 in den letzten zehn Minuten wären. Der VfL war nach dem tollen Start (28:25) in Rückstand geraten und vom Trend her auf der Verliererstraße – 65:70. Doch elf Freiwürfe, erzwungen durch aggressiveres Offensivspiel, und ein Gligoric-Dreier brachten Kirchheim in der 34. Minute mit 76:74 in Führung. Und die wurde bis zum Schluss nicht mehr hergegeben, auch, weil die Schiedsrichter sage und schreibe 31 Freiwürfe für den VfL verhängten (17 Treffer).

Mit jetzt 3:4 Siegen stehen die Teckstädter zwar immer noch auf Platz acht der Landesliga, der Anschluss ans Mittelfeld ist aber hergestellt. ut

VfL: Alanis Sanchez, Auerbach (15/1), Eder, Engonidis (12), Gligoric (42/5), L. Haziri, Mauch (2), Palmieri (6), M.Wanzke (18).


Rumpftruppe verkauft sich tapfer

Mit nur sieben Spielern trat die Erste der VfL-Basketballer zum Landesligaspiel gegen den Tabellenzweiten SV Böblingen 2 an. Das 80:95 kann man unter die Rubrik „ehrenvolle Niederlage“ abhaken.

Mit Mirsad Haziri, der sich beim Abschlusstraining am Freitagabend die Bänder im Sprunggelenk gerissen hatte, und Cveti Bozic (Schulterbeschwerden) fehlten zwei der drei Topscorer vom Auswärtssieg in Konstanz, dazu waren die Center Hector Alanis Sanchez und Max Mauch beruflich verhindert. Dafür kam Punktemaschine Marko Gligoric zurück.

Seine 38 Punkte, zumeist im erstaunlich erfolgreichen „Eins gegen Drei bis Fünf“ erzielt, hielten den VfL dann auch relativ lange einigermaßen im Spiel. Nach einem guten Start des VfL (3:0) fanden die mit vier Amerikanern antretenden Böblinger um den Ex-Bundesligaspieler Al Elliott ihre Linie (7:17, 7.Minute) – und diesen zehn Punkten rannte das Team von Spielertrainer Marco Wanzke den Rest des Spiels hinterher.

Wenn man allerdings die größte Schwäche, die Unsicherheit an der Freiwurflinie, nicht gehabt hätte, wäre mehr möglich gewesen. Als es nach 16 Minuten 21:34 stand, hatten Gligoric und Kollegen bereits 15 Versuche (von 23) an der Linie vergeben! Am Ende lautete die Freiwurf-Bilanz 22:45…

Dennoch blieb eine, zumindest theoretische Chance. Durch die relativ kleinliche, aber immer konsequente Regelauslegung der beiden Schiedsrichter gerieten die mit ebenfalls nur acht Spielern angetretenen Gäste immer mehr in Foulprobleme. Als sich in der Schlussminute der ersten Hälfte Aufbauspieler Kevin Morgan nicht beherrschen konnte und nach seinem dritten persönlichen Foul zwei Technische kassierte, hatte Böblingen nur noch sieben Akteure.  Der Landesligameister der vergangenen beiden Jahre, der jeweils nicht aufsteigen konnte, weil die Erste bereits in der Oberliga spielt, rettete sich aber über die Zeit. Am Ende war auch Isiah Alston (38. Minute) mit fünf Fouls auf der Bank, drei weitere Spieler hatten vier auf dem Konto.

In den letzten 70 Sekunden streute Elliott noch zwei spektakuläre Dreier ein, so dass das etwas zu deutliche 80:95 zustande kam.

Fazit: Mit voller Besetzung hätte der VfL seine Siegesserie auf drei ausbauen können, mit besseren Freiwürfen oder stärkerer Abwehr ebenfalls. Der Abstiegskampf wird wohl sehr lange dauern… ut

VfL: Eder (4), Engonidis (11), Gligoric (38/1), L. Haziri, Palmieri (17/1), Schmidt (3/1), M.Wanzke (7/1).


Toller Sieg mit sieben Mann

Zwei extrem wichtige Zähler im Abstiegskampf holte die Erste der VfL-Basketballer mit dem 77:71 beim Landesliga-Schlusslicht TV Konstanz 2

Mit gerade mal sieben Akteuren reiste Spielertrainer Marco Wanzke an den Bodensee, mit Hector Alanis Sanchez und Max Mauch fehlten unter anderem zwei Center und leider auch Marko Gligoric. So mussten die beiden verbleibenden „Großen“, Cveti Bozic und Kiri Engonidis, fast komplett durchspielen und dabei auch noch darauf achten, keine Foulprobleme zu bekommen.

Doch der starke Start zerstreute zunächst einmal alle Bedenken, Bozic legte gleich gut los und erzielte acht der ersten zehn Zähler zum 10:5 nach vier Minuten. Dann begann auch der 17-jährige Tizziano Palmieri seine erstaunliche Punkte-Produktion, und beim 16:5 (7.) schienen die Weichen zu einer relativ entspannten Partie beim Tabellenletzten gestellt.

Doch diesen Vorsprung konnten die Kirchheimer nicht weiter ausbauen. Nach sieben Minuten im zweiten Viertel (28:20) kam dann der erste kleine Einbruch. Die Gastgeber legten einen 10:3-Lauf hin, zur Pause war die Partie wieder völlig ausgeglichen, der VfL führte aber wenigstens noch 31:30.

Und wieder gelang der Start – 44:38 (24.). Und wieder ließ sich Konstanz nicht abschütteln. Vor allem von der Drei-Punkte-Linie trafen die TV-Guards überdurchschnittlich, vier der nur sieben Treffer im dritten Viertel stammten von außerhalb der 6,75-Meter-Linie.

So stand es kurz nach Beginn des Schlussviertels 54:52 – wenigstens wartete der TVK weiter auf die erste Führung. Nach dem 58:52 legte dazu Palmieri einen tollen Zwischenspurt ein, machte sieben Punkte zum 65:56 (35.). Und als dann der andere Youngster, Mirsad Haziri, seinen vierten Dreier zum 68:58 (36.) verwandelte, schien der Auswärtssieg fast schon in trockenen Tüchern. Doch plötzlich trafen die Konstanzer wieder von draußen, drei Dreier und zwei Zweier führten zum 72:71-Anschluss eine Minute vor Schluss. Doch es sollte der letzte Treffer des Gegners gewesen sein! Bozic, Palmieri und Haziri, die 70 der 77 Kirchheimer Punkte machten, trafen dafür fünf von sechs Freiwürfen und der zweite Sieg in Folge war unter Dach und Fach.  

In der Tabelle hat sich der VfL mit nun drei Zählern nun an das Mittelfeld herangeschoben, steckt aber natürlich weiter tief im Abstieskampf – mit Heidenheim, Derendingen (4) und Ravensburg (2) sowie Konstanz (-1)   ut

VfL: Bozic (21), Engonidis (2), L. Haziri (2), M.Haziri (22), Palmieri (27/2), K.Wanzke (2), M.Wanzke (1).


Pechvogel wird zum Glücks-Mirsad

Endlich! Im vierten Saisonspiel gelang der Ersten der VfL-Basketballer mit dem 72:69 nach Verlängerung gegen den  TV Derendingen 2 der erste Sieg in der Landesliga. Matchwinner war Youngster Mirsad Haziri (17) mit seinem einzigen Dreier des Spiels drei Sekunden vor Ende der Verlängerung.

Natürlich musste Spielertrainer Marco Wanzke wieder auf mehrere Spieler verzichten: Marco Gligoric setzte aus disziplinarischen Gründen ein Spiel aus, Hector Alanis Sanchez, Max Mauch und Vincent Eder waren aus unterschiedlichen Gründen verhindert. Und dann kommt Angstgegner TV Derendingen 2 am Sonntagabend in die Sporthalle Stadtmitte, gegen den es in der letzten Saison auch mit Gligoric und Tim Auerbach, der inzwischen für den Ex-Knight Radi Tomasevic in Nellingen Oberliga spielt, zwei deutliche Klatschen gegeben hatte.

Doch der Start strafte die Pessimisten Lügen. Der VfL spielte strukturiert, verteidigte engagiert und machte vieles richtig – 20:13 nach zehn Minuten. Die Gäste erwiesen sich allerdings als das erwartet gut eingespielte Team und gewannen die Viertel zwei (22:19), drei (14:12) und vier (11:9) jeweils knapp – was beim 60:60 zur Verlängerung führte.

Da trumpfte Cveti Bozic groß auf. Der Center, der im vierten Viertel gar nichts mehr zustande gebracht hatte, dabei siebenmal unter dem Korb verworfen hatte, legte nun einen nach dem anderen seiner unnachahmlichen Zwirbelwürfe in den gegnerischen Korb. Was auch nötig war, denn Derendingen legte mit zwei Dreiern und einem Drei-Punkte-Spiel los (64:69, 43.) und schien bereits gewonnen zu haben. Acht der neun Punkte zum 69:69 35 Sekunden vor Schluss aber kamen durch Bozic, und als der letzte Angriff der Gäste abgewehrt war, hatte Marco Wanzke in einer Auszeit Gelegenheit, einen Spielzug für die letzten 18 Sekunden zu planen.

Ob das dann aber wirklich so gedacht war? Denn ausgerechnet Mirsad Haziri, mit etwa 7-8 verballerten Drei-Punkte-Würfen bis dahin der Pechvogel des Abends, bekam die Wurfchance jenseits der 6,75-Meter-Marke – und traf!

Noch drei Sekunden! Aber die letzte Chance des TVD verpuffte, neun Kirchheimer lagen sich in den Armen, und die Saison hat nun auch für den VfL begonnen. ut

VfL: Bozic (22), Engonidis (11), L. Haziri (n.e.), M.Haziri (7/1), Palmieri (19/1), Schmauder (6/2), Schmidt, M.Wanzke (7), K.Wanzke.


 

Wanzke: „Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden“

Es geht aufwärts – nur Punkte gibt es immer noch keine: Im dritten Saisonspiel verlor die Erste der VfL-Basketballer bei der TSG Reutlingen 2 unglücklich 80:84.

Wenn man als siegloser Tabellenletzter 38 Minuten lang führt und am Ende mit vier Punkten subjektiv unverdient verliert, kann man schon mal emotional werden. VfL-Spielertrainer Marco Wanzke, unmittelbar nach dem Spiel, war jedenfalls außer sich: „Ich bin auf 180! Der erste Schiedsrichter war schrecklich, der hat das Spiel entschieden.“

Nach zwei eher desaströsen Auftaktniederlagen (40:86 und 72:90) in der Landesliga war zweifellos ein großer Aufwärtstrend bei den Kirchheimern zu entdecken. Wobei natürlich die Saisondebüts von Marco Gligoric und Cveti Bozic eine große Rolle spielten. Das Passspiel des VfL wird durch Gligorics Anwesenheit zwar weniger flüssig, seine Punkte helfen aber wahrscheinlich mehr als seine gelegentlich egozentrischen Fehler schaden. Und die Präsenz von Bozic unter dem Korb verleiht dem Kirchheimer Spiel auf beiden Seiten des Feldes natürlich deutlich mehr Stabilität und Qualität.

So führte die Wanzke-Truppe 22:17 nach dem ersten, 45:42 nach dem zweiten und sogar 66:58 nach dem dritten Viertel. Wanzkes Ansage: „Lasst uns weiter ordentlich Abwehr spielen, dann halten wir die unter 70 Punkten und gewinnen.“

Der erste Schiedsrichter hatte jedoch etwas dagegen. Er stand nun meist auf der Kirchheimer Verteidigungsseite und pfiff bei jedem Zucken Foul. So marschierten nacheinander Gligoric (38.) und auch Wanzke (39.) mit fünf Fouls vom Feld, es gab in den letzten zehn Minuten 14 Freiwürfe für die TSG (zwei für den VfL) und die Gastgeber gewannen, nachdem der VfL in der 38. Minute noch 78:72 geführt hatte, 84:80.

Trotz der dritten Niederlage nacheinander  scheint eine Wende in Sicht, im Training waren zuletzt sogar zwölf Spieler und das Team findet sich langsam. Das sah auch Reutlingens Coach Bülent Veznikli so: „Wir hatten am Ende viel Glück. Kirchheim hat eine gute Mannschaft, mit dem Abstieg werdet ihr nichts zu tun haben.“ ut

VfL: Bozic (13), Engonidis (4), Gligoric (22/3), L. Haziri, M.Haziri (13/3), Mauch, Palmieri (26/1), Raizner (1), M.Wanzke (1), K.Wanzke.


Besser, aber nicht gut genug

Beim Heimauftakt in der Landesliga konnte die Erste der VfL-Basketballer ihre Ligatauglichkeit beweisen, gegen die TS Göppingen gab es wegen eines schwachen dritten Viertels dennoch eine klare 72:90-Niederlage.

Von den sechs Fehlenden des ersten Katastrophenspieltags in Söflingen waren wenigstens Spielertrainer Marco Wanzke (der nach dem Ausstieg von Frank Acheampong wieder die alleinige Verantwortung übernommen hat), Hector Alanis Sanchez und Vincent Eder wieder dabei, die Leistungsträger Marko Gligoric (schaute von der Tribüne aus zu) und Cveti Bozic sowie Markus Lowski fehlten weiter aus unterschiedlichen Gründen. Dennoch zeigte der VfL deutliche Fortschritte: Strukturierte Angriffe, reichlich Biss in der Abwehr, wenige Fehler – das reichte, um gegen die favorisierten Göppinger drei Viertel ausgeglichen zu gestalten.

Youngster Mirsad Haziri startete gleich mit zwei blitzsauberen Dreiern, das Geschehen wogte hin und her und zur Halbzeitpause war beim 32:31 noch alles offen. Das dritte Viertel geriet jedoch zum Desaster: Die Gäste unter dem Ex-Knights-Co-Trainer Ljubomir Petkovic erhöhten die Schlagzahl auf beiden Seiten des Feldes, die Folge waren viele Ballverluste und Fehlwürfe der Kirchheimer und daraus folgend viele einfache Körbe der Göppinger. 21:36 gingen diese zehn Minuten verloren, vor dem Schlussabschnitt gab‘s beim 53:67 nur noch wenig Hoffnung auf ein glückliches Ende.

Der VfL fing sich zwar wieder, doch unter zehn Punkte konnte der Rückstand nicht mehr gedrückt werden. Am Ende machte TS-Topscorer Cedric Lauster (27 Punkte) noch sieben Punkte in Serie vom 63:78 (36.) zum 65:85 (38.). Das Spiel endete, wie es begonnen hatte: Mit einem, dann allerdings wertlosen Dreier von Haziri.

Fazit: Es wird besser, aber es ist noch lange nicht gut genug.

Wichtig: Auf die 17-jährigen Haziri und Tizziano Palmieri (Topscorer) ist Verlass, hier wächst etwas heran.

Ausblick: Wenn Gligoric und Bozic regelmäßig spielen können (wollen?), müsste der Klassenverbleib möglich sein. ut

VfL: Alanis Sanchez (4), Eder, Engonidis (14), L. Haziri, M.Haziri (19/5), Mauch, Palmieri (22/1), K.Wanzke (3/1) M.Wanzke (10).


Panne plus Abfuhr

Ohne fünf der Besten, dafür mit zwei nicht eingetragenen Jugendspielern, ging die Erste der VfL-Basketballer zum Landesliga-Auftakt bei der TSG Söflingen 3 40:86 unter. Das Spiel wird voraussichtlich aber 0:20 gewertet.

Kapitän und Spielertrainer Marco Wanzke auf einem Kongress in Karlsruhe, Marko Gligoric, Hector Alanis Sanchez, Cveti Bozic und Markus Lowski aus unterschiedlichen Gründen verhindert – Coach Frank Acheampong führte ein Himmelfahrtskommando ohne fünf Leistungsträger zum ersten Landesligaspiel nach Söflingen. In der allgemeinen Hektik wurde dann auch vergessen, die beiden U20-Spieler Noah Gere und Jonathan Raichle bei Geschäftsführer Uli Tangl zu melden – oder sie selbstständig auf den Mannschaftsmeldebogen zu setzen. Das kam erst am Abend heraus – und macht das 40:86-Debakel mit Sicherheit zum 0:20 am grünen Tisch.

Zum Spiel lässt sich wenig sagen, außer: Es war ein Klassenunterschied. Acheampong: „Wir haben gegen die Söflinger Zone leider wie im Handball gespielt, immer außen rum.“

Es bleibt die Hoffnung, dass mit den fünf diesmal Fehlenden wenigstens die Landesliga gehalten werden kann. Angreifen will man ja eh erst wieder in der Saison 2019/20.  ut

VfL: Engonidis (6), Gere (6/1), L. Haziri (4), M.Haziri (10/2), Mauch (2), Palmieri (10), Raichle (2), K.Wanzke (2).


 

 

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