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Auch zum Abschluss dieselben Fehler

Im letzten Oberligaspiel verloren die VfL-Basketballer 57:65 gegen die TS Göppingen. Wieder einmal war mehr drin, wieder einmal reichte es nicht.

Ohne Chara Kirikidis, der es nun doch nicht rechtzeitig von der Abihütte nach Kirchheim geschafft hatte, und ohne den erkälteten Chris Reza ging das Team den letzten Oberliga-Auftritt an. Der Gast, die Turnerschaft Göppingen, wusste, dass die Chance auf Platz zwei dahin war: Der TV Derendingen hatte am Samstagabend beim TV Konstanz 2 mit 84:74 gewonnen, damit war der zweite Platz und die Relegation für die zweite Regionalliga für Göppingen außer Reichweite.

Dementsprechend uninspiriert agierte das Team von Luba Petkovic dann auch in den ersten zehn Minuten. Kirchheim, in der Saison mit erst zwei Siegen, gegen den Lokalrivalen aber besonders motiviert, riss zwar auch keine größeren Bäume aus, der Wille aber war da. So stand es nach dem ersten Viertel 24:18 für den VfL, sechs verschiedene  Spieler hatten gepunktet – es war eines der produktivsten Viertel der gesamten Saison. Nach dem 26:18 kam aber erstmals Sand ins Getriebe. Ein paar leicht vergebenen Korbleger, die eine oder andere Unaufmerksamkeit in der Defensive: Göppingen glich zum 26:26 (15.) aus. Der VfL berappelte sich aber, und wenn nicht Marsel Sibinovic, der es die komplette Woche über nicht ins Training geschafft hatte, nicht vier von fünf Freiwürfen vergeben hätte, wäre das Pausenergebnis von 32:31 noch günstiger ausgefallen.

Aus der Kabine kam dann Göppingen eher so, wie man sich ein Spitzenteam der Oberliga vorstellt: Deutlich aggressiver in der Abwehr vor allem. Und das zeigte die Grenzen des Schlusslichts. Mindestens 20 Ballverluste des VfL prägten die zweiten zwanzig Minuten – da war der so ersehnte Sieg natürlich bald immer weiter weg. Dennoch wehrte sich Kirchheim, holte auch immer wieder auf. So zum Beispiel vom 44:52 (29.) zum 48:54 (31.)

Das letzte Viertel begann dann ganz unterirdisch mit sieben verballerten Freiwürfen auf beiden Seiten, dann traf Göppingen zum 48:56. Sibinovic weckte noch eine klitzekleine Hoffnung mit zwei Dreiern zum 56:60 (38.), doch die Gäste trafen zum 56:63 ebenfalls aus dem Drei-Punkte-Land, das war’s.

Pasko Tomic wollte seiner Mannschaft trotz der vergebenen Chance keinen Vorwurf machen: „Es war ja wie fast immer, es sind immer die gleichen Fehler: Leicht vergebene Chancen, viel zu viele Ballverluste.“

Was aus dem Team in der kommenden Landesliga-Saison wird, muss nun in den nächsten Wochen besprochen werden. Es zeichnet sich ab, dass der Coach dann möglicherweise nicht mehr Pasko Tomic heißen wird. Zumindest hat der Kroate in den letzten Tagen dementsprechend geäußert. ut

VfL: M.Beck (3/1), C.Bozic (5), Eberle (9), Gritschke (2), Reichmuth (4), Schlipf, Schraml (13/2), Sibinovic (17/2), M.Wanzke (2).


Abschied gegen Göppingen

Zum definitiv letzten Oberligaspiel haben sich die VfL-Basketballer noch einmal viel vorgenommen. Gegner ist Lokalrivale TS Göppingen.

Das ist also der Abschied aus der Oberliga nach zwei Jahren. Sieben der elf Spieler, die am Sonntagabend um 17.30 Uhr dieses Kapitel in der Sporthalle Stadtmitte beenden, haben vor zwei Jahren auch den Aufstieg geschafft. Nur die damals noch zu jungen Marco Wanzke und Jonathan Gritschke, der Nürtinger Chara Kiriakidis und Michael Schlipf, der aus der Zweiten kam, sind sozusagen „neu“. Bis auf Kiriakidis, bei dem es noch unsicher ist, ob er es rechtzeitig von der „Abihütte“ schafft, werden garantiert auch alle dabei sein, und die Devise ihres Coaches Pasko Tomic umzusetzen versuchen: „Göppingen ist der klare Favorit, aber das ist ein Derby, da zählt das nicht. Wir wollen zum Abschied eine Überraschung schaffen.“ 

Ist das möglich? Der Blick auf die Tabelle macht nicht gerade Mut: Die Turnerschaft (15:6 Siege) kämpft mit dem TV Derendingen (15:6) noch um Platz zwei, der zur Teilnahme an der Regionalliga-Relegation berechtigt. Allerdings: Derendingen spielt bereits am Samstagabend beim Vorletzten Konstanz (3:18), Göppingen weiß also am Sonntag bei Spielbeginn bereits, ob die Chance noch existiert. Und der direkte Vergleich spricht für den TVD. Allerdings: Selbst ohne die zusätzliche Motivation durch die Regionalliga-Perspektive ist Göppingen sicherlich das bessere Team. Bemerkenswert: Von den sechs Saisonniederlagen stammt keine einzige aus einem Spiel gegen ein Team der letzten Fünf in der Tabelle.

So oder so will der VfL aber natürlich wie immer in dieser Saison vor allem auf sich selbst schauen. Und da ist trotz bisher 19 Niederlagen noch immer so etwas wie Selbstvertrauen und Zuversicht vorhanden. Tomic drückt es so aus: „Es wäre toll, die Ära in der Oberliga mit einem Sieg abzuschließen. Dafür werden die Jungs alles geben.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis (?), Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


„Das tat wirklich sehr weh!“

Eine der deprimierendsten Niederlagen der Oberliga-Saison erlitten die VfL-Basketballer mit dem 74:79 bei NSU Neckarsulm.

Auch wenn es am Ende eh egal ist – Basketball spielen auch die Kirchheimer Basketballer, um Spiele zu gewinnen. Am Samstag hätte das fast zum drittenmal geklappt in dieser Saison, und deswegen war es besonders frustrierend, dass es wieder nicht geklappt hatte. Coach Pasko Tomic nach dem Spiel: „Das hat wirklich extrem weh getan!“

36:19 führte der offensiv sagenhaft effektive VfL nach 15 Minuten, als die Neckarsulmer die Intensität und die Härte deutlich erhöhten. Leider war beim VfL niemand da, der dabei dagegenhalten konnte. Ein 14:2-Lauf brachte den Aufsteiger wieder ins Spiel , zur Pause führte aber immer noch der VfL mit 39:33.

Im dritten Viertel reichte es für die Tomic-Truppe noch zum 42:37. (24.), dann gab es aber nur noch einen Feldkorb – neben viel zu vielen vergebenen Korblegern! – und die Gastgeber eroberten mit dem 54:51 die Führung vor den letzten zehn Minuten zurück. Doch nach dem 63:60 für die NSU (35.) setzte der VfL den nächsten, vermeintlich entscheidenden Impuls: Chris Schraml und Michael Schlipf machten die sieben Punkte zum 67:63 (37.). Doch die nächsten Aktionen drehten die Partie erneut, leider zum letzten Mal: Neckarsulms Zimmermann traf zwei Dreier und einen Sprungwurf, die Kirchheimer Center Dominik Eberle (ansonsten mit acht von neun Treffern!) und Cveti Bozic verschossen vier Freiwürfe – 71:67 für die Hausherren (39.). Nach dem 77:69 halfen dann auch die beiden Dreier von Schraml in der Schlussminute nichts mehr, eine weitere Chance, sich ein Erfolgserlebnis zu verschaffen, war vertan.

Am kommenden Sonntag geht es nun zum Abschluss gegen den alten Rivlaen TS Göppingen. Der kämpft noch um einen Platz in Relegation zur 2. Regionalliga… ut

VfL: M.Beck, C.Bozic (10), Eberle (16), Gritschke (4), Kiriakidis (5), Reza (2), Schlipf (2), Schraml (16/3), Sibinovic (18), M.Wanzke (1).


Das Versprechen von Pasko Tomic

Auch beim vorletzten Oberligaspiel wollen die VfL-Basketballer alles geben. Bei NSU Neckarsulm (Samstag, 19.00) ist vielleicht sogar der dritte Saisonsieg möglich.

Alle Mann an Bord! Zumindest voraussichtlich… Vor dem letzten Auswärtsspiel einer schwierigen Oberligasaison hat Coach Pasko Tomic wohl wieder einmal alle seine Schäfchen beisammen. Und wenn auch der Abstieg in die Landesliga seit Wochen feststeht – manche sagen: Seit dem ersten Spieltag – die Truppe hat nichts von ihrem Einsatzwillen eingebüßt. „Da ist immer noch der gleiche Enthusiasmus im Training, das ist beeindruckend“, sagt Tomic, und ergänzt etwas, was für Kenner des Kirchheimer Basketballs nicht wirklich überraschend kommt: „Wir versprechen: Wir werden auch bei den letzten beiden Spielen niemals aufgeben!“ Das hat den VfL ja bei den Oberliga-Gegnern einigermaßen unbeliebt gemacht: Auch bei größeren Rückständen ist man immer für eine Aufholjagd gut, man gibt immer 100 Prozent, egal wie es steht, klammert sich im Gegner fest wie eine Zecke im Hundefell.

Beim Aufsteiger NSU Neckarsulm könnte sogar ein bisschen mehr drin sein als eine der gewohnten ehrenvollen Niederlagen. Schließlich stammt einer der beiden Saisonsiege aus dem Hinspiel gegen die NSU, im Dezember gab es nach einer unglaublichen Berg- und Talfahrt (42:20, 52:61!) ein 90:78. Seither hat der Gegner immerhin drei Spiele gewonnen und sich so einen Platz in der Relegation gesichert. Am vergangenen Samstag setzte es allerdings eine empfindliche 60:80-Schlappe beim Vorletzten TV Konstanz 2 – die Luft scheint einigermaßen raus zu sein beim Landesligameister 2013. Immerhin stammen drei der fünf Saisonsiege aus der heimischen Sulmhalle.

Tomic ist sich so oder so über die VfL-Chancen im Klaren: „Nur, wenn alle zusammenspielen und jeder 150 Prozent gibt, ist etwas möglich.“ Für die Moral der Mannschaft wäre ein Überraschungssieg vor dem finalen Heimspiel gegen den alten Rivalen TS Göppingen am kommenden Sonntag natürlich ein riesiger Aufheller… ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


Viel Moral gezeigt

Auch gegen den alten Rivalen SV Holzgerlingen gab es für die VfL-Oberliga-Basketballer die übliche Niederlage. Beim 65:79 eröffnete sich kurz vor Schluss sogar eine Siegchance.

Es war diesmal wieder das dritte Viertel. Nach einem keineswegs berauschenden, aber durchaus soliden Auftritt nahm sich das Team von Pasko Tomic von der 23. bis 27. Minute einen Blackout, anstatt des hoffnungsfroh stimmenden 44:50 stand es plötzlich 44:61. Zu Beginn des vierten Viertels sogar 49:69 (32.), als sich die Mannschaft doch noch an der Ehre gepackt sah. Mit tollem Kampfgeist, gegen allerdings auch etwas nachlassende Gäste, gelang ein nicht mehr für möglich gehaltener 14:0-Lauf bis zum 63:69 (36.). Nach zwei getauschten Körben zum 65:71 dann die letzte Chance: Doch bei einem Schnellangriff gab es statt des 67:71 einen Ballverlust, Holzgerlingen punktete zum 65:73 (39.), die Luft war raus und so waren es am Ende eben diese fast schon gewohnten 14 Punkte, mit der die 18. Saisonniederlage besiegelt war.

Tomic wunderte sich anschließend, dass Holzgerlingen (auf Relegationsplatz neun mit 9:11-Siegen) nicht besser steht: „Das ist eine gute, ausgeglichene Mannschaft.“ Ein Indiz dafür mag sein, dass bei den Gästen immerhin sechs verschiedene Spieler erfolgreich von der Drei-Punkte-Linie waren.

Vielleicht wäre trotzdem mehr möglich gewesen, Tomic merkte zurecht an, dass der VfL die „Vorteile unter dem Korb nicht ausnutzen konnte“. Kapitän Dominik Eberle war zwar stark, Cveti Bozic und Marsel Sibinovic, der am Freitagabend direkt aus dem Flieger überraschend im Training erschienen war, hatten aber mit deutlichem Trainingsrückstand zu kämpfen. Matti Beck hatte noch am Sonntagmorgen wegen Erkältung absagen müssen.

Umso lobenswerter, wie sich der Absteiger am Ende noch einmal zurückkämpfte, die meisten Mannschaften hätten da wohl aufgegeben. Tomic schätzte das so ein: „Es ist erstaunlich, aber die Mannschaft lebt immer noch…“. ut

VfL: C.Bozic (7), Eberle (17), Gritschke (11), Kiriakidis (2), Reichmuth (1), Reza (4), Schlipf (5/1), Schraml (8/2), Sibinovic (10), M.Wanzke.


„Auf Augenhöhe“

Im drittletzten Oberligaspiel empfangen die VfL-Basketballer den alten Rivalen SV Holzgerlingen (Sonntag, 17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte).

Personell ist das Team von Coach Pasko Tomic wieder besser aufgestellt als beim 74:90 beim Auswärtsspiel in Stuttgart am vergangenen Wochenende: Chris Schraml hat seine Erkältung einigermaßen überwunden, Jan Reichmuth ist aus dem Skiurlaub zurück. Nur Marsel Sibinovic wird weiter wegen seines Serbienurlaubs fehlen. Ein kleines Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Topscorer vom Stuttgart-Spiel, Cveti Bozic: Er plagte sich unter der Woche mit Magen-Darm-Problemen herum, will aber unbedingt dabei sein.

Gast SV Holzgerlingen kämpft im Aufstiegsjahr noch heftig gegen die Relegation. Mit acht Siegen steht der alte Kirchheimer Rivale aus so vielen Landesligaschlachten derzeit auf Platz neun, was zwei zusätzliche Spiele gegen den Abstieg im Duell mit einem Landesliga-Vizemeister erforderlich machen würde. Doch der Abstand zum Achten, der TSG Reutlingen, beträgt nur zwei Punkte – ein Sieg gegen den Tabellenletzten Kirchheim ist also absolute Pflicht.                

Bei den letzten beiden Heimspielen konnte die Sportvereinigung allerdings wenig Eindruck machen. Dem fast blamablen 66:92 Mitte Februar gegen Böblingen folgte am vergangenen Wochenende ein äußerst mühsames 82:79 gegen die mit dem VfL Kirchheim bereits als Absteiger feststehenden Konstanzer. Dazwischen lag ein 96:111 in Rottenburg.

Pasko Tomic spricht denn auch von einem Duell „auf Augenhöhe“. Das war schon das Hinspiel, als der VfL es schaffte, 18 Freiwürfe zu verballern und am Ende 60:70 verlor. ut

VfL: M.Beck, C.Bozic (?), Eberle, Gritschke, Kiriakidis, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke.


 

Sieben Tapfere mit „phänomenaler Leistung“

Das 74:90 der Kirchheimer Oberliga-Basketballer bei Rot-Weiß Stuttgart war erwartet. Dass die nach vielen Ausfällen dezimierte Mannschaft aber so lange mithalten konnte, begeisterte sogar den Coach.

Marsel Sibinovic und Jan Reichmuth im Urlaub, Chara Kiriakidis mit Nürtingen im Einsatz – und als der stark erkältete Chris Schraml am Sonntagmittag zur Abfahrt erschien, schickte ihn Tomic gleich wieder nach Hause: „Er sah so schlecht aus, da war an Oberliga-Basketball nicht zu denken. Wahrscheinlich hätte er auf der Bank noch alle angesteckt.“

Es blieben sieben Aufrechte, die zu dieser aussichtslosen Mission zum Tabellenfünften antraten – und allen Grund gehabt hätten, die Köpfe hängen zu lassen. Aber in den vergangenen sieben Monaten Überlebenskampf hat sich bei dieser Truppe eine besondere Frustrationstoleranz entwickelt, eine „Jetzt-erst-recht-Haltung“, die nicht so leicht zerbröselt. Tomic selbst sprang dann auch über seinen Schatten und versuchte etwas, das er in seiner langen Trainerkarriere noch nie gemacht hatte: Er ließ 40 Minuten lang Zonenverteidigung spielen! („Das ist eigentlich überhaupt nicht mein Ding!“) Was dabei herauskam? Nichts weniger als in der Wahrnehmung des Coaches eine „phänomenale Leistung“ oder „drei Viertel lang der beste Basketball, den dieses Team in den letzten drei Jahren gespielt hat“. 

Nach diesen drei Vierteln stand es 60:61, vor allem die beiden Center Cveti Bozic und Dominik Eberle, aber auch Michael Schlipf hatten die meist schön heraus gespielten Punkte erzielt.

Doch das vierte Viertel begann mit einem 10:0-Lauf der Gastgeber, den starken Stuttgarter Schützen wurde ein wenig zu viel Raum gegeben, und davon erholten sich die tapferen, ausgepowerten Sieben nicht mehr.

Tomic focht das nicht besonders an: „Wir haben gegen eine junge, wilde, athletische Mannschaft sehr lange toll mitgehalten. Es ist eine große Freude, diese Mannschaft zu coachen.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic (25), Eberle (22), Gritschke (9/1), Reza (3), Schlipf (15/3), M.Wanzke.


Noch vier Abschiedsspiele

Nach dem fest stehenden Abstieg in die Landesliga stehen für die VfL-Basketballer noch vier Schaulaufen in der Oberliga auf dem Programm. Am Sonntag geht es zu Rot-Weiß Stuttgart. 

Trotz der gefallenen sportlichen Entscheidung, die ja seit Saisonbeginn absehbar war, sieht Coach Pasko Tomic kein Nachlassen bei seiner Truppe: „Die Intensität im Training ist so hoch wie eh und je, es ist angenehm und macht Spaß, diese Mannschaft zu trainieren.“ In den sechs Monaten Überlebenskampf hat der Kroate seine Jungs gut kennen gelernt und weiß: „Alle wollen weiter das Beste herausholen, obwohl wir tot sind. Kein Spieler wird aufgeben, bis zum letzten Spieltag.“

Bis dahin sind es noch vier Spiele ohne echten tabellarischen Wert. Den Auftakt des Schaulaufens, der gleichzeitig ein weiterer Charaktertest ist, macht das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Stuttgart am Sonntag (16.30 Uhr, Elly-Heuss-Gymnasium). Das Heimspiel im Herbst wurde nach ordentlicher Leistung 79:90 verloren, NBBLer Constantin Munz lieferte damals mit 31 Punkten und sechs Dreiern seine Karrierebestleistung ab. Doch der im Mai 19-Jährige steht nicht mehr im Kader, konzentriert sich voll auf die NBBL-Endrunde.

Am Sonntag  werden dazu weitere drei Spieler fehlen: Center Marsel Sibinovic gönnt sich nach langer, stressiger Prüfungszeit am Studienort Biberach einen Erholungsurlaub in seiner serbischen Heimat, Jan Reichmuth weilt im Skiurlaub, und Chara Kiriakidis bestreitet mit seinem Heimverein TG Nürtingen das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Bezirksliga. Bei der genannten Tabellensituation konnte Tomic seinem Flügelspieler schlecht die Erlaubnis verweigern, da dabei zu sein.

Von den restlichen acht Spielern musste Scharfschütze Chris Schraml wegen einer Erkältung die Trainingswoche aussetzen, doch was die anderen in den Faschungsferien an Einsatz zeigten, begeisterte den Coach.

Trotz der problematischen personellen Situation spekuliert das Team schon noch mit dem einen oder anderen Erfolgserlebnis. Zwei der nächsten vier Gegner sind aus der unteren Tabellenhälfte: Rot-Weiß Stuttgart ist mit 11:7-Siegen immerhin Fünfter, doch dann geht es gegen den Neunten Spvgg Holzgerlingen (7:11) und den Zehnten NSU Neckarsulm (5:13). Den Abschluss macht das Derby gegen die TS Göppingen, die als derzeit Dritter (13:5) zwar noch auf den Relegationssplatz schielt, zuletzt aber deutlich nachgelassen hat. Wobei sich Tomic und sein Team jetzt erst einmal sogar auf Stuttgart freuen: „Die sind aggressiv, jung, bissig, agieren mit Tempo und Energie, mit einer Art amerikanischem Stil – das macht Spaß, gegen die zu spielen, da müssen alle an die Grenze gehen“, weiß Tomic.

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke.


 

Der Abstieg ist besiegelt

Nach dem 58:83 gegen die wieder erstarkte TSG Reutlingen ist Gewissheit, was von vornherein absehbar war: Die Kirchheimer Oberliga-Basketballer steigen zu 99 Prozent in die Landesliga ab.

Das 82:72 der NSU Neckarsulm am Samstagabend in Böblingen und die eigene klare Niederlage lassen nur ein nano-großes Hintertürchen: Wenn der VfL alle restlichen vier Spiele gewinnt und Neckarsulm alle verliert, wäre Relegationsplatz zehn noch zu erreichen. Das ist bei bisher zwei Siegen aus 18 Spielen so utopisch wie die Besiedelung des Mars bis Ostern.

Am Sonntagabend fehlten Coach Pasko Tomic nicht nur wie erwartet Topscorer Constantin Munz (nur noch NBBL in Urspring) und Cveti Bozic (Prüfungsvorbereitung), am Freitagabend hatte auch noch der dritte Center im Bunde abgesagt: Auch Marsel Sibinovic musste seine Priorität auf kommende Prüfungen am Studienort Biberach legen. Ersetzt werden konnten alle drei natürlich nicht.

Und da die TSG Reutlingen wie berichtet seine Winterkrise offensichtlich überwunden hat (zwei Siege in Serie), standen die Chancen auf den dritten Saisonsieg denkbar schlecht. Genau 14 Minuten lang lieg es trotzdem ganz ordentlich. Die Defensive konnte zwar die Kreise von Ex-Profi Philipp Wildermuth nicht einschränken, der im ersten Viertel (17:22) 14 seiner am Ende 18 Punkte machte, doch beim VfL traf dafür Chris Schraml gut und auch dank seiner bis dahin zwölf Punkte lag Kirchheim nur 26:29 im Rückstand. In den kommenden Minuten bis zur Pause unterliefen der Abwehr aber viel zu viele Fouls. Reutlingen kam zu neun Freiwürfen  in fünf Minuten, dreimal gab es dabei ein „And-one“: Der TSG Schütze wurde beim Wurf gefoult, traf – und netzte auch den Bonus-Freiwurf ein. Tomic: „Da gab jeder Kontakt ein Foul, leider war das auf der anderen Seite nicht so. Wir hätten schon gerne die gleichen Kriterien, auch wenn wir Letzter sind.“

Natürlich wollte der Kirchheimer Coach die Niederlage dennoch keineswegs auf die Schiedsrichter schieben. Schließlich verbieten das die 25 Punkte Unterschied am Ende, aber auch die Foul-Zahlen: Der VfL bekam 21 gepfiffen, die TSG 22.

Auf jeden Fall war der Rückstand bis zur Pause auf 13 Punkte angewachsen (34:47), und ganz realistisch gab es keine Chance mehr. Trotzdem kämpfte der VfL tapfer weiter, ohne den Klassenunterschied verleugnen zu können. Speziell bei Überzahl-Situationen wurden dabei wieder einmal die Defizite deutlich – Tomic: „Das klappt leider überhaupt nicht, obwohl wir es oft trainieren. Da ist keine Struktur zu erkennen, kein Auge für den freien Mann.“ Wenn man aber nicht ab und zu auch mal sogenannte „leichte Punkte“ erzielen kann, bleibt man eben regelmäßig zwischen 50 und 60 Zählern hängen – Oberligaspiele sind damit sehr selten zu gewinnen.

Tomic’ Fazit nach diesem Spiel darf wohl auch für die Saison Gültigkeit beanspruchen: „Bei uns sind Wunsch und Wirklichkeit zwei Welten.“

Für das Team gilt für den Abgesang nun dasselbe wie schon seit September: Zusammenhalten, kämpfen, den Frust ertragen – egal, wie es ausgeht und ohne Blick auf die Tabelle. Auch dabei kann man einiges lernen. ut

VfL: M.Beck (6), Z.Bozic, Eberle (7), Gritschke (5), Kiriakidis (10), Reichmuth (4), Reza (4), Schlipf (4), Schraml (18/2),  M.Wanzke.


Letzte Chance Richtung Relegation?

Nur noch fünf Oberliga-Spiele? Am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) kämpfen die VfL-Basketballer gegen die TSG Reutlingen um die wohl letzte Chance, vielleicht doch noch Relegationsplatz zehn zu erreichen.

Es sind nur zwei Siege Abstand für den VfL Kirchheim (2:15) zu NSU Neckarsulm (4:13), ein direktes Duell gibt es am 22. März auch noch. Doch wenn am Sonntag das Heimspiel gegen den derzeitigen Neunten TSG Reutlingen nicht gewonnen wird, dürfte der Abstieg in die Landesliga so gut wie feststehen. Die letzten Beiden müssen die Liga verlassen, Dritt- und Viertletzter gehen in die Relegation.

Dass der sonntägliche Gegner bisher so schlecht abgeschnitten hat, versteht nicht nur Kirchheims Coach Pasko Tomic nicht: „Ich wundere mich, warum Reutlingen nicht weiter vorne steht. Das ist eigentlich ein starkes Team mit zwei überragenden Einzelspielern.“

Tatsächlich gehören Philipp Wildermuth (bald 34) und Georgios Tsuknidis (33) zur absoluten Creme der Liga. Der ehemalige Profi Wildermuth, dereinst in Ludwigsburg im Bundesligakader und später für Crailsheim in der ProA aktiv, ist mit 24 Punkten im Schnitt der zweitbeste Scorer der Liga, mit 2,9 Drei-Punktetreffern pro Spiel ist er der drittbeste Distanzschütze. Der Beste? Natürlich der Ex-Kirchheimer Tsuknidis, der im Schnitt 3,3 Fernwürfe versenkt und pro Spiel 16,4 Punkte macht.

Irgendwie hat das Kollektiv aus Stars und Wasserträgern aber dann nicht mehr funktioniert. Zwischen dem 7. Dezember, als nach dem 84:61 gegen Rot-Weiß Stuttgart die Reutlinger Basketball-Welt noch rosig war und alle darüber nachdachten, ob mit damals 5:4-Siegen noch etwas nach oben möglich sei, und Anfang Februar setzte es sechs Pleiten nacheinander.

Wildermuth erwarb sich fast einen Ruf als Diva, fehlte bei drei der sechs Spiele und blieb bei den anderen dreien zweimal weit unter seinem Schnitt. Absoluter Tiefpunkt war das 58:91 Anfang des Jahres beim Kellerkind Neckarsulm, als sogar beide Stars fehlten.

Doch nach der 73:92-Heimniederlage Anfang Februar ohne Wildermuth ergriff Abteilungsleiter Markus Baier die Initiative, setzte sich mit seinem Star und Trainer Vassilios Tsuknidis zu einer Aussprache zusammen. Offensichtlich mit Erfolg: Beim nächsten Spiel in Rottenburg erzielte Wildermuth 40 Punkte, traf sechs Dreier und die Niederlagenserie war mit dem 86:76-Auswärtssieg beim Tabellensiebten Geschichte. Es folgte das etwas mühsame 72:60 gegen den TV Konstanz, und so, dummerweise für den VfL, scheint die TSG im Liga-Endspurt wieder in der Spur.

Pasko Tomic selbst hat derweil ganz andere Sorgen. Er muss auf seinen Topscorer nun gänzlich verzichten: Constantin Munz wird sich ab sofort nur noch auf sein NBBL-Engagement in Urspring konzentrieren. Das war das Ergebnis mehrerer Gespräche zwischen allen Beteiligten, darunter auch Internats-Trainer Michael Spöcker, VfL-Kapitän Dominik Eberle und VfL-Geschäftsführer Uli Tangl.

Am Sonntag ebenfalls fehlen wird Center Cveti Bozic, den an seinem Studienort Kaiserslautern wichtige Prüfungen erwarten und der deshalb an diesem Wochenende andere Prioritäten hat. Wenigstens ist mit Chris Schraml wieder zu rechnen, der seine Magen-Darm-Grippe bis zum Sonntag einigermaßen auskuriert haben dürfte.

So oder so formuliert Tomic als Ziel: „Wir wollen den positiven Trend fortsetzen, wieder so stark wie zuletzt verteidigen und uns in der Offensive öfters belohnen.“ Ob dabei der dritte Saisonsieg herausspringt? ut

VfL: M.Beck, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.

Bereits am Samstag versucht die zweite Mannschaft, den ersten Schritt für einen besseren Unterbau zu schaffen. Beim Qualifikationsturnier in der Sporthalle Stadtmitte geht es für den Kreisliga-Zweiten um einen Platz in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga – nur der Erste schafft es.

Spielplan:

14.30:  VfL 2 – SB Heidenheim

17.00:  SB Heidenheim – TG Biberach

19.30: VfL 2 – TG Biberach

„Eine ganz bittere Niederlage“

Die VfL-Oberliga-Basketballer waren auch bei der TSG Söflingen meist auf Augenhöhe, verloren aber wieder einmal etwas zu hoch. Diesmal mit 52:64.

Sonntagmittag um Zwölf läutete das Handy von Coach Pasko Tomic: Chris Schraml, der beste Dreierschütze des VfL (bisher 23 Treffer), meldete sich mit Magen-Darm-Problemen ab. Kapitän Dominik Eberle war erst am Abend zuvor von seinem Thailand-Trip zurück gekehrt, und Center Cveti Bozic war gesundheitlich angeschlagen. Die Voraussetzungen für einen Überraschungscoup beim Tabellenfünften TSG Söflingen waren also denkbar schlecht. Und dann trifft man auf einen Gegner, der selbst nicht seinen besten Tag erwischt, spielt die meiste Zeit absolut auf Augenhöhe – und verliert eigentlich fast wie immer mit ungefähr zehn Punkten.

„Das ist eine ganz bittere Niederlage, weil wir wirklich eine Chance hatten“, klagte deshalb nachvollziehbar Tomic, und hatte außer den Unpässlichkeiten auch wieder die üblichen Gründe parat: „Mit ein bisschen mehr Finesse, Cleverness und Erfahrung hätten wir wohl gewonnen. Aber das wissen wir seit September.“

Entschieden wurde die Partie wahrscheinlich Mitte des dritten Viertels. Bis dahin hatte sich der VfL sehr gut gehalten, obwohl die Aufbauspieler wieder einmal extrem unter Druck gesetzt worden waren und einige leichte Fehler produzierten. Den 16:27-Rückstand aus der 13. Minute hatte man mit großem Willen, einer sehr engagierten Abwehr und einem in dieser Phase effektiven Constantin Munz auf 37:39 (26.) reduziert, als plötzlich der Söflinger Benjamin Gulde sein Zielwasser gefunden hatte und innerhalb von zwei Minuten neun seiner insgesamt elf Punkte machte: Zwei Dreier plus ein Drei-Punkte-Spiel, unterbrochen nur von einem Feldkorb der TSG und einem Freiwurf von Munz – es stand 50:38 (27.) für die Heimmannschaft. Und aus diesem Loch fand Kirchheim nicht mehr heraus.

Nach dem 40:56 (34.) gab es zwar noch einmal eine kleine Aufholjagd zum 50:58 (38.), doch das war zu spät, zu wenig und deshalb hoffnungslos. Söflingen verwarf zwar sechs der letzten zehn Freiwürfe, Kapital schlagen konnte der VfL daraus aber nicht, da er selbst kaum mehr punktete – Tomic: „Wir schaffen es einfach nicht, uns vorne für die wirklich starke Abwehrarbeit zu belohnen.“

Da kann man nur zustimmen: Nur 61 Punkte gegen den designierten Regionalliga-Aufsteiger Marbach (am Sonntag 76:66-Sieger im Topduell gegen Göppingen) kassiert, jetzt nur 64 in Söflingen. Wenn einem selbst aber jeweils nur knapp über 50 Punkt gelingen, muss man sicherlich noch einige Zeit auf den dritten Sieg in der Oberliga warten. Am kommenden Sonntag kommt übrigens der Viertletzte Reutlingen nach Kirchheim. ut

VfL: M.Beck (2), C.Bozic, Eberle, Gritschke (1), Kiriakidis (11), C.Munz 18/3), Reichmuth (2), Reza (6), Schlipf, Sibinovic (12), M.Wanzke.


„Extrem große Prüfung“ in Söflingen

Zu einem Serientäter müssen die Kirchheimer Oberliga-Basketballer am Sonntag (17.30 Uhr, Theodor-Pfizer-Halle): Die TSG Söflingen gewinnt oder verliert bevorzugt in Reihe.

Das Jahr 2014 war bisher nicht besonders gut zum Oberligisten TSG Söflingen: Aus dem Kandidaten für den Aufstieg in die Regionalliga mit 8:3 Siegen wurde nach dem Jahreswechsel nach vier Niederlagen nacheinander eine graue Mittelfeldmaus. Am 22. Dezember noch triumphaler 79:70-Sieger über den Tabellenzweiten TS Göppingen und Gewinner von fünf Spielen in Folge, ging das Rückspiel zwei Wochen später 61:89 verloren – und offensichtlich gleichzeitig ein großer Batzen Extra-Motivation. 74:85 zu Hause gegen Derendingen, 84:85 in Böblingen, 77:78 gegen Rottenburg: Die Saison war gelaufen. Vier Siege Abstand zum Relegationsplatz in die Regionalliga nach oben, drei nach unten zur Landesliga-Relegation, da geht gar nichts mehr.

Dann gelang am vergangenen Wochenende immerhin ein 79:54 beim Vorletzten TV Konstanz – und der Beginn der nächsten Serie?

Kirchheims Coach Pasko Tomic sieht die Ulmer Vorstädter vor diesem Hintergrund als „Achterbahn-Truppe, völlig unberechenbar, als Team und von den Einzelspielern her“. Söflingen ist zum einen sehr ausgeglichen –  vom Topscorer Irfan Mecinovic (13,4 Punkte pro Spiel) zum Siebtbesten Patrick Scherer (8,9) ist kein weiter Weg –, zum anderen „körperlich extrem stark“, wie Tomic weiß.

Im Hinspiel verlor der VfL „nur“ 66:72, hatte durchaus seine Chance damals im Ausweichquartier Ludwig-Uhland-Sporthalle. Und diesmal?

Voraussichtlich hat Tomic seine komplette Mannschaft zusammen, endgültig weiß er das aber immer erst beim Abschlusstraining. Das Ziel: „Wir wollen unseren Trend nach oben bestätigen und versuchen, das Niveau vom Spiel gegen Marbach zu halten.“ Klar: Wer zu Hause gegen den souveränen Spitzenreiter mithalten kann (51:61), dem muss auch vor dem Tabellensechsten nicht bange sein. Obwohl die TSG natürlich klarer Favorit gegen das Schlusslicht Kirchheim ist, dem VfL eine „extrem große Prüfung“ (Tomic) bevorsteht.

Überhaupt scheint die TSG auf einem guten Weg: Die Jugendarbeit war bei dem kleinen Verein im Schatten des Ulmer Bundesligisten schon immer außergewöhnlich, jetzt starten die vielen gut ausgebildeten Talente auch bei den Erwachsenen durch: Die Zweite steht ungeschlagen an der Spitze der Bezirksliga und steigt voraussichtlich in die Landesliga auf, die Vierte kämpft demnächst um den Aufstieg in die Bezirksliga. Und die Erste steht im Niemandsland der Oberliga.

Mal sehen, was dort für den VfL Kirchheim zu holen ist… ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


 

„Phänomenale Leistung“ trotz Handicaps

Wenn der Tabellenletzte gegen den Spitzenreiter am Sieg schnuppert und am Ende 51:61 verliert, kann er stolz sein. Traurig waren die Kirchheimer Oberliga-Basketballer nach der Niederlage gegen den TV Marbach trotzdem.

Die Voraussetzungen waren schlecht und eindeutig. Und sie wurden immer schlechter! Kapitän und Center Dominik Eberle fehlte wegen seines Thailand-Trips sowieso, am Freitagabend sagte der nächste Center ab: Marsel Sibinovic erläuterte Coach Pasko Tomic über Handy, warum er das komplette Wochenende in Biberach für seine Prüfungen lernen musste. Der dritte der vier Center, Constantin Munz, kam direkt von einem tollen NBBL-Einsatz (13 Punkte in 18 Minuten) und war nicht in der Lage, da wieder runterzukommen: Nach neun Minuten schickte ihn Tomic aus disziplinarischen Gründen unter die Dusche. So blieb mit Cveti Bozic ein einziger Center übrig.

Alles war also bereit für ein deprimierendes Desaster gegen den Tabellenführer aus Marbach.

Doch fast das totale Gegenteil geschah: Die verbliebenen neun Aufrechten lieferten dem designierten Regionalliga-Aufsteiger einen sagenhaften Fight, den Tomic nur so kommentieren konnte: „Das war eine phänomenale Leistung, ein enormer Kampf des ganzen Teams um jeden Ball. Wir müssen alle stolz sein, auf so einem Niveau spielen zu können.“ Am erfolgreichsten dabei ausgerechnet Bozic, der mit 21 Punkten seine Saisonbestleistung aufstellte.

Dass es am Ende erneut nicht reichte, führte zum erwähnten Mischmasch aus Stolz und Depression. Aber dieses Team ist das ja gewohnt, seit es Ende September zum Himmelfahrtskommando Oberliga aufgebrochen ist. Tomic: „Dass diese Jungs nach über fünf Monaten Frust immer noch so eine riesige Moral in sich tragen, ist bewundernswert.“

Tatsächlich stand dieses Spiel, bei dem ein Tipp auf Marbach bei keinem Buchmacher der Welt einen Cent gebracht hätte, 37 Minuten lang auf Messers Schneide. Die auf beiden Seiten knallharte Defensivarbeit dominierte, kaum Körbe waren zu bewundern. Nach dem ersten Viertel stand es 11:11, zur Pause 24:29. Als sich Marbach Mitte des dritten Viertels, auch durch viele Freiwürfe (insgesamt 31; VfL: 10), abzusetzen drohte – 28:37, 27. Minute –, hatte Michael Schlipf etwas dagegen: Seine zwei Dreier brachten den VfL zurück, und wenn anschließend außer dem Fernwurf von Chris Schraml, der diesmal nicht so effektiv von außen war, noch ein weiterer der mehreren gut herausgespielten Versuche aus dem Dreipunkte-Land durch die Reuse gefallen wäre, dann, so Tomic, „wäre das Spiel anders gelaufen“.

So führte der VfL vor den letzten zehn Minuten „nur“ 43:41, drei Minuten vor Schluss war nach einem Dreier von Jonathan Gritschke zum 51:53 immer noch alles möglich. Doch Marbachs Topscorer Oesterle machte die entscheidenden sechs Punkte zum 51:58 (40.), Kirchheim gelang offensiv nichts mehr. Der letzte Dreier des TV war nur noch Statistik.

Tomic: „Da entscheiden eben Kleinigkeiten, auch die Erfahrung im Gewinnen. Da fehlt es uns natürlich. Aber wir sind stolz, dass es gegen eine so starke Mannschaft nur Kleinigkeiten sind.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic (21), Gritschke (9/1), Kiriakidis (4), C.Munz (2), Reichmuth (5/1), Reza, Schlipf (7/2), Schraml (3/1), M.Wanzke.


„Wir sind totaler Außenseiter“

Letzter gegen Erster heißt es am Sonntag um halbsechs in der Sporthalle Stadtmitte, wenn die Kirchheimer Oberliga-Basketballer auf den TV Marbach treffen.

Da verwundert die Einschätzung von Coach Pasko Tomic natürlich wenig, der klipp und klar sagt: „Wir sind der totale Außenseiter. Wir müssen einfach versuchen, dem Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.“ Die Zahlen sind sehr eindeutig: Marbach hat 14:1-Siege, der VfL 2:13, der TV plus  200 Korbdifferenz, Kirchheim minus 218.

Schwer hatte es das Heyden-Team – Coach ist Uli Heyden, seine beiden Söhne Nils und Holger spielen – bisher schon öfters. Doch verloren hat der Klub, der 2012 zusammen mit dem VfL in die Oberliga aufgestiegen war, erst ein einziges Mal: Am 10. November beim Tabellenzweiten TS Göppingen (58:84). Seither gab es zehn Siege hintereinander, am Sonntag, den 16. Februar kommt es dann in der Schillerstadt zum großen Showdown zwischen dem Ersten Marbach und dem Zweiten Göppingen (12:3).

Und das ist vielleicht ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer für den VfL: Dass der TV schon aufs Spitzenspiel fokussiert ist und die kleinen Kirchheimer mal so eben im Vorbeigehen vernaschen will. Das klappte ja schon vor zwei Wochen nicht so toll, als Marbach beim Vorletzten TV Konstanz lediglich mit 69:63 gewann und sich nicht gerade in Hochform präsentierte. Am vergangenen Wochenende sah das aber schon wieder viel besser aus, als zu Hause der Drittletzte NSU Neckarsulm mit 81:57 verspeist wurde. 

Dem VfL hilft es sowieso recht wenig, auf die Schwächen des Gegners zu hoffen, er ist genug mit den eigenen beschäftigt. Personell sieht es wenigstens ganz gut aus: Bis auf Kapitän Dominik Eberle, der noch einmal wegen seines Thailand-Trips fehlt, sind alle Mann an Bord. Auch NBBLer Constantin Munz meldete unter der Woche aus Urspring, dass seine Kniebeschwerden einigermaßen abgeklungen wären, er zum Abschlusstraining am Freitagabend kommen könne und am Sonntag voraussichtlich einsatzbereit wäre. Leicht angeschlagen, aber dabei sind Playmaker Jonathan Gritschke (Knieschmerzen) und Flügel Jan Reichmuth.

Vielleicht hilft den Kirchheimern ja auch die Erinnerung an das Hinspiel: Da gewann Marbach „nur“ 86:72, es war das erste Oberligaspiel (im vierten Anlauf), mit dem Pasko Tomic zufrieden sein konnte, und er konstatierte anschließend: „Jeder war besser, aggressiver, bissiger!“ 

Solche Tugenden sind auch am Sonntag unbedingt notwendig, will man nicht sang- und klanglos untergehen. 

VfL: M.Beck, C.Bozic, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


„Nervensägenspiel“ – aber: Endlich der zweite Sieg

Den VfL-Oberliga-Basketballern ist die Revanche gelungen: Keller-Kollege TV Konstanz 2 wurde in einem dramatischen Spiel 60:57 bezwungen.

Ganz klar: Das war nichts für Basketball-Ästheten. Damit darf man natürlich auch nicht rechnen, wenn der Letzte auf den Vorletzten trifft, auch nicht in der Oberliga. Das Kellerduell Kirchheim gegen Konstanz war denn auch eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ein Treffen zwischen Genialität, Wahnsinn und extremem Engagement.

„Wir hatten etwas gutzumachen“, das war der  Stoßseufzer von Coach Pasko Tomic danach, aber auch für ihn war diese Begegnung am Sonntagabend in der Sporthalle Stadtmitte nicht vergnügungssteuerpflichtig. Das Hinspiel (43:54) war ja fast nur Wahnsinn gewesen, umso größer war nun der Druck. Kurzfristig hatte sich auch noch Topscorer Constantin Munz mit Kniebeschwerden abmelden müssen, so dass zusammen mit Thailand-Urlauber und Kapitän Dominik Eberle zwei der vier Center fehlten. Schwerstarbeit also für Marsel Sibinovic und Cveti Bozic, die sie wie alle anderen aber mit größtem Willen (manchmal sogar zu viel) und höchstem Einsatz erledigten.

Im ersten Viertel hielt Scharfschütze Chris Schraml seine Farben mit drei Dreiern auf Kurs, das erste Viertel wurde 18:16 gewonnen. Und so eng blieb die Partie über 40 Minuten: Ein Spiel auf „niederem Niveau, aber auf Augenhöhe“. Keinem Team gelang irgendein Lauf, so konnte sich auch keiner absetzen und die Spannung für die knapp 100 Zuschauer war kaum auszuhalten. Keine Mannschaft führte bis zur 40 Minute mit mehr als vier Punkten, 18 Führungswechsel und neun Unentschieden drücken in Zahlen aus, wie knapp das alles war. Dem Coach fiel dazu nur noch ein: „Das war ein totales Nervensägenspiel!“

Nach dem 35:34 zur Pause gewannen die Gäste den ziemlich unansehnlichen dritten Abschnitt 15:12, doch der VfL kämpfte trotzdem weiter unverdrossen, mit allerhöchstem Einsatz und gewissem Erfolg – 54:51, 33. Minute.  Tomic: „Wir haben katastrophale Fehler gemacht, aber Konstanz hat uns zum Glück noch übertroffen.“ Fünf Minuten vor dem Ende geriet Kirchheim trotzdem wieder in Rückstand (54:55), die Spannung war buchstäblich mit Händen zu greifen.

Ausgerechnet der Nürtinger Chara Kiriakidis übernahm nun die Verantwortung, als alle anderen nichts mehr zustande brachten. „Er war frei, er hat sich getraut, er hat es getan“, fasste Tomic die art und Weise zusammen, wie der U20-Spieler die letzten und entscheidenden sechs Punkte zum 60:55 erzielte. Konstanz einziger Konter war ein bedeutungsloser Korb kurz vor der Schlusssirene, und somit stand endlich der zweite Saisonsieg für den VfL in den Büchern.

Am kommenden Sonntag kommt nun Tabellenführer TV Marbach nach Kirchheim. Da wird es sicherlich ein höheres Niveau zu sehen geben. Aber genauso sicher deutlich weniger Spannung – und kaum ein Happy End. ut

VfL: M.Beck (5/1), C.Bozic (8), Gritschke (5/1), Kiriakidis (11), Reichmuth, Reza, Schlipf (3/1), Schraml (14/4), Sibinovic (14), M.Wanzke.


Eine Frage der Ehre: Jetzt soll der zweite Sieg her

Dieses Spiel ist das mit der größten Siegchance für die Oberliga-Basketballer des VfL: Am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) komm Kellerkind TV Konstanz 2 nach Kirchheim.

Es war das mit Abstand schlechteste Saisonspiel: Am 12. Oktober verlor die Truppe von Coach Pasko Tomic im Duell der beiden Underdogs der Liga am Bodensee mit 43:54. Gut, es fehlten mit Constantin Munz, Cveti Bozic und Marsel Sibinovic gleich drei der vier Center. Doch am Wochenende zuvor hatte Konstanz in Marbach 37:90 verloren, und am Wochenende danach setzte es für die zweite Mannschaft des Regionalligisten ein 34:112 in Söflingen. Tomic damals: „An diesem Abend hat nichts zusammengepasst.“ Und hinzugefügt: „Zu Hause, mit den Centern, schlagen wir Konstanz.“

Am Sonntag ist es nun so weit – und mit Kapitän Dominik Eberle, der im Thailand-Urlaub ist, fehlt diesmal nur einer der Großen. Der Weg der beiden Kellerkinder der Liga seither verlief ähnlich, beide schafften gerade mal einen Sieg, jeweils gegen den Drittletzten NSU Neckarsulm. Die Konstanzer allerdings ließen durch einige erstaunliche Ergebnisse gegen die Creme der Liga aufhorchen: Vergangenen Sonntag verloren sie zu Hause nur 63:69 gegen Tabellenführer TV Marbach, auch das 63:77 in Derendingen und das 62:72 zu Hause gegen Göppingen waren bemerkenswert. Es scheint klar: Die blutjunge Truppe ist eine Wundertüte, die an einem guten Tag Oberligaformat erreicht und an einem schlechten in der Landesliga Probleme hätte.

Manche sagen dasselbe über den VfL Kirchheim. Als das Team damals in Konstanz vom damals noch 15-jährigen Abteilungsleiter-Sohn Aljoscha Lipski (18 Punkte) gedemütigt wurde, war kaum irgendein Niveau zu erkennen. Doch Tomic weiß auch: „Wir haben die letzten drei Monate seither sehr gut gearbeitet“ und kommt zu dem Schluss: „Also glaube ich, dass wir eine gute Chance auf eine Revanche haben.“   

Man möchte fragen: Wann, wenn nicht zu Hause gegen den direkten Konkurrenten im Kampf gegen die Rote Laterne, soll der zweite Saisonsieg gelingen? Vielleicht könnte ein Sieg ja noch einmal Auftrieb geben und eine kleine Chance eröffnen, doch noch auf den Relegationsplatz zu kommen. Doch das sind im Moment absolut zweitrangige Spekulationen – am Sonntag geht es vor allem darum, die eigene Ehre zu verteidigen. Tomic drückt das so aus: „Jetzt müssen wir zeigen, dass wir doch in der Oberliga zu Hause sind.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


Ohne drei teuer verkauft

Erwartungsgemäß haben die VfL-Oberliga-Basketballer 67:84 beim TV Rottenburg verloren. Ohne die drei Stammkräfte Sibinovic, Bozic und Reichmuth war nicht mehr drin.

Die Hiobsbotschaften trudelten am Freitagabend kurz vor dem Abschlusstraining ein. Nacheinander meldeten sich Marsel Sibinovic (Studienverpflichtungen), Cveti Bozic (Erkältung) und Jan Reichmuth (Magenprobleme) telefonisch bei Coach Pasko Tomic für das sonntägliche Oberligamatch beim TV Rottenburg ab. Damit sanken die ohnehin eher theoretischen Siegchancen beim Tabellenvierten natürlich nahe an den Nullpunkt.

Doch das Schlusslicht dachte gar nicht daran, schon vorher aufzugeben – Tomic : „Es war toll, wie sich alle reingehängt, wirklich alles gegeben haben.“ In der ersten Hälfte agierte der VfL tatsächlich völlig auf Augenhöhe, und wenn Liga-Topscorer Daniel Grbavac nicht so sagenhaft sicher gewesen wäre, hätte das Ergebnis noch besser ausgesehen. Der Plan, Grbavac zu kontrollieren, misslang nahezu vollständig. Nach 19 Minuten und 55 Sekunden hatte der Aufbauspieler bereits 20 Punkte auf seinem Konto – und trotzdem lag Kirchheim lediglich 41:46 im Rückstand. Dummerweise lochte der Rottenburger Allesmacher dann einen weiteren Dreier ein, so dass das Pausenergebnis mit 41:49 wieder eine Spur schlechter aussah.

Doch Kirchheim kämpfte sich zurück, verkürzte durch seine überragenden Center Constantin Munz und Dominik Eberle auf 48:51 (25.) heran. Das 48:56 (27.) konterten Marco Wanzke und Eberle zum 52:56 – als wieder einmal ein kleiner Blackout des VfL das Spiel entschied. Rottenburg legte einen 11:0-Lauf zum 67:52 hin. Und obwohl die Tomic-Truppe Grbavac in den kompletten zweiten 20 Minuten total im Griff hatte und ihm keinen einzigen Feldkorb mehr gestattete, schwanden die Hoffnungen. Denn nun übernahm Victor Lopatin, der 14 seiner 20 Punkte in den letzten fünf Minuten der Partie machte. Der VfL ließ sich zwar nicht hängen, doch die deutliche 67:84-Niederlage ließ sich dennoch nicht mehr verhindern.

Eine gewisse Rolle spielten laut Tomic dabei die „über zehn vergebenen Korbleger) in der zweiten Hälfte, aber auch die „ungewöhnlich schlechte Linie der Schiedsrichter“. Zum einen ließen sie es zu, dass Rottenburgs Coach Klaus Fischer in landesweit bekannter Manier von der ersten bis zur letzten Minute den Schiedsrichter-Kommentator gab, zum anderen ließen sie sich von dieser „Präsenz“ auch noch beeindrucken und ließen die sehr aggressive Rottenburger Ganzfeld-Presse meist gewähren. Während Kirchheimer Annäherungen an die Grenzen des Erlaubten konsequent geahndet wurden. Höhepunkt dieser Ungleichbehandlung waren die Minuten 33 bis 35, als Kirchheim fünf Fouls aufgebrummt bekam, Rottenburg dagegen null – und auf 75:56 davonzog.

Pasko Tomic war dennoch zufrieden mit seinem Team: „Wir haben in einigen Phasen für unsere Verhältnisse phänomenalen Basketball gespielt. Und das ohne drei der ersten Acht.“

Es bleibt zu hoffen, dass die drei schnell wieder zurückkommen. Denn Kapitän Dominik Eberle setzt die nächsten zwei Spiele aus: Er macht Urlaub in Thailand. ut

VfL: M.Beck (8), Eberle (15), Gritschke, Kiriakidis (2), C.Munz (29/2, 5:5 FW), Reza (1), Schlipf, Schraml (10/1),  M.Wanzke (2).


Der Plan: Grbavac stoppen

Zu einem weiteren sehr schweren Auswärtsspiel fahren die VfL-Oberliga-Basketballer am Sonntag. Um 17.00 Uhr treten sie beim Tabellenfünften TV Rottenburg an.

Nach dem kleinen Aufwärtstrend bei der relativ knappen Heimniederlage gegen den SV Böblingen wartet nun ein Gegner mit klar höherer Qualität auf die Truppe von Coach Pasko Tomic. Der TV Rottenburg gehört zu den Verfolgern des Spitzenduos Marbach und Göppingen, hat seit Mitte November nur gegen die beiden verloren. Das Team von Trainer Klaus Fischer wird angeführt von Liga-Topscorer Daniel Grbavac. Der 29-jährige Aufbauspieler (1,85 m) macht erstaunliche 27 Punkte pro Spiel, ist laut Tomic aber keineswegs eine „One-man-show“, sondern ein Teamspieler, der seine Mannschaft besser macht. Im Training unter der Woche hat Tomic diverse Gegenmaßnahmen eingeübt, große gruppentaktische Ideen konnte er allerdings nicht austüfteln, da ja Constantin Munz, Marsel Sibinovic und Cveti Bozi regelmäßig nur am Freitag dabei sind. Munz fehlte diesmal zudem noch, er spielte gestern Abend in der NBBL.

Bei Rottenburg punkten allerdings auch Geffert (14,3), Braun (14,2) und Lopatin (12,3) zweistellig, so dass der TVR nur schwer auszurechnen ist.

Die gute Nachricht: Am Sonntag sind alle Kirchheimer an Bord – und versuchen wieder einmal, nicht unterzugehen. Das Hinspiel wurde zu Hause 56:78 verloren – das kann man besser machen. ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


Die Richtung stimmt wieder

Die VfL-Oberliga-Basketballer verloren zwar auch ihr Heimspiel gegen den SV Böblingen 82:94, dennoch waren endlich wieder Fortschritte zu erkennen.

Dreimal nacheinander hatte die Truppe von Coach Pasko Tomic gegen Spitzenteams der Oberliga derbe Prügel bezogen: 69:96 in Göppingen, 61:85 und 60:93 gegen Derendingen. So war das Heimspiel gegen den SV Böblingen zum Schlüsselspiel für die Moral der Mannschaft avanciert. Und die stimmt! Auch wenn wieder kein Sieg dabei herauskam, sondern eine der aus dem Herbst gewohnten einigermaßen knappen Niederlagen.

Tomic hat dafür zwei Begründungen: „Die Mannschaft hat sich wieder gefunden, das war heute das Wichtigste. Das war ein ganz dicker Fortschritt. Und natürlich besteht zwischen Böblingen und den Topteams der Liga fast ein Klassenunterschied.“

Aufsteiger SVB hat mindestens fünf sehr abgezockte, erfahrene Spieler – Tomic: „Wir haben leider keinen einzigen…“ –, funktioniert als Team aber nicht gerade optimal. Das nutzte der VfL in einigen Phasen ganz gut aus. Am besten sicherlich im ersten Viertel, als der weiter verbesserte Marsel Sibinovic loslegte wie die Feuerwehr und die ersten sechs Punkte machte. Über 10:5 (5.), 15:8 (6.) und 19:11 (8.) kam der VfL zum 23:16, bevor der Böblinger Shabani das Viertelergebnis mit einem Dreier zum 23:19 korrigierte.

Matti Beck mit seinem einzigen Korb des Abends erhöhte auf 25:19, dann kassierte Kirchheim den ersten Negativ-Lauf: Böblingen ging 31:26 in Führung (15.) – und gab sie nie wieder ab…

Was nicht heißen soll, dass das Spiel da schon entschieden war. Der VfL kämpfte wacker, oft auch erfolgreich, und vor allem Constantin Munz fand überzeugend aus seiner auch persönlichen Krise. Die Hälfte der 18 Punkte des zweiten Viertels stammten von ihm, der VfL blieb auf Tuchfühlung, spielte absolut auf Augenhöhe und sicherlich mit Oberliga-Format. So stand es zur Pause nach Chris Schramls vielleicht wichtigsten seiner vier Dreier 41:42.

Auch in den ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte änderte sich nichts, Böblingen führte 55:53. Und legte den kleinen Lauf zum 63:53 (27.) hin. Tomic: „Immerhin haben wir den großen Lauf des Gegners diesmal verhindert.“ Munz uns Schraml jedenfalls verkürzten bis zur Viertelende auf 63:67, vor den letzten zehn Minuten war somit weiter alles möglich.

Doch die Gäste starteten mit einem 7:0 zum 74:63 (32.), und aus diesem Loch kam der VfL nicht mehr heraus. Tomic: „Wir verlieren dann irgendwann die Geduld, einfache Ballverluste brechen uns jedes Mal das Genick.“ Zwei Minuten vor Schluss betrug der Rückstand noch einmal weniger als zehn Punkte (79:87), da war der Weg zum zweiten Saisonsieg aber schon zu weit.

So setzte es eine 82:94-Niederlage, die, auch nach dem 59:97 im Hinspiel, durchaus als ehrenhaft zu bezeichnen ist – und als echtes Lebenszeichen im Überlebenskampf in der Oberliga: Die Richtung stimmt wieder. ut 

VfL: M.Beck (2), Eberle (8), Gritschke (4), Kiriakidis (6), C.Munz (29/1), Reichmuth, Reza, Schraml (16/4), Sibinovic (17), M.Wanzke.


Ziel: Den Trend umkehren

Im nächsten Oberliga-Heimspiel treffen die VfL-Basketballer am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) auf den SV Böblingen. Dabei soll der Negativ-Trend der letzten Wochen umgekehrt werden.

Es war ein zwar von vielen erwarteter, aber dennoch frustrierender Saisonauftakt damals Ende September. Beim Aufsteiger SV Böblingen gingen die Kirchheimer Oberliga-Basketballer mit 59:97 unter, die  schlimmsten Befürchtungen nach den vielen Abgängen im Sommer hatten sich bestätigt. Seither gab es bei beiden Klubs eine veritable Achterbahnfahrt, und morgen treffen sie in Kirchheim erneut aufeinander. Coach Pasko Tomic hat dafür als erstes Ziel ausgegeben: „Wir sollten besser abschneiden als im Hinspiel.“ Und dazu gleich den Weg beschrieben: „Unser Schwerpunkt liegt in der Verteidigung, dazu müssen wir sehr gut auf den Ball aufpassen und den Böblinger Fastbreak stoppen.“ Denn die Truppe von Coach Milton West ist eine wilde Combo, die wenig Struktur, dafür reichlich individuelle Qualität hat und, wenn einmal im Laufen, kaum gestoppt werden kann.

Dass das in einer Klasse wie der Oberliga nicht allzu oft zum Erfolg führt, musste der SVB aber auch erfahren. Nach den zwei Auftaktsiegen gegen Kirchheim und in Söflingen gab es am 10. November noch den einen 75:71-Sieg gegen Holzgerlingen, danach sechs Wochen keinen mehr – bis die Serie gegen Kellerkind Konstanz, das zusammen mit Kirchheim abgeschlagen am Ende der Tabelle steht, mit zwei Siegen unterbrochen wurde. Jetzt steht Böblingen mit 5:7-Siegen im Niemandsland der Tabelle.

West stützt sich vor allem auf seine drei Topscorer Granit Ahmetaj (23,3 Punkte pro Spiel), Allrounder Luka Ljutic (14,8) und Arber Shabani (16,2) sowie auf die Aggressivität seines Teams. Das geht meistens an die Grenzen des Erlaubten, und so hängt auch einiges davon ab, wie viel die Schiedsrichter durchgehen lassen.

Ganz unabhängig davon muss Tomic in seinem gebeutelten Team derzeit vor allem moralische Aufbauarbeit leisten. Nach einem Aufwärtstrend im Herbst zeigt die Leistungs- und Stimmungskurve seit Mitte Dezember nach unten, die vielen Niederlagen und Frustrationserlebnisse zehren offensichtlich am Nervenkostüm der Mannschaft. Manche beobachten dabei auch einen Trend vom „wir“ zum „ich“. Was einerseits bei fehlendem Erfolg ein durchaus natürlicher Prozess ist, andererseits aber auch höchst gefährlich.

Am Sonntag also soll der Trend umgekehrt werden. Dass dabei mit einem Sieg gleich der ganz große Knoten zerschlagen werden kann, ist eher unwahrscheinlich. Das Team muss stattdessen wieder lernen, auch aus kleineren Erfolgserlebnissen positive Signale zu ziehen und sich gegenseitig aufzubauen. Das hat im Oktober und November ganz gut geklappt, auch wenn keine Siege dabei heraussprangen. Aber dass es sowieso nur ums Überleben ging, war damals noch allen klar. ut 

VfL: M.Beck, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


Keine Chance statt Revanche

Nach dem 61:85 zu Hause vor 20 Tagen verloren die Kirchheiner Oberliga-Basketballer auch das Rückspiel beim TV Derendingen sehr deutlich mit 60:93. 

Die Niederlagenserie des VfL Kirchheim geht weiter. Beim aktuell vielleicht besten Team der Oberliga, dem TV Derendingen, hatte sich Coach Pasko Tomic von vornherein nicht allzu viel ausgerechnet, Nahziel war eigentlich nur eine Verbesserung gegenüber der Heimspiel-Klatsche vom 22. Dezember (61:85). Das gelang nicht, mit einem schlechten letzten Viertel (15:31) ging selbst dieser geplante kleine Stimmungsaufheller und eventuelle Selbstvertrauen-Aufbau daneben.

Womit man schon beim wesentlichen derzeitigen Problem der Tomic-Truppe ist: Das Selbstvertrauen ist so ziemlich am Boden. Tomic: „Die Stimmung bei uns ist leider so: Egal, was wir tun, wir kommen nicht mehr unter zehn Punkte Abstand.“ Weil allerdings auch die Qualität nicht da ist –  Tomic findet dafür ein ziemlich drastisches Bild: „Wir können nicht mit Löffel und Gabel gegen eine Armee kämpfen.“

Am Samstagabend in der Unihalle Tübingen rannten die Kirchheimer gleich in den ersten Minuten gegen eine Wand. Derendingen spielte noch physischer als zuletzt, baute noch mehr Druck auf, und ruckzuck stand es 3:12 (3.). Chris Schraml, der seine ersten Drei-Punkte-Würfe in den ersten fünf Minuten traf, danach aber leider keinen mehr, brachte den VfL zwar wieder auf 11:12 (5.) heran, doch das war nur ein Strohfeuer. Die Brände, die der TV zündete, waren weitaus nachhaltiger. Nach dem aus VfL-Sicht dann doch noch ordentlichen ersten Viertel (18:21) setzte es einen 2:13-Lauf zum 20:34 (15.), von dem sich der VfL mit unwahrscheinlich viel Einsatz noch einmal einigermaßen erholte. Kurz nach der Pause (28:39) traf Cveti Bozic zweimal und verkürzte auf 32:39, doch Derendingen machte wieder ernst und entschied mit einem 23:8-Lauf zum 62:40 (29.) die Partie.

Kirchheim gab sich zwar niemals auf, hielt die Begegnung die nächsten sechs Minuten ausgeglichen (55:79, 35.), doch dann wechselte Derendingen noch einmal auf eine aggressive Pressdeckung und zog auf 93:55 (38.) davon.

Wie geht es weiter? Natürlich mit demselben Überlebenskampf wie seit Ende September. Vielleicht findet in den nächsten Wochen auch NBBLer Constantin Munz wieder besser in die Spur. Er steckt derzeit physisch und mental im Tief – was womöglich auch an der verpassten Saisonvorbereitung liegt. Am kommenden Sonntag kommt Aufsteiger SV Böblingen in die Sporthalle Stadtmitte. Der ist Neunter. Dem VfL allerdings scheint der SVB nicht zu liegen: Beim Hinspiel gab es ein 59:97. ut

VfL: M.Beck (2), C.Bozic (6), Eberle (14), Gritschke (1), Kiriakidis (9/2), C.Munz (2), Reichmuth (3), Reza, Schraml (11/3), Sibinovic (12), M.Wanzke.


Prompte Revanche ist angesagt

Nur 20 Tage nach dem Hinspiel treffen die VfL-Oberligabasketballer am Samstag (18.00 Uhr, Unihalle Tübingen) schon wieder auf den TV Derendingen. Das Team von Pasko Tomic will diesmal einiges besser machen.

Das 61:85 zwei Tage vor Weihnachten war schon eine echte Klatsche – vor allem, weil sich alle Kirchheimer zuvor wirklich etwas ausgerechnet hatten, zu Hause gegen den Tabellenvierten. Doch nach einem guten ersten Viertel war so ziemlich alles schief gegangen, weder offensiv noch defensiv konnte das Team die Erwartungen erfüllen.

Pasko Tomic: „Natürlich sind jetzt alle heiß auf die Revanche, aber dafür müssen wir viele Fehler abstellen.“ Um das umzusetzen, konnte der Coach den größten Teil seines Teams zur Vorbereitung fünfmal zusammen bekommen: Sogar während des Wintercamps und am Dreikönigstag wurde trainiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Bekämpfung der 1-3-1-Zone des TV, mit der der VfL gar nicht zurechtgekommen war und die zu vielen Ballverlusten geführt hatte. „Wir müssen lernen, gegen diese Defensive schnellere Entscheidungen zu treffen“, benennt Tomic die Stoßrichtung.

Ihm steht am Samstag sein komplettes Team zur Verfügung. Sogar der Nürtinger Guard Chara Kiriakidis ist zum ersten Mal seit dem 24. November nach langer Verletzungspause (Muskelfaserriss) wieder dabei, und Center Constantin Munz wird vom NBBL-Spiel am Freitagabend gegen Speyer hoffentlich keine Blessuren davontragen.

Das erste Ziel lautet also: Besser als vor 20 Tagen abschneiden. Und das zweite: Möglicherweise sogar gewinnen! Dass dieser Weg gegen Derendingen, das aus den elf Spielen der Vorrunde sieben Siege holen konnte, extrem weit werden wird, ist allen klar. Dazu muss sicherlich auch TVD-Topscorer Hansi Kienzle besser kontrolliert werden, der in Kirchheim 24 Punkte erzielte. Ansonsten erwiesen sich die Tübinger Vorstädter als ausgeglichenes Team, bei dem jeder mal punkten kann, keiner außer Kienzle aber regelmäßig. ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


Formkurve weist nach unten

Das von vielen mit Hoffnung befrachtete letzte Oberligaspiel 2013 ging für die Basketballer des VfL Kirchheim in die Hose: Gegen den TV Derendingen gab es ein ernüchterndes 61:85.

Die Formkurve weist nach dem ersten Saisonsieg vor zwei Wochen nach unten,  der Tabellenletzte der Oberliga Ost steckt in einer kleinen Krise. Coach Pasko Tomic sieht es so: „Natürlich ist jetzt ein bisschen Unsicherheit in der Mannschaft, wenn man zweimal mit 20 Punkten verliert. Aber auch in diesen Spielen haben wir in Phasen unsere Oberliga-Tauglichkeit gezeigt. Aber die Kontinuität fehlt halt weiter.“

Gegen den TV Derendingen, dem nicht nur Tomic „gehobenes Oberliga-Niveau“ attestiert, ging es ganz im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Göppingen ganz gut los. 13 der 17 Punkte zur 17:14-Führung nach dem ersten Viertel kamen von den Centern Dominik Eberle, Cveti Bozic, Marsel Sibinovic und Constantin Munz, zu Beginn des zweiten Abschnitts traf Chris Reza einen Dreier und baute die Führung auf 20:14 aus. Das war es dann aber auch schon mit der Kirchheimer Herrlichkeit. Derendingen erhöhte den defensiven Druck auf eine Weise, dass der VfL kaum mehr zu erfolgversprechenden Angriffen kam. Stattdessen beherrschten Ball-Verluste und gegnerische Schnellangriffe die Szenerie in der Sporthalle Stadtmitte. Die Gäste legten einen 25:10-Lauf hin und setzten sich so auf 39:30 ab.

Natürlich sind neun Punkte Rückstand zur Pause gar nichts, und entsprechend motiviert kam der VfL aus der Kabine. Playmaker Jonathan Gritschke, der (wie Munz) wegen eines U20-Oberligaspiels am Mittag allerdings  nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, und Chris Schraml (wegen Prüfungsstress mental nicht auf der Höhe) mit seinem einzigen Punkt des Nachmittags verkürzten auf 33:41, dann aber ging es weiter wie im zweiten Viertel: Die sehr ausgeglichenen, hart an der Grenze verteidigenden Derendinger zogen auf 49:33 (24.) davon, was sicherlich eine Vorentscheidung war. Zu Beginn des Schlussviertels war der Abstand ähnlich (46:63), als Bozic und Eberle noch einmal die zweite Luft bekamen: Alle Punkte bis zum 58:68 (36.) stammten von den beiden Centern, ein kleiner Hoffnungsschimmer war sichtbar. Doch ein Ballverlust, ein anschließendes unsportliches Foul und sechs verwandelte Freiwürfe zum 58:74 (37.) überpinselten den Schimmer brutal. Das Endergebnis von 61:85 spiegelt sicher den Spielverlauf nicht ideal wieder, doch man muss so ehrlich sein, die Überlegenheit dieses Gegners vorbehaltlos anzuerkennen.

Mit einem Sieg aus elf Spielen schließt der VfL damit die Vorrunde ab. Realisten sagen: Immer noch ein Sieg mehr als erwartet. Optimisten weisen auf einige knappe Niederlagen hin. Doch die Tabelle lügt natürlich nicht: Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nach dem überraschenden Neckarsulmer 76:72 in Reutlingen zwei Siege. Aber noch sind elf Begegnungen zu absolvieren, elf Möglichkeiten also, etwas zu holen. Andererseits auch eine sehr lange Zeit, den Überlebenskampf auszuhalten. Es gab jetzt schon ein paar kleine Zeichen, dass die Frustrationen nicht immer so ganz einfach weggesteckt werden können. Genau das aber ist weiter die Hauptaufgabe dieser Mannschaft. ut

VfL: C.Bozic (13), Eberle (14), Gritschke (7/1), C.Munz (8), Reichmuth (2), Reza (3/1), Schlipf, Schraml (1), Sibinovic (10), M.Wanzke (3/1).


„Wir schulden unseren Fans etwas“

Beim letzten Spiel des Jahres wollen die VfL-Oberliga-Basketballer am Sonntag (15.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) gegen den TV Derendingen noch einmal etwas gutmachen.

Mitte der Woche traf die gebeutelten Kirchheimer Basketballer ein neuer Schock: Staffelleiter Jürgen Unger (Sinsheim) ließ einen Strafbescheid raus: Chris Schraml hätte sich beim Spiel in Göppingen „nur“ mit dem Führerschein ausweisen können, verlangt seien aber Personalausweis oder Reisepass. So steht es in der Ausschreibung zur Oberliga. Das hat allerdings die Schiedsrichter in den letzten Jahren kaum gekümmert, normalerweise wurde der Führerschein – wie überall auf dieser Welt – zur Identifikation anerkannt. Schiedsrichter Thomas Schüssl (Schwäbisch Gmünd) aber notierte das „Vergehen“ auf dem Spielberichtsbogen, Unger handelte nach den Regeln – und der VfL bekam einen Punkt abgezogen.

Vor dem letzten Spiel des Jahres 2013 war das aber nur ein Aufreger am Rande. Das Team von Coach Pasko Tomic will sich weiterhin allein auf das Sportliche konzentrieren. Und da ist Wiedergutmachung angesagt nach dem schwachen Auftritt (69:96) beim Tabellenführer Göppingen. Tomic: „Wir spielen zu Hause, und da schulden wir unseren Fans etwas. Wir wollen die Probleme von Göppingen unbedingt eliminieren.“ Die waren eine brutale Verschlafenheit zu Beginn, danach viel zu schnelle Abschlüsse und wenig Konzentration in der Offensive. Nach einer „ordentlichen Trainingswoche“ (Tomic) ist man beim VfL überzeugt, all das in der heimischen Umgebung besser machen zu können.

Es kommt mit dem TV Derendingen allerdings ein sehr erfahrenes und bisher recht erfolgreiches Team nach Kirchheim. Tatsächlich kann man sagen, dass der TV seit dem verpatzten Saisonauftakt gegen Söflingen (65:73) immer ordentliche Leistungen abgeliefert hat. Herausragend war dabei natürlich der 80:75-Sieg bei Tabellenführer TS Göppingen und der zweite Auswärtssieg bei der TSG Reutlingen (93:79). Mit 6:4-Siegen stehen die Tübinger Vorstädter zusammen mit Holzgerlingen und Rottenburg auf Platz vier, und Pasko Tomic weiß, woran das liegt: „Die haben einen festen Stamm, der seit Jahren in der Oberliga spielt.“ Überragend ist dabei nach wie vor Hansi Kienzle, der am Freitag 30 wurde, mit 20 Punkten pro Spiel, doch vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit führte bisher zu den guten Resultaten.

Die kann auch der VfL vorweisen, und am Sonntag sollten wieder einmal alle Spieler zur Verfügung stehen. Also auch Topscorer Constantin Munz. Sein NBBL-Team Cybex Urspring hat am Wochenende spielfrei, seine Rippenprellung scheint ausgeheilt, seinem Einsatz scheint also nichts im Wege zu stehen.

Wenn der VfL aus den Fehlern von Göppingen gelernt hat, kann er etwas aus seiner Außenseiterrolle machen, der zweite Saisonsieg scheint nicht völlig utopisch. Nach der kurzen Weihnachtspause geht es dann kurioserweise mit dem Auswärtsspiel beim gleichen Gegner schon am 11.Januar weiter. ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Z.Bozic, Eberle, Gritschke, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


„Wir haben das erste Viertel total verpennt!“

Die Serie ordentlicher Spiele der VfL-Oberliga-Basketballer endete beim Tabellenführer TS Göppingen. Nach einem desaströsen ersten Viertel (10:35) verlor die Tomic-Truppe 69:96.

Der Schuss ging wohl nach hinten los! Statt nach dem ersten Saisonsieg vor einer Woche, dem 90:78 gegen NSU Neckarsulm, mit Selbstvertrauen ins Spiel beim Spitzenreiter und Uralt-Rivalen TS Göppingen zu gehen, präsentierte sich der VfL am Sonntagabend in der Parkhaushalle elf Minuten lang als Team mit wenig Herz und wenig Willen. Coach Pasko Tomic: „Das war schon peinlich, wir haben das erste Viertel total verpennt. Anstatt taktische Anweisungen zu geben, musste ich nur ständig antreiben.“

3:8, 5:19, 7:32, 10:35 zur Viertelpause – das waren die ersten Durchgangsstationen des „schlechtesten Spiels seit Böblingen“ (Tomic).

Das war am ersten Spieltag Ende September (59:97), doch in den letzten zehn Wochen waren die Kirchheimer immer gut für eine ordentliche, Oberliga-reife Leistung – mit ein paar Black-outs hie und da. Diesmal ging es also gleich zappenduster los: Nach elf Minuten stand es 14:43 gegen die Göppinger, die Tomic wechselweise als „bockstarke“ und „Profi-Truppe“ bezeichnet, das Spiel war entschieden, der Rest eine Charakterfrage. Und die bestand das junge Kirchheimer Team wieder einmal. Natürlich ließ die Turnerschaft auch ein bisschen lockerer, aber wichtig für den VfL war natürlich, dass keiner aufgab.

Das neue Ziel: Es wenigstens einmal unter 20 Punkte Rückstand schaffen. Das gelang zwar auch nicht – viermal (36:57, 38:59, 40:61, 56:77) war man ganz nahe dran, am Ende betrug der Rückstand 27 Zähler – das war dann aber auch nicht mehr wirklich wichtig. Tomic hatte das erlebt, was er im Vorfeld befürchtet hatte – „Wir sollten halt keine fette Klatsche kriegen…“ –  und muss nun das Positive aus dieser Schlappe ziehen.

„Wir haben jetzt vor Weihnachten noch dreimal Training und ein großes Ziel auf dem Wunschzettel vor dem letzten Spiel des Jahres: Die rote Laterne abgeben.“

Tatsächlich könnte das mit einem Sieg am Sonntag gegen den TV Derendingen gelingen – wenn Neckarsulm verliert. Allerdings ist Derendingen alles andere als Laufkundschaft. Mit sechs Siegen steht der TVD bisher gut da. Und will sich beim Underdog der Liga gewiss nicht blamieren... ut  

VfL: M.Beck, C.Bozic (16), Z.Bozic, Eberle (15), Gritschke (6), Reichmuth (2), Reza, Schlipf (7/1), Schraml (12/2), Sibinovic (11), M.Wanzke.


Herkules-Aufgabe beim Tabellenführer

Zum vorletzten Spiel des Jahres treten die VfL- Basketballer am Sonntag (17.30 Uhr, Parkhaushalle) bei Oberliga-Spitzenreiter TS Göppingen an.

Und schon wieder das Duell Erster gegen Letzter! Das durfte die Truppe von Pasko Tomic schon Ende Oktober mitmachen, als der damalige Liga-Primus TV Marbach im Endspurt doch noch einigermaßen deutlich 86:72 gewann. Diesmal geht die kurze Reise nach Göppingen, jetzt thront die Turnerschaft auf Platz eins – und der VfL hat immer noch die rote Laterne in der Hand.

„Das ist eine Top-Mannschaft, die völlig zu Recht da oben steht“, weiß Tomic. Grund für die Tabellenführung ist der vor allem in der Höhe überraschende 84:58-Heimsieg des Teams von Ljubomir Petkovic über Marbach – und natürlich die anderen sieben Siege. Wobei nach diesem Schlüsselspiel Mitte November etwas die Souveränität verloren ging: direkt anschließend setzte es die einzige Saison-Niederlage – 75:80 gegen Derendingen –, und auch dem 95:85 beim Aufsteiger Böblingen, dem 80:78 gegen Rottenburg und zuletzt dem 72:62 in Konstanz fehlte der Glanz.

Doch gegen den Lokalrivalen Kirchheim dürfte die Motivation besonders hoch sein. Petkovic erinnert sich sicherlich noch an das 84:72 des VfL in der Parkhaushalle vor einem Jahr, im März gewann der VfL auch das Rückspiel 79:65. Doch jetzt hat der Serbe ein klar besseres Team. Angeführt wird es von einem Spanier, einem Ungarn und einem Amerikaner: José Munoz (18,1 Punkte pro Spiel), György Polya (17,3) und James McAdams-Thornton (15,8) übernehmen den Löwenanteil der Punkteproduktion, sie gilt es zu stoppen. Wegen dieser drei Koryphäen spricht Tomic auch davon, dass Göppingen „fast einen Profi-Kader“ hat. Ebenfalls zu beachten sind aber Jonathan Pospiech (10,4) und die beiden Ex-Kirchheimer Florian Günther (7,5) und Bernhard Ludwig (7,1).

Was hat der VfL dem entgegenzusetzen? Höchstwahrscheinlich nicht seinen eigenen Topscorer! Constantin Munz (bisher 16,5 Punkte pro Spiel) hat seine Rippenprellung zwar einigermaßen auskuriert, muss aber am Sonntag um 14 Uhr mit seiner NBBL-Mannschaft der Urspringschule bei den Junior Baskets Rhein Neckar in Heidelberg antreten. Höchst fraglich, ob er es dann bis halbsechs nach Göppingen schafft – und dort dem Team angesichts des Aufwands überhaupt helfen kann. Fehlen wird auch weiterhin der Nürtinger Chara Kiriakidis, dessen Wadenzerrung nun wohl doch ein Faserriss ist. Playmaker Jonathan Gritschke musste wegen einer Knieprellung die Woche über mit dem Training aussetzen, wird voraussichtlich aber spielen können. Ebenfalls nicht im Dienstags- und Mittwoch-Training waren die Studenten Cveti Bozic und Chris Schraml. Trotzdem schwärmt Tomic: „Die, die da sind, arbeiten sehr gut.“

Für den Sonntag bleibt es bei dem Saison-Motto: „So gut wie möglich spielen und sich entwickeln.“ Tomic hat aber noch ein Extra-Ziel: „Wir sollten halt keine fette Klatsche kriegen…“  ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke.


Reise ins Paradies, durch die Hölle und zurück

Die VfL-Oberliga-Basketballer haben im neunten Saisonspiel endlich ihren ersten Sieg errungen. Nach einem unglaublichen Auf und Ab wurde NSU Neckarsulm 90:78 bezwungen.

„Da war ich wirklich ein bisschen stinkig!“ Coach Pasko Tomic macht ja viel durch in dieser reinen „Überlebens-Saison“ seiner Schützlinge. Doch was am Sonntagabend in der Sporthalle Stadtmitte geschah, setzte den Turbulenzen noch einmal einen drauf.

Kurz zusammen gefasst: Es war eine Reise ins Paradies, in die Hölle und wieder zurück. Und in der Hölle gefiel es Tomic gar nicht!

Tatsächlich lieferte der VfL, bei dem Jan Reichmuth trotz seiner Achillessehnen-Problemen doch spielen konnte, wie befürchtet aber Topscorer Constantin Munz (Rippenprellung) und Chara Kiriakidis (Muskelzerrung) passen mussten, in den ersten 13 Minuten eine echte Sahneleistung ab.

Für den Start zeichnete, wie zuletzt regelmäßig, Chris Schraml verantwortlich: Er begann mit einem Dreier, legte bis zur 7. Minute noch zwei hinterher, und als es nach neun Minuten 26:12 stand, hatte der Guard bereits 13 Punkte  auf dem Konto.

Marsel Sibinovic, der nach seinem Kreuzbandriss Ende 2012 jetzt wieder im Team angekommen scheint, übernahm fließend die Hauptlast beim Scoring. Zwischen dem 18:10 (7.) und dem 42:20 (13.) stammten 17 Punkte von dem 22-jährigen Center. Neckarsulm schien geschlagen, das Spiel entschieden.

Doch am Eingang zum Olymp wartete die Selbstgewissheit, überfiel den VfL – und verbannte ihn in den Hades.

Tomic. „Wir haben alles verloren! Erst das Herz, dann den Kopf.“  Elf fürchterliche Minuten waren zu überstehen, ein Dreierhagel der Gäste, wenig Gegenwehr, kaum Fouls, seltene Korberfolge. Nach 24 Minuten stand es 52:61 gegen Kirchheim – der VfL hatte in elf Minuten 41 (!) Punkte kassiert!

Aber er rappelte sich wieder auf! „Die Jungs haben eine Riesen-Moral gezeigt“, gestand Tomic. Plötzlich stoppte die Achterbahn ihre Talfahrt – 58:67 (28.), dann fuhr sie wieder nach oben (65:67, 30.).

Noch einmal versuchten die Gäste zu kontern und legten wieder ein paar Punkte zum 67:74 (32.) drauf, doch jetzt stimmte die Einstellung bei den Einheimischen, kein Ball wurde verloren gegeben und jeder kämpfte für jeden.

Bis zur 36. Minute stand das Spiel so auf des Messers Schneide, zwei Schraml-Freiwürfe aber eroberten dem VfL erstmals seit dem zweiten Viertel die Führung (76:75) wieder zurück. Und das befreite offensichtlich dieses Team, das in acht Spielen noch keinen einzigen Erfolg erleben konnte und nun die Witterung des ersten Sieges in der Nase hatte: In den letzten vier Minuten zog Kirchheim durch! Und feierte das 90:78.

Tomic: „Das erste Miniziel ist erreicht! Das ist ein sehr gutes Gefühl nach so einer langen Durststrecke.“

Vor Weihnachten stehen noch die Spiele bei Tabellenführer TS Göppingen (8:1) und zu Hause gegen den TV Derendingen (5:4) auf dem Programm. Vielleicht gelingt ja noch der zweite Sieg… ut

VfL: M.Beck (2), C.Bozic (9), Eberle (8), Gritschke (6), Reichmuth (5), Reza (10), Schlipf (2), Schraml 24/3), Sibinovic (24/1) M.Wanzke.


Das Kellerduell der letzten Chance?

Der Letzte empfängt den Vorletzten – wer beim Oberligaduell Kirchheim gegen Neckarsulm (Sonntag, 17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) verliert, der kann auf nicht mehr allzu viel hoffen.

Null-zu-acht-Siege gegen Zwei-zu-sechs-Siege, Aufsteiger 2012 gegen Aufsteiger 2013 – oder einfach Not gegen Elend? Am Sonntagabend sind in der Sporthalle Stadtmitte weniger Basketball-Leckerbissen als ein gnadenloser Überlebenskampf und ein Ende mit Heulen und Zähneklappern zu erwarten. Wobei der VfL und Coach Pasko Tomic womöglich in der komfortableren Situation sind: Schließlich stand das Team Mitte September kurz vor dem Rückzug aus der Liga, raufte sich dann zusammen und beschloss, die Oberliga notfalls auch mit der Perspektive von 22 Niederlagen in Angriff zu nehmen. Seither hat sich die Mannschaft ordentlich entwickelt, womöglich sind nach mehreren durchaus ehrenvollen Niederlagen auch die Ansprüche gewachsen: Darf’s ein bisschen mehr sein? Vielleicht Patz zehn und die erneute Relegation, wie schon im Frühjahr 2013?

Für Pasko Tomic ist das nur zweitrangig: „Wir denken weiter nur von Spiel zu Spiel, nicht an irgendeine Platzierung. Alle arbeiten intensiv, um besser zu werden. Das gibt einem Trainer die Hoffnung auf ein besseres Morgen.“ Trotzdem hat er natürlich eines erkannt: „Alle sind heiß auf den ersten Sieg. Und die Chance ist diesmal relativ groß.“

Zum ungünstigsten Zeitpunkt kam da am Dienstag die Nachricht aus Urspring von der Rippenprellung von Topscorer Constantin Munz (bisher 16,5 Punkte pro Spiel). Sein Einsatz ist äußerst fraglich, es wird sich womöglich erst am Sonntag entscheiden, ob es vielleicht doch irgendwie geht. Weiter fehlen sowieso Chara Kiriakidis (Wadenzerrung) und Jan Reichmuth (Achillessehnenreizung), so dass sich die Situation ganz ähnlich darstellt wie beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Kellerkinder beim Pokalspiel am 25. September in Neckarsulm. Damals fehlten Munz, Cveti Bozic und Marsel Sibinovic, NSU gewann am Ende 63:51.

Der Aufsteiger nutzte dieses Erfolgserlebnis zu einem erfolgreichen Ligaauftakt und schlug RW Stuttgart 102:90, danach schlossen sich allerdings vier Niederlagen an, bevor Böblingen zu Hause 80:76 bezwungen werden konnte. Es folgte das erwartbare 78:97 in Rottenburg, dann das überraschende 71:90 zu Hause gegen den Keller-Konkurrenten TV Konstanz – womöglich ein Tiefpunkt für die Truppe von Coach Serdar Alptürk, dem exakt das Landesliga-Aufstiegsteam zur Verfügung steht. Leistungsträger sind weiterhin Korab Aliu (15,6 Punkte pro Spiel) und Garvin Zimmermann (10,1), der 19-Jährige Benedikt Wolff (11,2) hat sich als Eigengewächs sehr gut in der Oberliga etabliert. Der Rest: Solides bis gehobenes Landesliga-Niveau.

Dasselbe kann man sicherlich von den meisten Kirchheimern behaupten. Vielleicht gibt also der Kampfgeist den Ausschlag? Tomic: „Der Wille ist bei allen noch total da – trotz der acht Niederlagen. Durch die Ausfälle müssen wir zwar wieder einmal basteln – aber wir sind ja Weltmeister im Basteln…“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, C.Munz (?), Reza, Schlipf, Schraml, Sibinovic, M.Wanzke.


Fünf schwarze Minuten und die Freiwürfe

Auch in Holzgerlingen hatten die Oberliga-Basketballer des VfL ihre Chance. Beim 60:70 entschieden ein 2:12-Lauf im dritten Viertel und 18 verschossene Freiwürfe.

Ohne die verletzten Jan Reichmuth und Chara Kirikakidis, dafür erstmals seit zwei Monaten wieder mit Marsel Sibinovic, trat die Truppe von Pasko Tomic beim alten Landesliga-Rivalen SV Holzgerlingen an. Und der VfL startete gleich wie die Feuerwehr! Chris Schraml bestätigte seinen Formanstieg der vergangenen Wochen, seine zwei Dreier rahmten den 13:4-Start (5.) der Gäste in der Holzgerlinger Berkenhalle am Samstagabend ein. Dann jedoch übernahm Dominik Lepiorz! Der Topscorer der vergangenen Landesliga-Jahre war auch vom tapfer verteidigenden Schraml nun nicht mehr zu halten und machte das, was er immer tut: Freiwürfe und Dreier schießen. Zwei Treffer aus dem Dreipunkteland läuteten seine Punkteproduktion ein, sechs Freiwürfe folgten, und so hatte die Kirchheimer Nemesis zwölf Punkte zum 14:2-Lauf der Gastgeber zum 18:15 (8.) beigetragen.

Der VfL berappelte sich allerdings wieder, Cveti Bozic hatte zu Beginn des zweiten Viertels seine beste Phase, und nach dem 32:33-Anschluss (19.) ging es mit 35:39 in die Pause.

Constantin Munz begann die zweite Hälfte  mit seinem allerdings einzigen Feldkorb des Abends zum 37:39 (21.) – der Topscorer der letzten beiden Spiele fand nie so richtig in die Partie –, dann begannen die schwarzen fünf Minuten des VfL.  Natürlich Lepiorz und einmal auch Steller erzielten die Punkte zum 39:51 (26.), was natürlich eine Vorentscheidung bedeutete.

Doch jetzt zog Kirchheim in der Defensive noch einmal kräftig an. Mit viel Herzblut und hundertprozentigem Engagement hängte sich jeder voll rein, und so gelang es, die Holzgerlinger Punkteproduktion zu stoppen. Nach dem 45:58 (31.) blieben die Gastgeber geschlagene fünf Minuten ohne jeden Korberfolg, und auf der anderen Seite schaffte es die Tomic-Truppe durch aggressives Spiel immer wieder an die Freiwurf-Linie. Doch in diesen fünf Minuten wurden tatsächlich acht von zehn Würfen an der Linie vergeben Bilanz im ganzen Spiel (15:33!), und so stand es, als Steller die SV-Flaute beendete, immer noch 49:60 (36.).

Pasko Tomic: „Ich bin wirklich ein bisschen ratlos. Irgendwie ist es immer dasselbe: Wir bringen uns selbst um den  Lohn  unserer Anstrengungen. Vielleicht liegt es auch daran, dass keiner unserer Spieler es gewohnt ist, Verantwortung zu übernehmen – in der letzten Saison haben das immer die beiden Amerikaner, Shkelzen Bekteshi und Manuel Ivanovic übernommen.“

In den letzten vier Minuten tat sich dann nicht mehr so viel, Holzgerlingen geriet nicht mehr in Gefahr und die achte Kirchheimer Niederlage stand fest.

Am kommenden Sonntag kommt nun das Heimspiel gegen NSU Neckarsulm auf die Kirchheimer zu. Der Aufsteiger (2:6 Siege) hat am Wochenende sogar zu Hause gegen den TV Konstanz (2:6) verloren (71:90) und müsste zu den schlagbaren Teams gehören. Das erste Saisonziel für den Tabellenletzten VfL lautet sowieso, wenigstens mal ein Spiel zu gewinnen. Wenn man das am Sonntag schafft, könnte man vielleicht auch einmal auf den drittletzten Platz schielen. Der führt dann immerhin in die Relegation. ut

VfL: M.Beck (1), C.Bozic (6, 2:7 FW), Eberle (11), Gritschke (10), Munz (3), Reza (6), Schlipf (5/1), Schraml (6/2), Sibinovic (12), M.Wanzke.


Duell der alten Rivalen

Die Landesligameister der beiden letzten Jahre treffen am Samstag (18.30 Uhr) in der Oberliga aufeinander: Aufsteiger SV Holzgerlingen empfängt die VfL-Basketballer.

Nach dem Oberliga-Aufstieg im Frühjahr galt es für die Spielvereinigung erst einmal, einen Trainer zu finden. Dafür wurde sogar auf der Bezirks-Homepage eine Anzeige geschaltet, am Ende suchte man sich mit dem Tübinger Jens Leutenecker offensichtlich den Richtigen aus. Zusammen mit den zwei Amerikanern Antonio Green (28) und Henry Miller (28) kamen mit Stephan Illg (25) und Daniel Fuchs (29) zwei weitere erfahrene Neuzugänge, und das machte den Einstieg in die neue Liga natürlich leichter.

Zu Hause ist Holzgerlingen wie schon immer eine Macht, auch in der Oberliga! Nur gegen das Spitzenteam TV Marbach (6:1 Siege) wurde zum Auftakt 56:69 verloren, seither gab es Siege gegen Neckarsulm (74:67), Derendingen (70:62) und Rottenburg (73:65). Nachdem am vergangenen Wochenende trotz des Fehlens von fünf Spielern in Konstanz mit 62:58 der erste Auswärtssieg gefeiert werden konnte, thront der Aufsteiger nun an der Spitze eines Sechser-Feldes von Teams mit 4:3-Siegen auf Platz drei.

Seinen Stil hat Holzgerlingen unter dem neuen Coach total verändert. Statt Zonenverteidigung wird nun aggressive Manndeckung gespielt, der Gegner ständig unter Druck gesetzt. Nur eines ist nach wie vor gleich: Topscorer ist Dominic Lepiorz (26), der auch eine Liga höher schwer zu stoppen ist, 14 Punkte pro Spiel macht und immer noch sehr oft an die Freiwurflinie kommt (bisher 35:46).  

Was kann das Team von Pasko Tomic dagegen aufbieten? Zunächst prägten diese Trainingswoche vor allem Verletzungssorgen. Chris Schraml, zuletzt mit steil ansteigender Formkurve, laboriert an einer Fersenprellung, Chara Kiriakidis hat sich die Wade gezerrt und Jan Reichmuth die Achillessehne. Tomic hat die Hoffnung allerdings nicht aufgegeben, alle drei am Samstagabend einsetzen zu können. 

Beim Duell der alten Landesliga-Rivalen, die sich von 2004 bis 2012 in der höchsten Liga des Bezirks inklusive im Pokal gut 20 Basketball-Schlachten lieferten, ist diesmal Holzgerlingen Favorit. Der VfL dagegen denkt weiter in anderen Kategorien als nur in Sieg und Niederlage – Tomic: „Ich hoffe, dass wir die leichten Fehler in der entscheidenden Phase besser vermeiden können. Ballverluste und vergebene Korbleger haben uns zuletzt mehrfach um ein besseres Ergebnis gebracht.“ Weiterhin hängt der Kroate die Latte nicht allzu hoch: „Wir müssen lernen, dass für uns jeder einzelne Korb ein Erfolgserlebnis ist. Und dass es für uns besser ist, mit sechs Punkten Unterschied statt mit zehn oder 15 zu verlieren.“

Unter dem Strich sind die Voraussetzungen für den ersten Saisonsieg im achten Spiel also nicht allzu günstig. Sicher kann man deshalb nur eines voraussagen, und das drückt Tomic so aus. „Wir geben alles, wie in jedem Spiel.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis (?), C.Munz, Reichmuth (?), Reza, Schlipf, Schraml (?), M.Wanzke.


Und wieder grüßt das Murmeltier

Wieder nichts! Auch gegen Rot-Weiß Stuttgart lieferten die Oberliga-Herren der VfL-Basketballer eine gute Leistung, verloren aber 79:90.

Das war fast eine Kopie! Und zwar vom letzten Spiel in Reutlingen. Und ganz ähnlich wie der Ablauf gegen Söflingen und in Marbach! Grüßt hier denn ein Basketball-Murmeltier in der Zeitschleife? Die junge Truppe von Pasko Tomic wartet in der Oberliga weiter auf den ersten Saisonsieg, wird langsam immer konkurrenzfähiger –  und verliert immer knapper.

Auch gegen Rot-Weiß Stuttgart, das nun den vierten Sieg in Serie feierte, war wieder eine klare Aufwärtstendenz zu beobachten, war zu sehen, wie sich die Mannschaft von Woche zu Woche weiter entwickelt. Und wie sie gegen Ende, wenn der Druck größer wird, doch immer wieder die gleichen Fehler macht.

Doch von vorne: Stuttgart spielte fast die kompletten 40 Minuten Zonenverteidigung, und da muss man von außen treffen, wenn man erfolgreich sein will. Der VfL konnte das und machte das! In der 6. und der 7. Minute streuten der immer sicherer werdende Chris Schraml und NBBLer Constantin Munz drei von draußen ein, Kirchheim ging 20:15 in Führung. Pasko Tomic: „Das intensive Wurftraining in der vergangenen Woche hat sich gelohnt!“

Nach dem 24:21 im ersten Viertel war die Trefferquote auch in den zweiten zehn Minuten gut, doch die 45:42-Pausenführung konnte den Coach nicht zufriedenstellen: „Mit ein bisschen mehr Genauigkeit und Cleverness wären das mehr als drei Punkte Vorsprung gewesen.“

Als dann der treffsicherste Kirchheimer, Munz, seinen fünften Dreier einlochte, stand es 57:50 (24.) – und der VfL leistete sich seinen ersten Blackout! Stuttgart wurde ein 11:0-Lauf gestattet, die ganze Mühe und die starke Leistung waren binnen drei Minuten in der Tonne – 57:61 (27.).

Doch Kirchheim erholte sich! Die nächsten sieben Minuten blieb man mit ganz viel Einsatz dran (69:72, 34.), doch es folgte leider der nächste Einbruch. Offensiv wurde zu schnell abgeschlossen und wieder einmal der eine oder andere Ball hergeschenkt, defensiv konnte plötzlich niemand mehr den 17-jährigen Jones stoppen. Von dem stammten acht der 13 Punkte der Stuttgarter zum entscheidenden 72:85 (36.) – das Murmeltier hatte wieder zugeschlagen. Wie zuletzt immer gingen in der wichtigsten Phase Struktur und Ruhe verloren. Tomic: „Wenn der Druck größer wird, fehlt uns einfach noch die Cleverness. Und Pech kommt dann meist auch dazu.“

Doch die Hoffnung steigt von Woche zu Woche, dass sich die Basketball-Muse in den VfL verliebt und er – wie im Film! – aus der Zeitschleife entlassen wird. Pasko Tomic drückt das so aus: „Die Entwicklung geht weiter, unsere jungen Spieler lernen es. Irgendwann werden wir belohnt.“ ut

VfL: M.Beck (4), C.Bozic (8), Eberle (7), Gritschke (3), Kiriakidis, C.Munz (31/6), Reichmuth (4), Reza (4), Schlipf (3/1), Schraml (15/3), Wanzke.

Interessantes Detail: Der Tabellenletzte VfL steht auf Platz 4 bei der Freiwurfquote, Platz 3 bei der Anzahl der Freiwürfe und auf Platz 1 bei der Anzahl der verwandelten Freiwürfe. Aber auf Platz 11 bei den begangenen (gepfiffenen!) Fouls. 


Auch Rot-Weiß Stuttgart hat einen Lauf

Am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) empfangen die Kirchheimer Oberliga-Basketballer schon wieder ein Team mit einer Siegesserie: Regionalliga-Absteiger Rot-Weiß-Stuttgart hat die letzten drei Spiele gewonnen.

Ebenso wie beim Gegner vom vergangenen Wochenende, der TSG Reutlingen, trifft das Team von Pasko Tomic also auf eine Mannschaft im Aufwärtstrend. Den kann man beim VfL zwar auch deutlich erkennen, in Punkten hat sich das aber noch nicht niedergeschlagen. Die Leistungen werden kontinuierlich besser, auch die Gegner sprechen Kirchheim inzwischen echte Oberliga-Tauglichkeit zu, doch die Tabelle spricht eine andere Sprache: null Punkte, letzter Platz.

Diese Position nahm Mitte Oktober noch der Kontrahent vom Sonntag ein. Nachdem das Spiel in Derendingen wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers mit 0:20 gewertet wurde, zierte der Drittletzte der Regionalliga Südwest-Süd der vergangenen Saison mit einer Punkte-Bilanz von minus eins das Tabellenende. Zuvor waren die Spiele in Neckarsulm 90:102 und gegen Göppingen 67:87 verloren gegangen. Das völlig neue Team – von der Abstiegsmannschaft ist fast niemand mehr im Kader – brauchte seine Zeit, sich zu finden.

Seither läuft es aber wie geschmiert: Der SV Böblingen konnte mit 79:70 nach Hause geschickt werden, in Rottenburg gab es ein 91:85, das die ganze Liga überraschte, am vergangenen Wochenende wurde das Kellerkind Konstanz 91:70 rasiert.

Beste Spieler dabei: Die Brüder Grenier. Jean Pascal (20) machte 29 Punkte, Robin-Laurent (19) immerhin 21. Team-Leader aber ist der Litauer Taurimas Kardauskas (23), der zum Beispiel den Sieg in Rottenburg mit 33 Punkten, drei Dreiern und zwölf Freiwurftreffern fast im Alleingang sicherte. Zu beachten ist auch noch Team-Senior Stephan Böttcher (31), der auf fast 16 Punkte pro Spiel kommt. Coach Christopher Ferguson, der nebenbei auch die U18-Oberliga-Mannschaft der SportVg Feuerbach trainiert, hat in den letzten Wochen auf jeden Fall offensichtlich alles richtig gemacht.

Der VfL also wieder einmal als Außenseiter? Ganz sicher! Doch das Selbstvertrauen ist in den letzten Wochen auch in Kirchheim deutlich gestiegen. Pasko Tomic: „Bei den letzten drei Spielen haben wir viele positive Zeichen gesetzt, aber gegen Stuttgart wird es natürlich wieder sehr schwer. Versprechen können wir nur, weiter alles zu tun, um besser zu werden“ Auch die letzte Trainingswoche war nach Aussage von Tomic sehr gut, wie gewohnt war die Mannschaft aber erst am Freitagabend komplett zusammen. Wenn einmal an einem Tag alles zusammenpasst, wenn statt wie in Reutlingen 28 Minuten vielleicht sogar 40 Minuten an der Leistungsgrenze gelingen, ist aber praktisch gegen alle Oberliga-Kontrahenten ein Sieg möglich. Ob dieser Tag der Sonntag ist? ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke.


28 Minuten an der oberen Grenze

Der positive Trend setzt sich fort. Trotz der 73:88-Niederlage bei der TSG Reutlingen attestierte Coach Pasko Tomic seiner Mannschaft, 28 Minuten lang „phantastisch“ gespielt zu haben.

Die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim zieren weiter ohne jeden Sieg das Tabellenende. Doch wer dieses Team aufmerksam beobachtet, kann seit dem ersten Spiel Ende September eine erstaunliche Entwicklung beobachten. Damals, nach dem 59:97 in Böblingen, stand im „Teckboten“: „So gesehen  gab die zweite Hälfte durchaus Anlass zur Hoffnung, dass aus diesem Team im Laufe der Saison noch eine konkurrenzfähige Truppe zusammenwächst.“ Nach dem Spiel beim Spitzenteam TSG Reutlingen ist es nicht völlig aus der Luft gegriffen zu behaupten: Der VfL hat nun ein konkurrenzfähiges Team!

Das musste auch Reutlingens Coach Vasili Tsuknidis zugeben, der Pasko Tomic zur Leistung seiner Mannschaft gratulierte: „Dass ihr so stark seid, hätte hier keiner erwartet.“ Womöglich unterschätzten die Reutlinger den VfL nach den eigenen drei Siegen in Folge und einem Blick auf die Tabelle auch. Kirchheim startete jedenfalls stark, Chris Schraml traf gleich zwei Dreier, Constantin Munz setzte einen hinterher, und so führte Kirchheim nach dem ersten Viertel 16:14! Die TSG nahm die Sache nun allerdings deutlich ernster, konterte zum 27:21 (15.), doch der VfL hielt bravourös dagegen. Mit sicher verwandelten Freiwürfen (Spielbilanz: 19:23!) sowie Dreiern von Munz und Chara Kiriakidis konnte so bis zum Wechsel der Anschluss wieder hergestellt werden – 34:36.

Aus der Pause kam die Tomic-Truppe dann wie die Feuerwehr, legte sofort einen 7:0-Lauf zum 41:36 (23.) hin, Reutlingen wirkte verunsichert. Doch die Routiniers hielten dagegen: Georgios Tsuknidis, in Kirchheim als Ex-Knight wohlbekannt, netzte einen Dreier zum 43:42-Anschluss ein (24.), Ex-Bundesliga-Profi Philipp Wildermuth holte die Führung zurück. Doch noch ließ der VfL nicht nach. Nach dem 49:53 (27.) sorgte Kapitän Dominik Eberle mit einem persönlichen 5:0-Lauf für die erneute Führung (54:53, 28.), doch es sollte bis zur 35. Minute dauern, bis endlich auch wieder ein Mannschaftskollege von ihm treffen sollte. Eberles elf Punkten nacheinander standen so 21 der Gastgeber gegenüber – 60:74, das Spiel war entschieden.  

Trotzdem war Tomic zufrieden: „Vor sechs Wochen haben wir diese ,mission impossible‘ gestartet. Jetzt diskutieren wir nach 28 Minuten an der oberen Grenze über schlechte zwölf und kleine Fehler. Davon haben wir vor ein paar Wochen nicht einmal geträumt.“ ut

VfL: M.Beck (4/1), C.Bozic (9), Eberle (15), Gritschke (12), Kiriakidis (9/1), Munz (10/2), Reichmuth (2), Reza (2), Schlipf (2), Schraml (8/2), M.Wanzke.


Tomic: Positiven Trend fortsetzen

Zu einem Topteam der Oberliga müssen die VfL-Basketballer am Samstagabend (20.00, TSG-Sporthalle): Die TSG Reutlingen hat die letzten drei Spiele gewonnen.

Die große Frage vor diesem Oberligaspiel lautet: Wie kommen die jungen Wilden mit den „großen Drei“ der TSG zurecht? Kaum ein Team in dieser Liga verfügt schließlich über solche Routiniers:

Georgios Tsuknidis (35) hat in Kirchheim lange Jahre Regionalliga gespielt, gilt als als extrem abgezockt und verfügt immer noch über einen hervorragenden Distanzwurf.

Philipp Wildermuth (33) stammt aus Ludwigsburg, war dort 2003/04 im Erstligakader und hat danach in der 2. Liga in Crailsheim gespielt. Mit 22,8 Punkten steht er auf Platz vier der Oberliga.

Matthias Michelmann (35) gilt als mindestens so abgezockt wie Tsuknidis und räumt unter dem Korb immer noch kräftig auf.

Das hat in den ersten beiden Saisonspielen in Göppingen (70:71) und gegen Derendingen (79:93) noch nicht so richtig geklappt, seitdem aber läuft es immer besser: In Böblingen gelang mit dem 90:81 der erste Sieg, anschließend wurde Rottenburg 66:62 bezwungen und wie erwartet locker in Konstanz 90:49 gewonnen.

Der Favorit am Samstagabend steht also fest, normalerweise geht es für den Tabellenletzten Kirchheim nur darum, eine gute Figur abzugeben. So kann man auch die Worte von Coach Pasko Tomic interpretieren: „Wir haben in den letzten beiden Spielen einen positiven Trend gezeigt, den wollen wir fortsetzen.“

Unter der Woche gab es allerdings kleinere Probleme: Matti Beck (krank) und Jan Reichmuth (verletzt) konnten ebenso wenig trainieren wie die studienbedingt verhinderten Cveti Bozic und Chris Schraml, natürlich war auch der Neu-Urspringer Constantin Munz nicht beim Team. Er fehlt auch beim Abschlusstraining am Freitagabend – schließlich steigt zur selben Zeit das große NBBL-Derby in Ludwigsburg.

Tomic hat denn auch nicht unbedingt den ersten Sieg als Ziel ausgegeben, sondern ein Detail: „Wir müssen jetzt anfangen, die leichten Ballverluste zu vermeiden, etwas vorsichtiger spielen. Wann uns das gelingt, muss man sehen.“ Der Coach hat aber auch gemerkt, dass der Ehrgeiz seines Teams nach der doch knappen Niederlage gegen Söflingen weiter angestachelt wurde. Also sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis endlich der erste Sieg eingefahren wird. Vielleicht noch nicht am Samstag beim Tabellendritten. Aber möglicherweise anschließend gegen die Mittelfeld-Teams Rot-Weiß Stuttgart oder SV Holzgerlingen (beide 2:3) oder dann am 8. Dezember gegen den derzeitigen Drittletzten NSU Neckarsulm (1:4). ut 

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, M.Gligoric, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke.


Es wird immer knapper

Auch im fünften Anlauf kassierten die VfL-Oberliga-Basketballer eine Niederlage. Die Tendenz beim 66:72 gegen die TSG Söflingen wies aber klar nach oben.

Das „Exil“ in der Sporthalle des Ludwig-Uhland-Gymnasiums hat dem VfL kein Glück gebracht. Und vielleicht war es genau das, das Quäntchen Glück, das im Sport in der Regel den Kellerkindern nicht zur Seite steht. Coach Pasko Tomic teilt diesen Verdacht: „Am Ende hat uns auch ein wenig das Glück verlassen – aber das müssen wir uns einfach weiter erarbeiten.“ So stand am Ende eines dramatischen Basketballspiels zum fünften Mal im fünften Anlauf der Gegner als Sieger fest. Diesmal war es die TSG Söflingen, die 72:66 gewann und sich mit 3:2-Siegen nun im breiten Verfolgerfeld der Topteams Göppingen (5:0) und Marbach (4:1) befindet.

Dabei hatte es viele gute Phasen für die Kirchheimer gegeben, die wegen der Turn-Bundesliga von der Sporthalle Stadtmitte ins Ludwig-Uhland-Gymnasium hatten umziehen müssen. Die erste dauerte fast neun Minuten! NBBL-Spieler Constantin Munz (18), am Sonntagabend zum ersten Mal in seiner Karriere der wirkungsvollste Spieler der Kirchheimer Ersten, markierte von den ersten elf Punkten neun, nach neun Minuten führte der VfL 15:8 – um zum ersten Mal einen Einbruch zu erleben. Söflingen machte von den nächsten 19 Punkten 17, die Heimmannschaft hatte den guten Start auf den Misthaufen geworfen (17:25, 15.).

Der Trend konnte zum Glück gestoppt werden, und hätte man nicht vier von acht Freiwürfen versemmelt, wäre noch mehr als der verkraftbare 25:31-Pausenstand möglich gewesen.

Die zweite Hälfte begann leider wieder mit einer Sendepause, Söflingen traf zweimal von draußen und erhöhte auf 37:25. Doch das stachelte die jungen Kirchheimer erst so richtig an. Innerhalb von fünf Minuten verwandelten Chara Kiriakidis (19), Jonathan Gritschke (19) und zweimal Munz von außerhalb der Drei-Punkte-Linie (die in dieser Halle vorher geklebt werden musste!), mit dem 41:45 (28.) war der Anschluss wieder hergestellt. Söflingens Dürring konterte zwar zum 41:50 (29.), doch nun begann die dritte starke Phase der Einheimischen. Chris Reza, der kleine Aufbauspieler, sorgte dabei mit zehn von zehn verwandelten Freiwürfen in weniger als zwei Minuten für ein besonders akkurates Kuriosum, der Stand von 52:53 vor dem Schlussviertel ließ die von Tomic erhoffte Überraschung weiter realistisch erscheinen.

Sieben Minuten lang lebte diese Hoffnung weiter. Munz sorgte nach dem einzigen Feldkorb von Cveti Bozic mit sechs Punkten in Folge dafür, dass der Anschluss erhalten blieb – 60:63, 37. Minute. Doch ein Fehlwurf und ein anschließender Abstauber durch den Söflinger Gulde zum 60:65 saugte etwas die Luft aus der Hoffnung. Im Freiwurf-Festival der letzten Minuten zeigte sich der VfL zwar stark (6:6, die TSG traf nur drei von zehn), am Ende stand aber die fünfte, wenn auch bisher knappste Niederlage der Saison fest.

„Wir sind weiter auf dem richtigen Weg“, bilanzierte Tomic trotzdem unmittelbar nach der Schlusssirene. „Diesmal waren wir nah dran, aber wenn es eng wird, verlieren wir noch zu sehr die Struktur und den Rhythmus. Das tut natürlich weh, aber der kämpferische Einsatz und unser brutaler Wille machen mich dennoch stolz.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic (4), Eberle (8), Gritschke (7/1), Kiriakidis (5/1), C.Munz (26/3), Reichmuth (1), Reza (10), Schlipf, Schraml (5), Wanzke.

Freiwürfe: 25:31/81 % (TSG 15:28/53%) , Fouls: 28 (TSG 30).


Tomic hofft auf Überraschung

In der Sporthalle des Ludwig-Uhland-Gymnasiums steigt am Sonntag (17.30 Uhr) der nächste Versuch der VfL-Oberliga-Basketballer, zu Punkten zu kommen. Gegner ist die TSG Söflingen.

Bundesligaturnen in der Sporthalle Stadtmitte, das heißt für die Basketballer: Ab ins Exil! Insgesamt sieben Spiele bestreiten die Kirchheimer Korbjäger an diesem Wochenende in der Sporthalle des Ludwig-Uhland-Gymnasiums, aber nur für eines der sieben Teams ist das vielleicht sogar ein Vorteil. Die Erste trainiert seit Jahren als einzige Mannschaft regelmäßig am Freitagabend an der Hahnweidstraße! Es ist dies sogar das einzige Training unter echten Wettkampfbedingungen, denn am Dienstag (ein Drittel in der Sporthalle Stadtmitte) und am Freitag (Freihof-Realschule) steht Tomic nur jeweils ein Mini-Spielfeld zur Verfügung. Eigentlich ist es ein mittleres Wunder, dass man es unter diesen Bedingungen überhaupt in die Oberliga geschafft hat – aber an diesem Sonntagabend könnte man erstmals von der Misere profitieren.

Tomic sagt denn auch: „Vielleicht können wir Söflingen überraschen…“ Schließlich steht ihm sein kompletter Kader zur Verfügung, und zu was der in der Lage ist, hat er ja vor drei Wochen, vor der Herbstferien-Pause, recht eindrucksvoll beim Tabellenführer TV Marbach angedeutet, als es nur eine 72:86-Niederlage gab. Seither ging das weiter, was Tomic schon seit Ende September immer wieder erstaunt: Die Trainingsbeteiligung ist trotz vieler Spieler, die von auswärts kommen müssen und in Studium und Beruf ausgelastet sind, erstaunlich gut, Tomic meint sogar: „Super!“ Am Dienstag konnte ausnahmsweise sogar die ganze Sporthalle Stadtmitte benutzt werden, da die Knights ins Fitness-Studio ausgewichen waren.

Beste Voraussetzungen also für den Underdog der Liga, im fünften Spiel die ersten Punkte einzufahren? Das wäre sicherlich übertrieben. Nach den sieben Abgängen ist die Liga-Tauglichkeit des VfL schließlich noch nicht bewiesen, und am Sonntag kommt ein gestandener Oberligist nach Kirchheim, der von der Papierform her normalerweise eine Nummer zu groß ist. Zwei Siege – 73:65 in Derendingen und zuletzt 112:34 gegen Konstanz – und zwei Niederlagen 74:79 zu Hause gegen Böblingen und 77:88 in Rottenburg – stehen für die TSG Söflingen bisher zu Buche. Macht man den Quervergleich, bleibt da immer noch Luft zum VfL: Der hat gegen Rottenburg und Böblingen sehr deutlich verloren und sogar Konstanz nicht besiegen können.

Tomic sieht die Ulmer Vorstädter als „gut eingespieltes, sehr ausgeglichenes, abgezocktes Team“, das seit zwei Jahren in fast unveränderter Aufstellung antritt. Hinter Topscorer Irfan Mecinovic (mit 16 Punkten pro Spiel Nummer sieben der Liga) punkten auch Florian Witschen (14,2), Tino John (11,0) und Patrick Scherer (10,7) zweistellig im Schnitt, Philip Hranjec (9,5), Ivica Slipac (9,0) und Benjamin Gulde (8,0) liegen nur knapp dahinter. Zum Vergleich: beim VfL Kirchheim sind bisher die Center Constantin Munz (14,5), Dominik Eberle (13,0) und Cveti Bozic (8,0) am erfolgreichsten, wobei Munz und Bozic aber erst zwei- bzw. einmal dabei waren.

Es gibt also durchaus kleine Gründe, die Hoffnung von Tomic zu teilen. Andererseits gilt aber auch dessen vorsichtige Aussage: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir brauchen Zeit.“ ut

VfL: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Wanzke.


Der erste Silberstreif am Horizont

Die VfL-Oberliga-Basketballer verloren am Sonntagabend beim Spitzenreiter TV Marbach 72:86 – selten aber hat eine Niederlage so positive Reaktionen ausgelöst.

„Die Mannschaft wollte Wiedergutmachung für Konstanz leisten – und das ist ihr auch gelungen.“ Die Erleichterung war Pasko Tomic anzumerken. Bei der vierten Niederlage im vierten Oberligaspiel hatte sein neu formiertes Team erstmals einiges von den Qualitäten gezeigt, die für diese Liga nötig sind. „Jeder war besser, aggressiver, bissiger“, lobte der Kirchheimer Coach. „Das habe ich schon im Training gemerkt, alle haben die ganze Woche hart gearbeitet – und  das hat sich gelohnt.“

Ganz viel half natürlich auch, dass erstmals in dieser Saison bis auf den verletzten Chara Kiriakidis praktisch alle Spieler zur Verfügung standen, die sich auf den schweren Weg eingeschworen haben. Vor allem die Teilnahme der Center Cveti Bozic und Constantin Munz wirkte sich aus, sie verhalfen dem VfL doch zu deutlich mehr Stabilität und sorgten auch für den einen oder anderen Korb.

Dass nicht die ganz große Überraschung gelang, lag am starken Gegner und an den bekannten Problemen: Nach dem Abgang der Spielmacher Manuel Ivanovic und Shkelzen Bekteshi fehlt es einfach an Sicherheit im Spielaufbau und insgesamt ist die junge Mannschaft zu unerfahren, nicht clever genug und macht deshalb zu viele einfache Fehler.

Am Anfang klappte das trotzdem gut: Nach neun Minuten führte der krasse Außenseiter VfL 15:14, bevor sich Marbach  über die Viertelpause hinweg mit einem 19:0-Lauf auf 33:15 (14.) absetzte. Viele Ballverluste und überhastete Aktionen prägten da das Kirchheimer Spiel. Tomic. „Im normalen Fünf gegen Fünf waren wir meist auf Augenhöhe, aber wir haben einfach zu viele Fastbreaks und Freiwürfe kassiert.“

Marbach warf 31-mal von der Linie (25 Treffer), der VfL 32-mal (23 Treffer)

Nach der langen Sendepause  schaffte es der VfL dann seinerseits oft an die Linie, traf zehn von 13 und so wurde der Marbacher Lauf gestoppt – 33:48 zur Pause.

Die zweite Hälfte gewann Kirchheim mit 39:38 – es waren sicherlich die besten 20 Minuten des neuen Teams in der Oberliga. Sicherlich kam dem VfL entgegen, dass beim Tabellenführer die Konzentration ein wenig nachließ. Aber wie der Underdog zwischen der 30. und 33. Minute plötzlich Oberwasser bekam und mit einem 12:0-Lauf bis auf fünf Punkte (63:68) herankam, erstaunte dann doch alle in der Halle. Positiv für den VfL dabei auch, dass, mit Constantin Munz, Jonathan Gritschke und Marko Gligoric drei U20-Spieler für diese zwölf Punkte sorgten.

Marbach zitterte, wechselte – und stoppte den Kirchheimer Lauf. Nach dem 63:77 (36.) war der klitzekleine Hoffnungsfunken natürlich erloschen, das finale 72:86 macht angesichts der bisherigen Niederlagen aber vor allem Mut für die Zukunft. Mit dieser kämpferischen Moral, mit dieser Einstellung, mit diesem Willen kann der VfL nur immer besser werden. Wann es dann mal mit einem Sieg klappt, ist trotzdem völlig offen. Aber ein bisschen mehr daran glauben kann man nach dem starken Auftritt in Marbach auf jeden Fall. ut

VfL: M.Beck (6), C.Bozic (8), Eberle (10), M.Gligoric (4), Gritschke (8), C.Munz (13/3), Reichmuth (11/2), Reza (3), Schlipf, Schraml (9), M.Wanzke.    


„Das Resultat spielt keine Rolle“

Mit zwei Verstärkungen, aber wohl ohne Siegchance fährt die Oberliga-Truppe der VfL-Basketballer am Sonntag zum Spitzenreiter TV Marbach.

Und schon wieder zwei gute Nachrichten für Pasko Tomic, den Trainer des Oberliga-Schlusslichts VfL Kirchheim! Mit den beiden Centern Cveti Bozic (aus USA-Urlaub zurück) und Constantin Munz (Rekonvaleszent) wurde sein Kader im Laufe der Woche nicht nur größenmäßig, sondern auch qualitativ erheblich verstärkt. Schließlich gehört Bozic zu den besseren „Big Men“ der Oberliga, und Munz hat als NBBL-Akteur im vergangenen halben Jahr richtig zugelegt – wenn auch durch diverse Krankheiten und Verletzungen zuletzt ausgebremst. Die zweite gute Nachricht ist dieselbe wie vor sieben Tagen: Wieder war es eine gute Trainingswoche, wieder zogen alle voll mit – und das in der dritten Woche nacheinander. Vorbei scheinen die Zeiten der vergangenen Saison zu sein, als Tomic unter der Woche oft genug mit drei bis fünf Spielern ein Training durchführen musste.

Natürlich wird alles das am Sonntag (Sprungball um 17.00 Uhr in der Stadionhalle am Leiselstein) gar nichts nützen. Hier trifft der ungeschlagene Tabellenführer und „absolute Top-Favorit der Liga“ (Tomic)  TV Marbach (3:0 Siege, 225:152 Korbpunkte) auf den sieglosen VfL (0:3, 158:229).  Der nur deshalb nicht die rote Laterne trägt, weil der MTV Stuttgart das Spiel in Derendingen nach einer Sportgerichtsentscheidung verlor und mit -1 Punkten hinter Kirchheim in der Tabelle steht.

Tomic: „Marbach hat eine sehr starke, kompakte Mannschaft. Das Resultat spielt keine Rolle.“ Nach den vielen Abgängen ist Kirchheim bekanntermaßen im Neuaufbau, Tomic spricht von einem „großen und langen Prozess“, bei dem „Kinder über Nacht erwachsen werden müssen“.

Im Gegensatz zum sonntäglichen Gegner muss der VfL mehrere Löcher verkraften: Zwischen dem Jahrgang  der „alten“ Recken Dominik Eberle (84) und Matti Beck (83) tat sich bis zum Jahrgang 1991/92 nicht viel – Darly Ifuly (89) zog’s nach Ludwigsburg – und von jenem einst goldenen Jahrgang sind allein Cveti Bozic und Chris Schraml übrig geblieben. Das und die bekannten Abgänge im Sommer führte nun zu dieser „Underdog“-Situation – die wohl auch noch eine Weile anhalten wird.

Nichtsdestotrotz ist Tomic „extrem stolz“ auf seine Mannschaft. Einfach, weil diese „Underdogs“ Charakter zeigen. Dazu dürften sie am Sonntag erneut Gelegenheit erhalten. Auch wenn sich Tomic auf keinerlei Resultats-Diskussionen oder -Spekulationen einlässt: Eine Niederlage mit nur zehn oder 20 Punkten wäre für dieses Team wie ein Sieg. In der vergangenen Saison endeten die Spiele übrigens 75:70 und 78:74 für den späteren Vizemeister. Aber da standen noch andere Kaliber für den VfL auf dem Feld. ut

VfL: Abele, M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Wanzke.


Wenn der Korb vernagelt ist…

Die Hoffnung trog: Auch beim anderen Verliererteam der ersten beiden Oberliga-Spieltage, dem TV Konstanz, verloren die VfL-Basketballer 43:54.

Schön war das nicht. Kirchheims Coach Pasko Tomic drückte es so aus: „An diesem Abend hat nichts zusammengepasst.“ In Zahlen: Noch nie hat eine erste Mannschaft des VfL so wenige Punkte erzielt (Basketball. Historiker dürfen gerne das Gegenteil beweisen, müssen aber wahrscheinlich in die frühen 60er Jahre zurück). Insgesamt sahen die wenigen Zuschauer in der Sporthalle Paradies in Konstanz nicht einmal 100 Punkte. Es war, wie Zyniker es vorausgesehen hatten: Not gegen Elend. Und richtig elend fühlten sich die Kirchheimer nach dem 43:54 beim bisher ebenfalls sieglosen TV Konstanz. Und noch elender wurde ihnen, als sie zusammengerechnet hatten, dass sie sich von einem 15-Jährigen hatten düpieren lassen: Aljoscha Lipski, Sohn des Konstanzer Abteilungsleiters Christian, war mit 18 Punkten erfolgreichster Scorer des Siegerteams – am Dienstag wird er 16…

Dabei hatte alles ganz ordentlich begonnen.  Matti Beck und Chara Kiriakidis trafen aus dem Drei-Punkteland, und wenn auch sonst wenig den Weg durch die Reuse fand, das 13:13 nach zehn Minuten war okay. Doch nach dem 15:13 durch VfL-FSJler Jonathan Gritschke nahm sich das unerfahrene Team eine fatale Treffer-Auszeit. Gegen die enge Zone versuchte man es von außen, aber absolut nichts fiel – der Korb war vernagelt. Die Gastbgeber legten einen 13:0-Lauf hin (15:26), das war’s im Grunde schon – auch wenn die Kirchheimer wieder diese gute Moral zeigten und auch nach dem x-ten versemmelten Wurf die Köpfe nicht hängen ließen, sondern es erneut versuchten.

Tomic: „Wenn wir wenigstens die Hälfte unserer Korbleger getroffen hätten…“  Doch auch in unmittelbarer Nähe des Ringes fehlten Konzentration, Klasse, was auch immer.

Anfang des Schlussviertels kam der VfL dann doch noch einmal auf 39:45 (32.) heran, Kapitän und Topscorer Dominik Eberle hätte mit zwei Freiürfen sogar auf 41:45 verkürzen können. Doch beide gingen daneben, Lipski traf zum 39:47 (36.) und die dritte Saison-Niederlage war perfekt.

Immerhin: Nach minus 38 in Böblingen und minus 22 gegen Rottenburg waren es diesmal nur elf Punkte Unterschied. Das zum Trend zu erklären, würde aber bedeuten, die beiden bisherigen Klatschen des Gegners (-35 und -53) und das niedrige Niveau dieses Samstagabends zu ignorieren. Pasko Tomic sieht eher einen anderen Prozess; „Wir hatten zwei wirklich gute Wochen im Training, die zwei besten seit über einem Jahr. Aber natürlich ist das zu wenig, um sofort etwas zu erreichen.“ Also kann es nur heißen: Weiter so engagiert arbeiten und hoffen, dass irgendwann mal alles zusammen passt. Tomic denkt da schon ans Rückspiel: „Zu Hause, mit Cveti Bozic und Constantin Munz, schlagen wir Konstanz.“ Mit den beiden hätte es allerdings wahrscheinlich schon diesmal gereicht. Aber die Kirchheimer Basketball-Pechsträhne ist derzeit nun mal äußerst vielfältig… ut

VfL: Abele, M.Beck (7/1), Eberle (14), Gritschke (2), Kiriakidis (8/2), Reichmuth (5), Reza (5), Schlipf, Schraml (2), Wanzke.


Weiter mit Riesen-Defizit

Zwei Kellerkinder treffen am Samstagabend (20.00 Uhr, Sporthalle Paradies) in der Basketball-Oberliga aufeinander: Der VfL Kirchheim ist zu Gast beim TV Konstanz.

In schlechten Zeiten muss man sich an die kleinen guten Nachrichten halten. Für Pasko Tomic, den Coach der VfL-Oberliga-Basketballer, waren das in dieser Woche gleich zwei! Beim (ungeliebten) Schusstraining am Mittwoch in der kleinen Turnhalle der Freihof-Realschule traten elf Spieler an – das hatte es noch nie gegeben. Und zeigt, dass die Moral der Truppe trotz zweier klarer Auftaktniederlagen und miserabler Perspektiven in der Liga besser denn je ist. Mutmacher Nummer zwei: Scharfschütze und Defensiv-Spezialist Chris Schraml hat seine Knieprellung auskuriert und steht am Samstag zur Verfügung.

Da geht es auf die lange Reise an den See zum TV Konstanz, und wollte man zynisch sein, könnte man hier das Schlagwort „Not gegen Elend“ hervorkramen. In den vier bisherigen Spielen der beiden Teams setzte es 220:368 Korbpunkte. Besonders das 37:90 am vergangenen Wochenende des TVK beim Titelfavoriten TV Marbach schockte die Szene. Genau wie der VfL leidet die zweite Mannschaft des Regionalligisten unter personeller Schwindsucht, das Team muss mit noch unfertigen Talenten aufgefüllt werden. Das wurde am ersten Spieltag in Rottenburg (68:103) ziemlich heftig, am zweiten gab es ein noch größeres Desaster.

Jetzt allerdings spielt Konstanz zu Hause – und trifft auf einen Gegner, der sein eigenes, schweres Päckchen zu tragen hat. Wieder fehlen Pasko Tomic drei „Riesen“: NBBLer Constantin Munz ist immer noch krank, Marsel Sibinovic plagt sein Knie und Cveti Bozic wird erst Anfang nächster Woche aus den USA zurück erwartet. Da fehlen also weiter knappe sechs Meter unter den Körben – dabei hat der VfL nach dem Abschied von Manuel Ivanovic und Shkelzen Bekteshi ja eigentlich ein Aufbau-Problem! Die Ausfälle schmerzen umso mehr, als in Konstanz möglicherweise das erste Mal eine Siegchance bestehen würde. In voller Besetzung wäre das gewiss nicht unrealistisch und könnte der gebeutelten Mannschaft einen Schub geben. Aber so?

Eins aber ist gewiss, und das ist vielleicht die dritte gute Nachricht der Woche: Jeder im Team wird sich voll reinhängen, mit allem was er hat – genauso wie in den ersten 80 Minuten der Saison. Und möglicherweise endet die Woche dann mit einer ganz unerwarteten, sehr guten, großen Nachricht. ut

VfL: Abele, M.Beck, Eberle, M.Gligoric, Gritschke, Kiriakidis, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke.


Kleine Fortschritte machen Mut

Auch im zweiten Oberligaspiel hatten die VfL-Basketballer keine Chance, verloren zu Hause gegen den TV Rottenburg 56:78.

Erst sieben Abgänge, dann fünf Ausfälle: Oberliga-Coach Pasko Tomic wird derzeit nicht gerade vom Glück verfolgt. Beim ersten Heimspiel am Sonntag Abend fehlten Chris Schraml (Knieprellung) und Marko Gligoric (Übelkeit nach U20-Spiel) sowie die Centergarde Marsel Sibinovic (Knieprobleme), Constantin Munz (krank) und Cveti Bozic (Urlaub). Dass ohne vier Leistungsträger gegen den TV Rottenburg wenig drin war, schien somit sonnenklar.

Doch der VfL wehrte sich, zugegebenermaßen auch begünstigt dadurch, dass bei den Gästen ebenfalls der eine oder andere Akteur fehlte.

Nach wieder missglücktem Start (4:14, 7.) fing sich das Team und stellte wenigstens den Anschluss her – 16:20. nach dem 19:24 (13.) durch einen Dreier von Marko Wanzke verteidigte der TVR allerdings intensiver, während auf der Gegenseite Daniel Grbavac überhaupt nicht mehr zu halten war. Als es mit 28:39 in die Pause ging, hatte der Rottenburger Star bereits 25 Punkte erzielt – er allein machte in diesen 20 Minuten den Unterschied.

Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte: Vier verschiedene Spieler sorgten für das 47:28 (25.) für die Gäste, die damit außer Reichweite gerieten. Immerhin, und das stimmte das Kirchheimer Team durchaus hoffnungsfroh, konnte Kirchheim anschließend die Begegnung ausgeglichen gestalten. Richtig näher kam man dem Gegner zwar nicht mehr – knappster Rückstand: 16 Punkte –, der VfL hielt aber immer dagegen und ließ nie locker.

Genau so sah es auch Pasko Tomic: „Ich sehe dieses Spiel mehr als positiv, ich kann mich wirklich nicht beschweren. Wir haben das gespielt, was wir in dieser Besetzung können.“

Erfreulich war dabei, dass FSJler und U20-Spieler Jonathan Gritschke in seinem zweiten Oberligaspiel bereits eine ordentliche Rolle spielen konnte und sogar 13 Punkte erzielte, U18-Talent Yannick Abele seine ersten Minuten in der Ersten bekam, Michael Schlipf (30) sein Comeback in der Ersten feierte und das ganze Team eine tolle Frustrationstoleranz zeigte. Tomic drückte Letzteres so aus: „Mir imponiert der Stolz jedes Einzelnen in dieser Situation, wirklich alle ziehen mit.“ Und: „Ich habe deutlich mehr gute Ansätze gesehen wie vor einer Woche.“ Trotzdem weiß der Coach: „Wir feiern derzeit jeden einzelnen Korb wie ein Golden Goal.“

Ob es sogar einmal zu einem Sieg reicht? Wenn der VfL es schafft, alle Spieler aufs Feld zu bringen und dann vielleicht ein Gegner aus den unteren Tabellenregionen vor die Flinte läuft, ist das sicherlich möglich. Man kann nur hoffen, dass das möglichst bald passiert… ut

VfL: Abele, M.Beck (9), Eberle (17), Gritschke (13), Kiriakidis (2), Reichmuth (2), Reza, Schlipf (7/1), Wanzke (6/1).


Bangemachen gilt nicht!

Zum ersten Saisonheimspiel tritt die Erste der VfL-Basketballer am Sonntag (17.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) in der Oberliga gegen den TV Rottenburg an.

Der Letzte gegen den Zweiten: Auch wenn die Platzierung nach dem ersten Spieltag wenig Aussagekraft hat, diesmal könnte sie ungefähr das Kräfteverhältnis der beiden Kontrahenten widerspiegeln. Wenn der VfL Kirchheim am Sonntagabend in der Basketball-Oberliga auf den TV Rottenburg trifft, sind jedenfalls Favoriten- und Außenseiterrolle klar vergeben.

Und das nicht nur, weil der TV Rottenburg am ersten Spieltag zu Hause gegen den TV Konstanz 2 103:68 gewann und der VfL gegen Aufsteiger SV Böblingen 59:97 verlor. Beide Teams haben völlig unterschiedliche Ansprüche.

Die Misere beim VfL ist zur Genüge dokumentiert. Coach Pasko Tomic musste zum „Überlebenskampf“ aufrufen, zu den wenigen erfahrenen Spielern, die ihm blieben, wurden mehrere Talente aus der eigenen Jugend gestellt. Deren Oberliga-Tauglichkeit wird sicherlich noch kommen, im Moment ist sie aber wohl noch nicht gegeben.

Beim Auftakt in Böblingen verletzten sich auch noch zwei der Etablierten: Center Marsel Sibinovic (Nachwirkungen des Kreuzbandrisses vom Dezember 2012) und Guard Chris Schraml (starke Prellung) kämpfen seither mit Knieproblemen. Sibinovic fällt definitiv aus, wie lange, kann noch niemand sagen, bei Schraml wird es sich wohl erst kurz vor Spielbeginn entscheiden – Tomic: „Er soll nichts riskieren, nachher fällt er für sechs Wochen aus.“ Center Cveti Bozic hat sich derweil zu einem USA-Besuch aufgemacht und wird erst in zehn Tagen zurück erwartet. Dafür feiert U18-Spieler Yannick Abele sein Debüt bei der Ersten.

Die Aufgabenliste gleicht der in Böblingen: Überleben, zusammenwachsen, lernen.

Ob es damit eine Chance gegen Rottenburg gibt? Eher nicht. Tomic: „Das ist eine brutal starke Mannschaft, sicherlich ein Kandidat für ganz oben.“ In der vergangenen Saison als Achter knapp an der Relegation vorbeigeschrammt, hat sich das Team von Klaus Fischer (Sohn des Kirchheimer Trainers aus den 70er Jahren, Werner Fischer) mit zwei Spielern aus Tübingen verstärkt und scheint bereit für höhere Aufgaben.

Dreh- und Angelpunkt bleibt dabei Daniel Grbavac, der auch gegen Konstanz schon wieder mit 21 Punkten, davon vier Dreier, Topscorer war. Ebenfalls 21 Punkte gelangen Neuzugang Felix Bihlmayer.

Am Ende eines langen Basketball-Tages, der schon um 9.30 Uhr mit einem U12-Turnier beginnt, danach noch die U20-Oberliga und die Kreisliga präsentiert, wird es also voraussichtlich kein Happy End für den VfL-Basketball geben. Bangemachen gilt aber nicht! Diese Truppe hat schließlich ein deutlich längerfristiges Ziel. ut

VfL: Abele, M.Beck, Eberle, M.Gligoric, Gritschke, Kiriakidis, C.Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml (?), M.Wanzke.


59:97 – Erstes Lehrgeld

Überlaufen, überrannt, ausgespielt: Bei der Oberliga-Premiere 2013/14 der VfL-Basketballer war eigentlich schon nach sieben Minuten alles vorbei (2:23), am Ende setzte es eine 59:97-Klatsche.

Für Coach Pasko Tomic stand die Richtung schon vorher fest, nach dem ersten Spiel wurde er noch deutlicher: „Das wird ein blutiger Weg für uns…“. Wenigstens nur eine symbolische blutige Nase holte sich die blutjunge (!) Truppe nämlich beim ersten Saisonspiel am Samstagabend beim Aufsteiger SV Böblingen, der allerdings alles andere als ein Anfängerteam ist. Die Euphorie des Aufstiegs, der in zwei engen Relegationsspielen im Mai gegen den MTV Stuttgart geschafft wurde, scheint sich gehalten zu haben. Mit einem irrsinnigen Tempo brach das SVB-Start-Quintett von Coach Milton West in den ersten Minuten über den VfL herein, der überhaupt nicht wusste, wie ihm geschah. Fehlwurf Kirchheim, Fastbreak, Korb: das war der stereotype Ablauf in der Hermann-Raiser-Halle, und nach nur sieben Minuten war die Partie beim 23:2 eigentlich schon entschieden. Böblingen geriet immer mehr in einen Rausch, der bis Ende der ersten Hälfte anhielt, als beim Halbzeitstand von 51:22 die zweiten 20 Minuten getrost als „garbage time“, „Müllzeit“ geplant werden konnten.

Die Halbzeitansprache von Tomic fiel, sicherlich auch deshalb, eher moderat aus. Es hatte auch wenig Sinn, auf das Team einzuprügeln: In dieser Zusammensetzung, das war bereits vorher klar, hat man es extrem schwer in der Oberliga. Daran änderte auch nichts, dass überraschend jetzt doch Marsel Sibinovic dabei war – er will versuchen, regelmäßig vom Studienort Biberach zum Training am Freitag zu erscheinen – und auch NBBLer Constantin Munz (18) trotz einer Woche Krankheit 25 Minuten ganz ordentlich auf dem Feld durchhielt. Er avancierte mit 16 Punkten sogar zum Topscorere. Beiden war natürlich anzumerken, dass sie noch reichlich Trainingsrückstand haben. Sibinovic bekam dann auch noch Probleme mit seinem Knie, an dem er Ende 2012 einen Kreuzbandriss erlitten hatte.

Dass Chris Schraml, auch erst 21, aber einer der Erfahrenen, schon Ende des ersten Viertels nach einem Schlag aufs Knie auf die Bank musste, half natürlich auch nicht gerade. Die Diagnose steht noch aus.

 Mit den Youngstern Marko Gligoric (17), Jonathan Gritschke (19), Chara Kiriakidis (seit Freitag 19) und Marko Wanzke (20) muss man einfach Geduld haben, bei allen wird es noch eine ganze Weile dauern, bis sie tatsächlich Oberligaformat erreicht haben. Immerhin konnten alle vier am Samstag ihre ersten Oberliga-Punkte erzielen!

So gesehen  gab die zweite Hälfte durchaus Anlass zur Hoffnung, dass aus diesem Team im Laufe der Saison noch eine konkurrenzfähige Truppe zusammenwächst. Das dritte Viertel wurde nur knapp 22:25 verloren, das vierte sogar 25:21 gewonnen – und  am Ende wurden die 100 des Gegners verhindert.

Tomic: „Böblingen ist schon eine ungewöhnliche Mannschaft: Da rennen zwölf Spieler ohne Ende, und wenn die mal euphorisch werden, sind sie kaum mehr zu halten.“  Ob der SV, der sein Aufstiegsteam mit einigen exzellenten Spielern verstärkt hat,aber an der Spitze der Liga einzuordnen ist, bleibt noch offen – und damit auch, wie weit der Abstand des VfL zum „normalen“ Oberliga-Niveau ist.

So oder so: es gab keine Alternative zur Entscheidung, dieses Abenteuer zu wagen – für die Zukunft des Basketballs in Kirchheim und für das Jugendkonzept. Jetzt kann man nur hoffen, dass die Mannschaft trotz blutiger Nase zusammenhält und irgendwann vielleicht auch mal ein Spiel gewinnt.   ut

VfL: M.Beck (3/1), Eberle (11), M.Gligoric (4), Gritschke (2), Kiriakidis (4), Munz (16/1), Reichmuth (6), Reza (2), Schraml, Sibinovic (8), M.Wanzke (3).


Das Himmelfahrtskommando beginnt

Am Samstag starten die VfL-Basketballer in Böblingen (19.00) in die Oberliga. Einen Vorgeschmack gab es am Mittwochabend beim Pokalspiel in Neckarsulm (51:63).

Sieben Abgänge, kaum Zugänge – und seit Mittwoch scheint auch die einzige echte Verstärkung fraglich! Zur Abfahrt zum Pokalspiel nach Neckarsulm fehlte Marcin Kucharski, seit vergangenem Freitag war er auch nicht mehr zum Training erschienen. Es scheint so, dass der polnische Forward, der sich eine Perspektive bei den Knights in der ProA ausgerechnet hatte, es sich nun doch anders überlegt hat. Ein Gerücht besagt aber auch, dass ihn seine Leiharbeitsfirma von Göppingen aus an eine andere Arbeitsstelle geschickt hat.

Vor dem ersten Oberligaspiel am Samstagabend bei Aufsteiger SV Böblingen ist das aber nur eine von mehreren schlechten Nachrichten für Coach Pasko Tomic. Center Constantin Munz ist erkrankt, sein Kollege Cveti Bozic im Prüfungsstress und nicht verfügbar. Das war auch schon am Mittwoch so, und da war es kein Wunder, dass der VfL in der ersten Runde des BBW-Pokals bereits den Abflug machte: Beim Aufsteiger NSU Neckarsulm gab es eine 51:63-Niederlage. Nur acht Spieler aus dem 14er-Kader konnten teilnehmen, das reichte nur bis Mitte des zweiten Viertels (24:28). Dann zog der Landesligameister des Bezirks 3 (vor dem Kirchheimer Relegationsgegner BSG Ludwigsburg 3) auf 41:25 davon und kam nicht mehr in Gefahr. Tomic: „Leider haben wir zehn bis zwölf Korbleger vergeben, sonst wäre vielleicht mehr drin gewesen.“ Dem Coach gefielen dennoch die Verteidigung sowie Moral und Stolz seiner Truppe, gleichzeitig war ihm natürlich klar, dass dieser Gegner nicht zur Spitze der Oberliga gehört.

Das gilt vermutlich auch für den ersten Gegner, den SV Böblingen. Vor wenigen Jahren noch in der Regionalliga, hat der SVB sein Tief offensichtlich überwunden. In einem spektakulären Dreikampf mit dem TSV Dettingen-Wallhausen und dem TV Konstanz 3 schaffte Böblingen im Endspurt den Sprung auf Landesligaplatz zwei und setzte sich in der Relegation gegen den Oberligisten MTV Stuttgart in zwei extrem engen Spielen durch (85:80 und 74:74).

Gefährlichster Schütze im Team war Landesliga-Topscorer Granit Ahmetaj (23 Punkte im Schnitt), ansonsten kommt das Multi-Kulti-Team sehr ausgeglichen daher.  

Für die Tomic-Truppe ist so oder so klar: Am Samstag beginnt das Himmelfahrtskommando Oberliga, das Überleben ist eher unwahrscheinlich. Es bleibt also das bekannte Motto: Wir haben keine Chance, nutzen wir sie… ut

VfL: Beck, Eberle (12), Gritschke (7), Kiriakidis (9/2), Reichmuth (10), Reza (4), Schraml (7), Wanzke (2).


„Das wird ein brutaler Überlebenskampf“

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Oberliga wird die Aufgabe für das Team von Pasko Tomic noch schwerer. Sieben Abgänge, zum Teil unmittelbar vor Saisonbeginn, ließen den Verein kurzzeitig sogar einen Verzicht erwägen.

Die erste Saison in der Oberliga war ein komplettes Seuchenjahr, und dass der Abstieg vermieden werden konnte, gehört in die Rubrik Basketball-Wunder. Erst in der Relegation gelang gegen die BSG Ludwigsburg 3 hauchdünn der Klassenverbleib. Als Konsequenz holte Coach Pasko Tomic bereits im Mai sein Team zusammen und nahm allen das Versprechen ab, sich in der Saison 2013/14 noch einmal zu hundert Prozent zu engagieren. Schon nicht mehr dabei waren da natürlich Knights-Leihspieler Derrick Stevens und Paul Howard, beide natürlich maßgeblich beteiligt am glücklichen Ausgang.

Doch Anfang September überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst brach Aufbauspieler Manuel Ivanovic sein Versprechen. Im fiel ziemlich plötzlich ein, dass er mit Coach Tomic nicht mehr so viel Spaß hätte und schloss sich dem Kreisligisten (!) TSV Wendlingen an. Ihm folgten flugs seine Kumpel Antonio Marino und Denis Nakov, beide allerdings nicht gerade erste Wahl für die Oberliga.

Dann nahm Shkelzen Bekteshi seinen Handschlag, den er VfL-Geschäftsführer Uli Tangl noch am 10. September gegeben hatte, wieder zurück. Er wird wohl ein bisschen mit den Knights mittrainieren – wahrscheinlich aber einen anderen Verein in der Region suchen. Die Kommunikation mit ihm war in den letzten Wochen praktisch nicht vorhanden, ins Training kam er nie.

Zuletzt ging Center Marsel Sibinovic verloren: Er studiert nun in Biberach, hat kein Auto und kann praktisch nicht trainieren. Sehr unsicher ist auch noch die Personalie Constantin Munz: Das Eigengewächs hat eine Stelle als eine Art Aushilfs-Hausmeister am Internat in Urspring bekommen und spielt dort in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL). Ob er es nebenbei noch schafft, regelmäßig in Kirchheim zu erscheinen, ist durchaus fraglich. Ebenso zerschlugen sich Stand heute die Hoffnungen, dass Munz einen Mannschaftskollegen mitbringt, der dem VfL in der Oberliga helfen kann. Das war mit Ralph Junge, dem Macher des Urspringer Basketball-Internats, eigentlich so vereinbart, nachdem der VfL Max Hinitschew und Tim Schmauder für deren JBBL-Mannschaft abgestellt hatte. 

So stand erst am vergangenen Montag nach einer letzten „Schwursitzung“ fest, dass es der Rest der Truppe dennoch versuchen will. Ein Rückzug aus der Oberliga war damit gerade noch abgewendet.

Einziger echter Neuzugang ist derzeit der Pole Marcin Kucharsky, der sich im Oberligateam bis Dezember für die Knights empfehlen will. Dazu kommen sechs Jugendliche, die sicherlich noch nicht ganz oberligareif sind, aber langsam an dieses Niveau herangeführt werden können.

Pasko Tomic gab sich nach dem Abend der Entscheidung keinen Illusionen hin: „Das wird ein brutaler Überlebenskampf. Jeder Sieg ist für uns wie eine Mount-Everest-Besteigung“. Der Coach musste seinen Schützlingen schon klar machen, dass von allen eine erhebliche Frustrations-Toleranz erwartet wird – das Engagement darf auch nach mehreren klaren Niederlagen nicht nachlassen. 

Angesichts dieser Ausgangslage verbietet sich fast ein Blick auf die Konkurrenz. Klarer Favorit ist natürlich Vizemeister TV Marbach, wer zusammen mit dem VfL gegen den Abstieg spielen wird, kann schwer beurteilt werden. Womöglich gehört der erste Gegner (Samstag, 19.00, Hermann-Raiser-Halle) dazu: Der SV Böblingen kam als Landesliga-Vizemeister erst über die Relegation in die Oberliga, zeigt sich aber durchaus ambitioniert.

Wo der VfL tatsächlich steht, weiß Pasko Tomic also vielleicht schon am Samstagabend gegen neun…

Kader

Name

geb.

Größe

Pos.

Cveti Bozic

01.03.1991

193

C

Yannick Abele

04.07.1996

184

G

Jan Reichmuth

29.05.1988

186

F

Constantin Munz

18.05.1995

201

C

Matti Beck

18.07.1983

186

G/F

Dominik Eberle

08.02.1984

196

C

Marco Gligoric

09.12.1995

195

G/F

Chris Schraml

30.08.1992

190

G/F

Chris Reza

23.05.1984

170

G

Mathias Wange

02.12.1993

188

G

 

Marco Wanzke

10.11.1993

186

G

Chara Kiriakidis

27.09.1994

190

G

Jonathan Gritschke

27.10.1994

179

G

 

 

 

 

C = Center

 

 

 

G = Guard

 

 

 

F = Forward

 

 

 

Abgänge:

Manuel Ivanovic, Denis Nakov, Antonio Marino (alle TSV Wendlingen/Kreisliga), Marsel Sibinovic (Studium), Shkelzen Bekteshi (ohne Verein), Derrick Stevens, Paul Howard (beide Ziel unbekannt)

Zugänge:

Chara Kiriakidis (TG Nürtingen), Yannick Abele, Ziko Bozic, Marco Gligoric, Jonathan Gritschke, Mathias Wange, Marco Wanzke  (alle eig. Jugend).

 

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